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Autor Thema: Seebenklettersteig (Ehrwald) am 10.04.2009  (Gelesen 1601 mal)

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Offline Tom

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Seebenklettersteig (Ehrwald) am 10.04.2009
« am: 10.04.2009, 21:51 »
Servus roBergler

Heute hatten wir (Ines und ich) einen Klettersteig für uns alleine. Scheinbar waren dieses Jahr auch noch nicht wirklich viele im Steig unterwegs  ::).


Zustieg:
Kurz nach dem Parkplatz der Ehrwalder-Almbahn (1100m) waren bereits Schneeschuhe notwendig. Einfach Wahnsinn, was da noch Schnee liegt. Da wir erst kurz vor 10 Uhr starteten, war der Schnee bereits sehr weich. Anfangs ging es recht gut voran - zumindest bis zur "Stempelstelle" bei dem Hinweisschild "Seebenklettersteig". Von da weg - aufgrund des doch recht steilen Geländes - sogar mit Schneeschuhen eine Schneewühlerei par excellence. Weglos - nur am Gelände orientiert - haben wir 1:15h bis zum Einstieg (ca. 1350m ü.d.A.) gebraucht. Während des Zustiegs kamen wir an doch sehr großen hellblauen Eisblöcken vorbei, die vermutlich vom gefrorenen Wasserfall, der sich in unmittelbarer Nähe des Einstiegs befindet, stammten. Offensichtlich ist er in der letzten Zeit "abgegangen" - wir waren froh drum.


Klettersteig:
Die Wand sah von unten recht gut aus. Zumindest waren die einsehbaren Stellen trocken. An zwei Stellen hatten wir dann beim Durchstieg Schneeberührung. Bei der Querung hinter dem Turm, bei ca. der Hälfte des Steiges, war dann sogar das Seil auf 10 Meter unter dem Schnee verschwunden. Ich habe es dann in passenden »Umhängeabständen« freigelegt. Hat zwar etwas Zeit gekostet, aber sicher ist sicher. So ein Nassschneebrett ist nicht gerade vertrauenserweckend. Der Rest des Steiges ging dann recht gut. Am Ausstieg (ca. 1550m) warteten dann schon tonnenweise Schnee auf uns - Gott sei Dank nicht in Form von überhängenden Wechten. Zum Glück hatten wir die Schneeschuhe dabei.


Seebensee:
Da wir über uns strahlend blauen Himmel hatten und es so richtig warm war (Sonne 22°C), haben wir noch einen kleinen Abstecher zum Seebensee gemacht. Zumindest sind wir dorthin gegangen, wo er eigentlich ist. Der See ist komplett mit Schnee zugeschüttet. An der Materialseilbahn der Coburger Hütte haben wir zum Brotzeit machen eine "trockene" Insel gefunden.


Abstieg:
Nach einer ausgiebigen Stärkung ging es zurück zur Seeben-Alm, die ebenfalls komplett zugeschüttet ist. Aus Richtung Seebensee ist sie überhaupt nicht zu sehen - nur wenn man nordseitig vor ihr steht. Die Alm wird scheinbar aufgrund "behördlicher Unwegsamkeiten und unbeweglichem Verhalten der zuständigen Verantwortlichen nicht mehr geöffnet - wirklich schade.

Auf dem präparierten Höhenweg (Ganghofer-Hochloipe) ging es dann zur Ehrwalder Alm wo noch (bis zum 13.04.09) reger Skibetrieb herrschte  ;D . Von dort - bei immer noch "Sonnenbrandwetter" - auf dem Fahrweg hinunter zum Parkplatz.


Tourenverlauf (gesamt):
Parkplatz Ehrwalder-Almbahn (1100m) >> Seeben-Klettersteig ("D/E") >> Seebensee (1650m) >> zurück zur Seeben-Alm (1575m) >> Ehrwalder Alm (1500m) >> Parkplatz Ehrwalder-Almbahn (1100m)


Zeit:
Gesamte Runde gut 6:00 Stunden (inkl. Verpflegungspausen)



Gruß. Tom.



Foto 01: Einstiegswand
Foto 02: Schneequerung
Foto 03: "auf" der Seeben-Alm

Nur damit man eine Vorstellung hat, wieviel Schnee da noch liegt - so sieht die Seebenalm im Sommer aus:


roBerge.de

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« am: 10.04.2009, 21:51 »