Hochalm

Autor Thema: Nette Begegnung am Spitzstein

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Offline frank-windhagen

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Nette Begegnung am Spitzstein
« Antwort #0 am: Mi, 31. Mai 2006, 20:03 »
Vor zwei Wochen hatte ich eine nette Begegnung am Spitzstein. Nun möchte ich dieses "nette" Wesen wiedertreffen...,

Nein, vielmehr möchte ich wissen, wie sie heißt?

Sie ist schlank, sportlich, schlängelt sich voran und hat eine fast schwarze Hautfarbe mit einem wunderschönen Blaustich....

Seht selbst und lasst mich wissen, wer sie ist...

Gruß
Frank 

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Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Mi, 31. Mai 2006, 20:03 »
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Klaus D.

Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Mi, 31. Mai 2006, 21:03 »
Da hast du dir vermutlich eine melanistische Kreuzotter angelacht, man nennt sie auch Höllenotter. Die schwarzen Varianten sind im Gebirge gar nicht so selten.
Klaus

Offline Traudl

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Mi, 31. Mai 2006, 22:58 »
Dass die gar nicht so selten sind, kann ich nur bestätigen. mir sind letzte Woche auch 2 dieser netten Exemplare quasi über den Weg gelaufen. War schon ein spannendes Erlebnis  8)   Vor allem aufgrund Ihrer Größe bzw. Länge von gut 80 cm ist man/frau schon erst mal überrascht  :o
Traudl

Offline Brixentaler

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Do, 01. Jun 2006, 15:42 »
Nie gewusst, dass es auch schwarze Kreuzotter gibt und vor Allem, dass sie so groß werden! Die sind ja giftig für Menschen, oder?

Offline thomas_kufstein

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Do, 01. Jun 2006, 16:48 »
Kreuzottern sind tatsächlich giftig, aber eigentlich nicht besonders gefährlich für den Menschen.

Erstens sind denke ich Bisse sehr selten, da sich die Tiere meistens aus dem Staub machen. Zweitens ist das Gift für einen gesunden Erwachsenen glaube ich nicht tötlich. Man sollte aber natürlich einen Arzt aufsuchen, was einem nicht schwer fällt, da ich glaube dass die Bisse ziemlich schmerzhaft sind.

Kreuzottern sind übrigens lebendgebärend, was für Reptilien ungewöhlich ist. Normalerweise legen die ja Eier. Tatsächlich erfolgt die Entwicklung aber im Ei im Mutterleib, sodass dann lebende kleine Kreuzotterchen aus dem Weibchen rauskommen. Das ist eine Anpassung an ihren Lebensraum. Daa sie als eine der wenigen Schlangen auch in kälteren Gebieten vorkommt (in Norwegen sind die sehr häufig!!!), reicht die Tageswärme oft nicht aus die Eier auszubrüten. Deshalb ist die Entwicklungszeit sehr kurz und findet im Weibchen statt.

Ein toller Link zur Reptilienfauna in Österreich (und damit auch in Bayern) ist übrigens

http://www.herpetofauna.at/

wo alle Amphibien und Reptilien des Alpenraumen incl. Verbreitungskarte und sonstigen Hinweisen vorgestellt werden.

Servus,
Thomas

Offline Brixentaler

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Do, 01. Jun 2006, 17:03 »
Schöne Tiere eigentlich, hab' eine Kreuzotter aber noch nie geseh'n. Immer nur die Blindschleiche, die kann man auch (sanft und ruhig) aufheben, das würde ich bei so 'ner Kreuzotter nicht gleich probieren  ;).

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen eine "Natter" und eine "Otter"? Ich dachte auch immer, dass es "Kreuznatter" hieße, und nicht "Kreuzotter". Oder macht es nichts aus?

Schönes Bild übrigens, Frank  :).

Offline margret

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Do, 01. Jun 2006, 18:21 »
@ Brixentaler

Die Natter ist nicht giftig, die Otter schon.
So haben wir es zumindest in der Schule gelernt.

Servus aus Tirol

Offline Da Kolpe

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Do, 01. Jun 2006, 19:11 »
Hallo Ihr Schlangenbeschwörer.

