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Autor Thema: 01.06.2020 große Hochgernreibn...geht auch abseits der Masse  (Gelesen 253 mal)

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Offline RaF

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Nachdem das Wetter für den Pfingstmontag ja die Krönung der Feiertage werden sollte, war mir klar, daß vermutlich überall die Hölle los sein wird. Und beim Losfahren wurden meine Befürchtungen bereits bestätigt...sah ich doch bei der Auffahrt auf die A8 eine lange Schlange an Autos sich von der Autobahn Richtung Schlierseer Berge und Seen runterstauen.
Na sauber - hoffentlich ist mein Go East erfolgreich.
Verkehrstechnisch noch entspannt war dann am Zielort Parkplatz an der Burg in Marquartstein aber erstmal ein riesen Gwurl sichtbar. Na danke...bisserl runter, bisserl rüber...paar Höhen- und mehr Streckenmeter extra aber dafür top Parkplatz abseits des Chaos und gemütliches Loswandern mit nur kurzem "Fernblick" auf den Wahnsinn. Den oberhalb der Burg ging es dann für mich schnell Richtung Schnappenlahner. Schöner Steig und kann mir aber oben bei widrigen Bedingungen auch schon die Gefährlichkeit etwas vorstellen...anyways an der FotoWebcam dann die erste kleine Rast in schöner Ruh :).  Am Schnappenkircherl dann ein erster Auflauf...war aber nicht anders zu erwarten...deshalb da gar nicht lang gefackelt sondern los und übern Schnappen weiter und in die Abzweigung zur Luchsfallwand/Madonna. Ab da dann für sehr lange Zeit in absoluter Einsamkeit der Madonna aufn Kopf gestiegen, den Luchsfallwandl-Gipfel besichtigt und dann im abseitigen Geländeansatz plus hin- und-wieder Spuren hoch auf die Luchsfallwand selber.
Von dort dann auf dem Grat weiterentlang auf die Wiesn oberhalb der Staudacher und nochmals tief durchgeschnauft im saukaltn Wind um den Gipfelsturm auf den Hochlerch durchzuführen. Dabei dann das erste Mal wieder menschlicher Kontakt, aber alles sehr sehr im Rahmen, oben auf dem "Gipfel" waren wir dann auch nur zu Fünft.
Von dort dann etwas "Kopf" aufgrund des Mixes der schrägen Platte plus Schuhen voller Baz...aber zu guter Letzt fand ich eine etwas kletterlastigere aber für mich angenehmere Alternativroute und stand deshalb kurz darauf auch auf dem Zwölferspitz (allein ;) ).
Da beim Blick auf den Hochgern das Gewusel auch nicht so besonders groß erschien, nahm ich den auch gleich noch mit. Und auch hier war zwar bisserl was los aber letztendlich vermutlich für einen der doch bekannteren Berge auch nicht außergewöhnlich viel. Oben den Blick genoßen und dann die Qual der Wahl: via Staudinger oder via Hochgernhaus?
Irgendwie hatt ich so eine Idee von einem potentiellen Russn und bin deshalb erstmal rüber zum Hochgernhaus...wo es zwar auch nicht wirklich voll war, mir dann aber trotzdem zvui.
Also weiter hauptsächlich auf nicht ganz so spannender Forststraße ( das mit dem Predigtstuhl-Pfad auf der Karte hatt ich verpennt ) bis zum Roßkopf und ab dort dann über amüsante kleine Pfade runter. Und schau genau...manches endet wirklich einfach im Nirgendwo ;). Zum Abschluß noch einen kurzen Forstweghatscher und wieder passieren oberhalb des nun doch recht geleerten Hochgernparkplatzes zurück zu meinem ruhigen Platzerl.

Zeigt sich - mit der richtigen Tourplanung sowie der Bereitschaft zu etwas Extra, wird auch an aktuellen Chaostagen noch so mancher Berg zu einer ungeahnt stillen und angenehmen Runde. Und den Hochgern hatte ich bis dato zugegebenermaßen unterschätzt...diese kleinen Steigerl machen echt Spass, auch wenn die Gipfel der Luchsfallwand nicht unbedingt nach Wiederholung schreien ;)

roBerge.de

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« am: 02.06.2020, 16:22 »