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Autor Thema: Advent 2019 - Woche 3  (Gelesen 1783 mal)

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Offline berglerin

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #40 am: 17.12.2019, 17:45 »
Wer auch immer die Idee für den diesjährigen Adventskalender hatte, dem möchte ich ein Kompliment aussprechen!
Dank der Aufgaben sind die Beiträge sehr interessant und informativ.
Euch allen einen gemütlichen Adventsabend!
 #kerze#

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« Antwort #40 am: 17.12.2019, 17:45 »

Offline BFklaus

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #41 am: 17.12.2019, 18:00 »
Ich tippe dann mal auf Anderl Heckmair:


Absolut korrekt!
Als Belohnung drücke ich dir die Daumen, damit du die Schneeschuhe gewinnst  #hihi#
Einen kleinen Standortvorteil hattest du natürlich schon: Der Papa von Anderl Heckmair stammte nämlich aus Bad Aibling, wo seine Famile über Generationen eine Gärtnerei besaß.

Das turbulente Leben des Anderl Heckmair kann man in dem wirklich interessanten Buch "Eigernordwand, Grandes Jorasses und andere Abenteuer" nachlesen:
 
Eigernordwand-Grandes-Jorasses-und-andere-Abenteuer.jpg

Online almrausch

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #42 am: 17.12.2019, 20:16 »
Marie von Bayern: die erste bayrische Bergsteigerin #mountain#. Da die normale Kleidung fürs Bergsteigen vollkommen ungeeignet war,  entwarf einfach selbst ein Bergoutfit. Das bestand aus einer Lodenhose und einem kurzen Lodenkleid–. Ein Skandal ! Marie wurde eine richtige Pionierin des Bergsteigens. Mehrere Berge von Schwangau bis nach Berchtesgaden verdanken ihr ihre Gipfelkreuze. Auch die Besteigung der Zugspitze stand auf dem Plan der ehrgeizigen Marie. Allerdings verbot ihr der König diese Tour.  Heute undenkbar !
https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/geschichte/marie-von-bayern-koenigin100.html
Almrausch

Offline kogo

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #43 am: 17.12.2019, 22:21 »
Marie von Bayern: die erste bayrische Bergsteigerin #mountain#. Da die normale Kleidung fürs Bergsteigen [

Guckst du etwas weiter vorne. Sogar mit Bild!  #sleep# :)
Die erste bayrische Bergsteigerin

Offline geroldh

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #44 am: 17.12.2019, 22:33 »
Mehr noch als sein Vorbild, der hier bereits genannte Reinhard Karl, hat Wolfgang Güllich das Klettern revolutioniert. ...

Ah ja, in dem Film ist bei 3:40 Min. der Reinhard Karl kurz zu sehen, dann aber wird Kurt Albert einer der Hauptprotagonisten - auch ein berühmter Bergler !  #mountain#
Tja, bei 7:20 Min. klettert er mit Jeans und Sandalen (Teva’s?) einfach mal so einen 5- Riss hinauf...  8)

Und doch leider auch bei ihm viele Jahre später der tragische Umstand, dass es "Banalitäten" wie z.B. Ablenkung sind, die dann zu seinem Unfalltod geführt haben...
Kurt Alberts verhängnisvolle Fehler (20.11.2010)

Offline geroldh

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #45 am: 17.12.2019, 23:25 »
#mountain# + 8) = #respekt#   Ein "berühmter Bergler" - Keine Frage !  Der Andreas Josef Holzer ...

Zitat von: BR Fernsehen
Andy Holzer hat die höchsten Gipfel aller Kontinente erklommen. 2017 steht er auf dem Mount Everest. Im dritten Anlauf. Eine grandiose Leistung für einen Mann, der ohne seine Frau nicht einmal einkaufen gehen kann.

Andy Holzer: Blind auf die Gipfel der Welt (6 Min. / online bis 02.07.2020)

Der blinde Bergsteiger Andy Holzer (58 Min. / verfügbar bis 30.08.2021)

Und dann das: Unfall im eigenen Garten: Andy Holzer verletzt sich schwer (28.01.2019)

Offline Kalapatar

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #46 am: 18.12.2019, 09:46 »
Jon Krakauer

Krakauer arbeitet für die Zeitschrift „Outside“. Bekannt wurde er durch seinen Tatsachenbericht „In eisigen Höhen“, der vom Unglück am Everest 1996 handelt. Er nahm damals in Rob Halls Team teil. Zwei kommerziell geführte Expeditionen gerieten in ein heftiges Unwetter. Mehrere Mitglieder starben infolge Sauerstoffmangels, Entkräftung, Erfrierungen und Abstürzen.
In der Solo Khumbu Region kommt man zwischen Lobuche und Pangboche an mehreren kleinen aufgebauten Grabhügeln vorbei die an das damalige Unglück erinnern. Und auch heute noch, wenn ich diese irrsinnigen Massen sehe, die sich wie eine Ameisenkette vom Basislager bis zum Gipfel Everest rauf bewegen, muss ich oft an diesen Ort denken.

