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Prostkogel (Chiemgauer Alpen) am 18.12.2021

Begonnen von Reinhard, 18.12.2021, 16:59

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Reinhard

Eine schöne und einfache Schneeschuhwanderung stand heute auf dem Programm: Zusammen mit der Tochter ging es auf den Prostkogel (Prostkögerl), einer unscheinbaren Graskuppe, die dem Unterberghorn südlich vorgelagert ist.

Die Auffahrt bis nach Hinterberg erfolgte auf schneefreier Straße. Bis zum Endpunkt waren wir unsicher, ob wir einen Parkplatz finden würden. Laut Auskunft vom Fremdenverkehrsbüro Kirchdorf in Tirol sollte der PP direkt bei der Faulerkapelle nicht geräumt sein. Das war aber nicht der Fall, so ca. 10 - 12 PKW fanden dort heute wegen einer Teilräumung locker Platz. Und da wir die ersten waren, konnten wir uns den besten Platz aussuchen.

Nach wenigen Minuten auf Asphalt konnten wir die Schneeschuhe anziehen und wanderten leicht ansteigend bis zur Prostalm und zum Prostkogel. Der Name hat nichts mit dem gleichnamigen Trunkspruch zu tun. Als ,,Probst" bezeichnete man früher den Vorsteher eines Klosters, und ein Probst aus dem Chiemgau hatte sich in dieser Almgegend einst niedergelassen. Im Lauf der Zeit wurde das ,,b" einfach verschluckt.

Der Blick vom Gipfel reichte in die Kitzbüheler Alpen mit Kitzbüheler Horn, aber insbesondere dominiert der Ostkaiser mit Mauk- und Ackerlspitze.

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Gipfelkreuz Prostkögerl

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Gipfelblick mit Prostalm und Ostkaiser.

Nach der obligatorischen Gipfelbrotzeit wanderten wir weiter, um durch die wildromantische Teufelsgasse zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Wie wir feststellten, ist diese im Winter nicht begehbar. Sie dazu die zwei Kreise auf der Karte - das waren unsere beiden vergeblichen Versuche, um in die Teufelsgasse zu gelangen. Im Sommer übrigens ist sie kein Problem, ich würde sie auch mit Kindern durchqueren.

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Teufelsgasse

Wir sind dann stattdessen über das wunderschöne, sanft gewellte Schneeschuhgelände gewandert. In einem weiten Bogen gelangten wir zurück auf unseren Aufstiegsweg und von dort wieder hinunter zum Parkplatz bei der Faulerkapelle.

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Ideales Schneeschuhgelände

Das Wetter war ideal: wolkenlos, windstill und nicht zu kalt. Der Schnee glitzerte in der Sonne, allerdings hatten wir kein Pulver, sondern befanden uns durchgehend auf Harsch.

Die Wanderung war trotz Wochenende recht einsam: Am Gipfel gesellte sich uns noch ein Pärchen aus Traunstein dazu, beim Abstieg kamen uns lediglich ein Wanderer und drei Schneeschuhgeher entgegen.

420 hm, 9,4 km

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Karte von https://geo.dianacht.de/topo/

MANAL

Den Prostkogel habe ich auf Karten auch schon als mögliches Schneeschuhziel identifiziert. Danke für den Bericht, da muss ich auch mal rauf. Der Kalkstein südöstlich gegenüber bietet ja auch einige sehr schöne lawinenarme Schneeschuhtouren.

Reinhard

Unsere Tour dauerte ja nicht gar so lange ...

Man kann sie auch ausweiten, indem man im Tal bei Altmühle startet. Über die Sprissleralm zum Prostkogel und von dort südlich zur Feistötz- und Pfarr Alm.
Ca. 820 hm und 15 km.

Allerdings kenne ich diese Variante nicht und ich bin mir auch nicht sicher, ob man hier ebenso ein sanft gewelltes Schneeschuhgelände vorfindet wie wir es gestern nördlich der Teufelsgasse hatten.

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MANAL

Da ich mich noch nicht ganz fit gefühlt habe und ich den schönen Tag doch irgendwie an der frischen Luft verbringen wollte habe ich spontan entschieden mich auf und in die Spuren von Reinhard zu begeben und bin auf den Prostkogel gestiegen.

Den Aufstieg bin ich anders gegangen und über Pfarr- und Feistötzalm aufgestiegen. Hier quert man nach der Pfarralm etwas steilere Hänge, aber alles unproblematisch, da der Weg gespurt war. Damit kann man eine schöne Runde über den Buckel drehen.

Parkplatz war kein Problem, es waren ein paar Autos da aber noch ausreichend freie Plätze. Unterwegs ist mir ein einziger Fußgänger begegnet, ansonsten habe ich niemand auf der restlichen Runde gesehen. An so einem schönen Tag wo die Straßen in die Berge alle voll waren ein Paradies für Einsamkeitsliebhaber.

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Aufstiegshang bei der Feistötzalm.

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tolle Aussicht vom Gipfel

Den Rückweg bin ich den Spuren von Reinhard gefolgt und den Buckel am Rücken entlang zurückgegangen. Hier oben hat es wirklich schönstes Schneeschuhgelände.

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Traumhaftes Schneeschuhgelände.

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Mitten am buckeligen Rücken unterwegs mit toller Aussicht nach Osten zu den Loferer Steinbergen. Links noch in der Sonne die Gipfelkuppe.

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Pünklich zum Sonnenuntergang geht es auf dem Fahrweg wieder runter.

Fazit:
Aussichtsreiche Tour auf einen unscheinbaren Buckel die man unternehmen kann wenn man keine Zeit für längeres hat oder nicht fit ist. Auch eine gute Tour für Schneeschuheinsteiger.

Danke an Reinhard für die Anregung zu dieser Tour!  #danke1#

eli

Servus beinand!

Reinhards und Manals schöne Schneetourenberichte haben in mir natürlich viele Erinnerungen wach gerufen. Eure Routen kenne ich, bin sie auch im Winter gegangen. So man Glück hat, wagt man sich bei passenden Schneeverhältnissen auch durch die Teufelsgasse. Hier ein paar Bilder dazu, die ich im Februar mal gegangen bin.
Bild a: Der westliche Zugang zur Felsgasse, noch ungespurt.

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Bild b : Im Gasserl ist man nicht lawinengefährdet.

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Bild c: Für meine Enkelkinder ( im Frühjahr ) war dieser geheimnisvolle Durchschlupf immer ein spannendes Abenteuer.

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Bild d : Das ist übrigens nicht der Deifi, sondern einer meiner guten Bergkameraden!

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Bild e: Hier der kurz versicherte Ostausgang, danach geht es dann auf bekannten Wegen weiter. Rundherum eine nette Wanderung mit grandiosen Kaiserblicken.

Hawedere

eli

eli

Servus beinand!

Der eli hat mal wieder das letzte Bild verbuxelt, hier folgt es, hoffe ich doch!  #hihi#

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Na hawedere

eli


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