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Autor Thema: Naturpark Klettersteig Nasenwand (Ginzling) am 05.04.2009  (Gelesen 2589 mal)

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Offline Tom

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Servus roBergler

Der April ist schon angebrochen und die Temperaturen haben tagsüber bereits die 20°C-Marke geknackt. Die momentanen Bedingungen in den Bayerischen Voralpen lassen zu Wünschen übrig. Zuviel Schnee für "richtige" Touren bzw. zu warm um mit den teilweise noch vorhandenen Schneemassen was anfangen zu können.

Ines und ich haben deswegen heute den Winter für beendet erklärt und sind ins Zillertal gefahren, um uns "talnah" wieder fit für den Sommer zu machen.

Unser Ziel war Ginzling - genauer gesagt, der neue Klettersteig in Ginzling, der letztes Jahr bereits fertiggestellt wurde.


Rahmendaten zum Klettersteig:

Name: Naturpark-Klettersteig Nasenwand
Schwierigkeit: oft D / Schlüsselstelle: E
Länge: ca. 400Hm bzw. 500 Klettermeter
erreichter Gipfel: keiner / Ausstieg auf ca. 1450m



Der Weg vom Parkplatz bis zum Einstieg ist so kurz, dass man ihn am liebsten nochmals gehen will, um den Kreislauf zumindest ein wenig in Schwung zu bringen. Da es noch keinerlei Beschilderung oder Markierungen gibt, mussten wir den Steig erst suchen, was aber nicht wirklich schwierig war.

Die Einstiegswand alleine zeigt bereits, dass die Erbauer Ahnung von ihrer Arbeit hatten. Gewagte Seilführung durch die im unteren Teil extrem nasse Wand (soll angeblich auch im Sommer so sein). Im weiteren Verlauf wurde der Steig aber trockener, dafür aber trotzdem immer schwieriger. Einige fiese "D"-Stellen gibt es zu knacken. Selbst mit Armkraft kommt man in diesem Steig manchmal nicht wirklich weiter. Kletterkenntnisse und entsprechende Technik sind sehr von Vorteil.

Offensichtlich haben die "Zillertaler" eine andere Vorstellung von "schwierig", denn für die Schlüsselstelle, bei der man schon beim Betrachten von unten Herzrasen bekommt, müßte man eigentlich die bestehenden Schwierigkeitsskalen abändern.

Wir sind schon wirklich viele Klettersteige - darunter auch sehr schwierige (mit "E"-Stellen: Johann, Skywalk, Leoganger Süd) - gegangen, aber diese überhängende Querung heute, hat alles bisherige in den Schatten gestellt  :o. Für Leute, die gerne frei in der Luft hängen, eine wahre Freude - für alle anderen ein Alptraum  >:D.

Ines im (Klettersteig-)Fieber und nach überwundener Schlüsselstelle: "Die haben den Steig doch nur gebaut, dass sie im Sommer mal ein paar Einsätze haben." (...dazu muss man wissen, dass der Steig von der Bergrettung Ginzling erbaut wurde  ;D ).


Insgesamt ein genialer, sehr kurzweiliger Klettersteig mit so gut wie keinem Zustieg. Inklusiv Abstieg in gut 3 Stunden machbar.


Hier noch ein "Fundstück" auf youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=hUlho7ovbfI



Gruß. Tom.

roBerge.de

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« am: 05.04.2009, 23:18 »