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Autor Thema: AUSSTELLUNG "GRÜN KAPUTT " in Holzkirchen  (Gelesen 178 mal)

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Offline almrausch

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AUSSTELLUNG "GRÜN KAPUTT " in Holzkirchen
« am: 11.05.2020, 20:43 »
Sollte nun möglich sein, ist ja noch etwas hin. Das Thema liegt mir sehr am Herzen.
Im ATRIUM-Gesundheitszentrum, Münchener Str. 56a. Eröffnung: 18.07., 10 Uhr mit Hans Urban, MdL.
18.07.2020 10:00 - 27.08.2020 19:00
Ist die Heimat noch zu retten?
Haben wir das Gefühl, uns geht die Heimat verloren, oder verlieren wir sie wirklich?
Noch nie haben wir als Gesellschaft so intensiv über Artenschwund und Verlust von Lebensräumen gesprochen wie jetzt. Bestimmt ist das auch eine Folge der vergangenen Volksbegehren „Betonflut eindämmen“ und „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“. Und
eine Folge von Fakten, vor denen sich nicht länger die Augen verschließen lassen.
Dieter Wieland, Rüdiger Disko und Peter M. Bode haben schon vor mehr als 35 Jahren versucht wachzurütteln und uns zum Nachdenken darüber zu bringen, was wir aus unserer Heimat machen. „Grün kaputt“ ist heute Kult. Doch was hat es gebracht? Was hat es gebracht, dass viele Tausend Menschen in den 1980er Jahren die Ausstellung besucht, dass noch mehr Menschen Wielands Dokumentarfilme gesehen, sie Flächenfraß
und Umweltzerstörung angeprangert haben?
Die Antwort ist leider unbefriedigend: Wenig hat es gebracht. Der Flächenverbrauch ist noch immer ungebrochen, die Lösung für Verkehrsprobleme ist noch
immer die Umgehungsstraße oder der Ausbau von Straßen. In der Landwirtschaft wird zuvorderst noch immer Fläche statt Umweltleistung subventioniert. Beim Siedlungsbau dominiert noch immer die Neubausiedlung nicht die Nachverdichtung.

Grün kaputt“ ist einer seiner aufsehenerregendsten Beiträge. Zur Erstausstrahlung 1983 schrieb Dieter Wieland: „Ein Kahlschlag geht durchs Land. Aber es sind nicht nur die großen, auffälligen Aktionen wie Startbahn West oder Rhein-Main-Donau-Kanal, die das Grün in Deutschland dezimieren. Viel schreckender und folgenschwerer sind die tagtäglichen privaten Abholzungen mit der Motorsäge, die in der freien Landschaft kaum noch Flurgehölze oder Hecken, Streuobstanlagen, Einzelbäume oder Alleen übrig gelassen haben. Wir kennen kaum noch Bäume in der freien Flur. Noch nie standen Bauernhöfe und Dörfer so nackt und kahl in der Landschaft. Genauso erbarmungslos gehen Gartenbesitzer und Eigenheimbauer gegen jeden alten Baumbestand vor. Aus Angst vor Herbstlaub, Fallobst und vor Schatten sind in den letzten Jahren fast nur noch kniehohe Krüppelkoniferen gepflanzt worden - pflegeleicht, aber unfruchtbar und völlig wertlos als ökologische Basis für ein Tier- und Vogelleben und zur Verbesserung von Luft und Klima in unserem Wohnbereich. Es ist nicht damit getan, von der Industrie Maßnahmen gegen den Ausstoß von Schwefel zu fordern. In dieser Krise der Natur ist jeder Einzelne zum Handeln aufgerufen."

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« am: 11.05.2020, 20:43 »