 Die Kreuzotter, wie die hier gezeigte melanistische, hat ein Verbreitungsgebiet das sich bis zum Polarkreis erstreckt. Sie lebt in Biotopen mit hoher Luftfeuchtigkeit und ist bis in Höhen von bis zu 3000 m anzutreffen. Brixentaler, es gibt auch giftige Nattern, zB. Brillenschlange, div. Kobraarten,  usw. die sehr giftig sind, das Gift der Kreuzotter ist wie schon gesagt nicht sehr stark, nach einem Biss treten häufig Erbrechen, Durchfall und Blutdruckschwankungen auf.
 Allerdings unterscheidet sich das Gift der Vipera Berus in der Zusammensetzung nicht sonderlich von denen Tropischer Arten ( Ottern), zum Glück injeziert die Kreuzotter eher wenig Gift beim Biss. Für Kinder und geschwächte (Ältere) Menschen ist jedoch mit schwereren Symptomen zu rechnen( ebenso bei  - kleinen bis mittelgroßen -Tieren).
Nach einem Biss sollte man die Bissstelle nicht, wie verbreitet angenommen,mit dem Mund  Aussaugen, da sonst Gift in die Mundschleimhäute gelangen kann, ebenso nach einem Biss nicht laufen, da sonst das Gift schneller in den Blutkreislauf gelangt. Besser die verletzte Extremität tief halten auch nicht Abbinden, und auf einen Arzt warten. ;)

Grüße Kolpe

Offline Bernhard G.

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Do, 01. Jun 2006, 22:25 »
Jeder Schlangenbiß ist sehr unangenehm, auch wenn die Schlange ungiftig ist. Reptilien haben einen üblen Bakterienkoktail in ihrem Maul, so daß solche Bisse zu sehr schlecht heilenden Wunden führen.
Varane haben diesen Bakterienkoktail gar zu Waffe kultiviert, d.h. deren Biß kann zu tötlichen Infektionen führen.

Daher sollte man auch einen Ringelnatterbiß nicht unbehandelt lassen.

Herzliche Grüße,
Bernhard

Offline frank-windhagen

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Sa, 03. Jun 2006, 10:53 »
Ich habe zur Ergänzung auch mal eine norddeutsche Kreuzotter beigefügt....

Fazit der u.st. Antworten: Geniessen wir diese "netten" Begegnungen in einen respektvollen Abstand, so haben wir alle etwas davon....

Gruß
Frank

Offline rennschnecke

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Sa, 03. Jun 2006, 16:10 »
Hallo,

vielleicht darf ich eine Frage nachreichen:
Ringelnattern sind zwar angeblich ungiftig, ich habe aber gehört, dass sie sehr wohl zu den Giftschlangen zählen und nur die Giftwirkung beim Menschen vergleichbar mit einer Brennessel ist. Stimmt das so, oder hat man mir hier einen Bären (bzw. Schlange ;D) aufgebunden  ??? ???

Viele Grüße
rennschnecke

Offline Bernhard G.

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Sa, 03. Jun 2006, 18:45 »
Ja, das stimmt - ist auch bei wikipedia nachzulesen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ringelnatter

Offline thomas_kufstein

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: So, 04. Jun 2006, 10:07 »
Das mit dem giftigen Ringelnattern war mit neu!

Grundsätzlich gilt bei allen Reptilienbissen jedoch, dass sie unbedingt von einem Arzt behandelt werden müssen, weil alle Kriechtiere einen extremen Bakteriencocktail im Mund haben und die Wunden dadurch sehr schlecht heilen.
Am extremsten ist dieses Phänomen wohl bei den Waranen ausgeprägt, wo Bisse wohl extrem schlecht heilen und die gebissenen Opfer dann z. T. wegen stark infizierter Wunden sterben können.

Servus,
Thomas

Offline margret

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: So, 04. Jun 2006, 10:23 »
So eine nette Begegnung mit einer Kreuzotter  hatte ich letzten Sommer gleich zweimal an einem Tag.Eine
auf der Feldalm-Hochalm Richtung Stripsenkopf und dann unterhalb vom Feldberg Richtung Walchsee.
So eine Begegnung muss ich nicht immer haben.

Lg   Margret

Offline Vmagnat

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Re: Nette Begegnung am Spitzstein
« am: Mi, 15. Nov 2006, 20:57 »
Vor zwei Wochen hatte ich eine nette Begegnung am Spitzstein. Nun möchte ich dieses "nette" Wesen wiedertreffen...,

Nein, vielmehr möchte ich wissen, wie sie heißt?

Sie ist schlank, sportlich, schlängelt sich voran und hat eine fast schwarze Hautfarbe mit einem wunderschönen Blaustich....

Seht selbst und lasst mich wissen, wer sie ist...

Gruß
Frank 

Hab am Spitzstein bei der Aueralm schon öfters welche gesehen, mittlerweile suche ich schon ob ich eine finde. Eine schwarze habe ich noch nie gesehen. Wo hast die aufgegabelt?