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Autor Thema: »Lachenspitze-Nordwand« am 23.08.2009  (Gelesen 3863 mal)

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Offline Tom

  • roBergler
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»Lachenspitze-Nordwand« am 23.08.2009
« am: 25.08.2009, 12:57 »
Servus roBergler

Auf "Einladung" von Leo (www.munichclimbers.de) ging es mal wieder zu einer "Erstbesteigung".

Seit Juni 2009 gibt es im Tannheimer Tal ein neues, durchaus lohnendes Ziel für Klettersteig-Fans.


Rahmendaten zum Klettersteig:

Name: Klettersteig Lachenspitze Nordwand
Schwierigkeit: C / Stellen D
Länge: 250 Hm bzw. 430 Klettermeter
erreichter Gipfel: Lachenspitze (2.126m) / Allgäuer Alpen






Treffpunkt war punkt 08:30 Uhr auf dem Parkplatz der Neunerköpflebahn in Tannheim. Dort haben wir zwei Pkw stehen gelassen ("nur" 2,- € Tagesgebühr) und sind mit den beiden anderen Pkw's hoch zum Vilsalpsee (Straße von 10 - 17 Uhr für den allgemeinen Verkehr gesperrt) gefahren. In der Sperrzeit geht's nur noch zu Fuß, mit dem MTB (4km / geringe Steigung) oder mit dem »Tannheimer Alpenexpress« rauf zum See ... runter kann man zu jeder Zeit fahren. Für eine Tagesgebühr von 6,50 € kann man sich aber überlegen, ob man die Strecke nicht lieber in 45 Minuten zu Fuß zurücklegt.

Der morgentliche Dunst und Nebel am Vilsalpsee verzog sich schnell. Zügigen Schrittes ging es zuerst am See entlang und dann teilweise ziemlich steil rauf zum Traualpsee ... dort wieder flacher ... dann stellenweise versichert auf feuchtem, glatt poliertem Steinweg hoch zur Landsberger Hütte (1.810m). Direkt von der Terrasse vor der Hütte zweigt der Zustiegsweg zum Klettersteig ab.

An einem großen Felsblock der Hinweis: "Ab hier zum Klettersteig nur mit Helm!". Diesen Hinweis sollte man beachten. Oberhalb des Zustiegs werden offensichtlich noch Kletterrouten bzw. kleinere Übungsklettersteige gebohrt und geschraubt. Ein wahnsinniger "Hilti-Man" hing da bohrender- und fluchenderweise in der Wand und sorgte für erheblichen Steinschlag.

Auch wenn sich nicht alle an der Geschwindigkeit von Daniel orientieren konnten, ging es doch recht zügig und "geschlossen" durch die Nordwand. Der Steig ist bestens abgesichert, man sollte jedoch auch im Steig auf Steinschlag achten, da stellenweise doch noch viel loses Zeugs herumliegt. Helm ist absolut Pflicht !!!

Am Gipfel gab es nur noch Stehplätze. Allein wir 9 hätten den doch recht kleinen Gipfel gefüllt, aber es waren ja auch noch andere über den Normalweg gekommen ... es ging also dort oben recht eng zu, aber die Gipfelbrotzeit ließen wir uns nicht nehmen.

Auf dem Rückweg zur Landsberger Hütte nahmen wir als Zugabe noch die Steinkarspitze (2.067m) und die Rote Spitze (2.130m) mit. Von letzterer ging es dann weglos über den Ostgrat und über steile Wiesenhänge hinab zur Hütte. Trotz "hunderter" Hüttenbesucher gab es noch einen Platz für uns auf der Terrasse. Neben Speis und Trank gibt es dort auch noch einen hervorragenden Blick auf die Nordwand, wo man das rege Treiben im Klettersteig beobachten kann.

Rückweg erfolgte dann auf dem Anstiegsweg. Während ein Teil von uns noch im "Abstiegsstau" steckte, konnte die "Neigungsgruppe Berglauf" im Vilsalpsee bereits ein kühles Bad nehmen. Die letzten Meter ging es dann aber wieder geschlossen zurück zum Parkplatz.

Zum Ausklang der Tour gab es dann noch Kaffee und Kuchen im Tirolerhof in Tannheim ... mit einer beschwipsten Bedienung, die für "Unterhaltung" sorgte  :D.


Mit dabei waren:

Ines und Daniel sowie Leo, Peter, Uli, Martin, Eiko und Chris von www.munichclimbers.de.


Fundstellen im WWW:

TOPO von bergsteigen.at



Gruß. Tom.



Foto 01 : Klettersteig / Einstiegswand
Foto 02 : wegloser Abstieg von der Roten Spitze / Ostgrat
Foto 03 : Vilsalpsee lädt zum Baden ein

roBerge.de

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« am: 25.08.2009, 12:57 »