Viele Grüße, Kalapatar

Offline Kalapatar

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #47 am: 18.12.2019, 10:21 »
John Tyndall

Der Ire John Tyndall wurde 1820 geboren und war eigentlich Naturwissenschaftler. Der Tyndall Effekt ist nach ihm benannt. Er ist aber auch in der Bergsteigerszene keine Unbekannter: Zusammen mit Edward Whymper und Jean-Antoine Carrel versuchte er mehrmals das, damals als unbesteigbar geltende, Matterhorn zu erklimmen. Mit Joseph Benet und Uli Wenger schaffte er 1861 die Erstbesteigung des benachbarten Weisshorns über den Ostgrat, den heutigen Normalweg.

Viele Grüße, Kalapatar

Offline geroldh

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #48 am: 18.12.2019, 21:05 »
#mountain#  Und wen haben wir bisher noch nicht? - Es gibt da noch einige "berühmte Bergler"...

Joe Simpson zum Beispiel, der sein Erlebnis "Sturz ins Leere" in ein Buch niedergeschrieben hat:
Zitat von: Piper-Verlag
Zu diesem Buch:
Im Mai 1985 machten sich die beiden Bergsteiger Joe Simpson und Simon Yates auf, um den 6400 Meter hohen Andengipfel Siula Grande zu erreichen - über die bisher unbezwungene Westwand. Beim riskanten Abstieg stürzt Joe Simpson ab und zerschmettert sich das rechte Knie. Simon kann seinen Partner zunächst noch ein Stück abseilen. Doch dann rutscht Joe über einen Eisabsturz und hängt hilflos am Seil. Simon spürt, wie er unaufhaltsam von seinem Standort gezogen wird. Um sein eigenes Leben zu retten, zerschneidet er das Seil, an dem der verletzte Freund hängt... Wie durch ein Wunder überlebt Joe den Sturz. Drei Tage dauert seine qualvolle Rückkehr ins Basislager. Ein Kampf auf Leben und Tod, gegen Hunger, Durst, Schmerzen und Gefahren. ...

Wer das Buch, 1989 auf Deutsch veröffentlicht, gelesen hat, wird sich daran erinnern, dass Joe völlig entkräftet gerade noch das Basislager kriechend erreicht hat - als dieses unmittelbar vor der Räumung war, weil einfach niemand mehr an seine Rückkehr geglaubt hatte...
Ein Erlebnis, dass man nicht mal seinen ungeliebten Zeitgenossen wünschen mag...
... und wie geschaffen für eine Verfilmung - hier als Dokudrama aus dem Jahr 2003.

Offline geroldh

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #49 am: 18.12.2019, 21:45 »
#mountain#  ... seine Bücher bisher noch nicht gelesen - aber vor einigen Jahren mal eine interessante TV-Doku über seine Arbeit und Leben gesehen.

Kurt Diemberger's "Aufbruch ins Ungewisse" wartet also noch auf meine Entdeckung:
Zitat von: Piper-Verlag
Zu diesem Buch:
Er ist der einzige lebende Bergsteiger, der zwei Achttausender als erster und ohne künstlichen Sauerstoff bestiegen hat - den Broad Peak und den Dhaulagiri. Noch mit vierundfünfzig Jahren war der "Kameramann der Achttausender" auf dem K2. Als Bergsteigerlegende ist Kurt Diemberger Vorbild für viele. Mit sechzehn Jahren hat er als Kristallsucher mit dem Bergsteigen begonnen und ist sein ganzes Leben lang immer wieder ins Ungewisse aufgebrochen, ob auf die höchsten Gipfel, in die Bergwüste des Shaksgam, das Hochland von Tibet oder die Urwälder Südamerikas. Nicht allein die Schönheit und Wildheit der Natur, auch die Menschen, die dort leben, ziehen ihn magisch an. An der Chogolisa ist er 1957 der letzte, der Hermann Buhl lebend sieht; 1986 verliert er am K2 seine Berggefährtin Julie Tullis. ...

Kurt Diemberger - Bergsteiger, Pionier, Legende: Teil 1 von 2 / Teil 2 von 2

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Offline bergsepp

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #50 am: 19.12.2019, 14:29 »
Anton Karg

Er lebte von 1835 bis 1919.
Anton Karg war Verwalter des Städtischen Armenfonds in Kufstein und von 1866 an Mitglied im Bürgerausschuss der Stadt. In diesem Jahr gründete er auch den Kufsteiner Turnverein, aus dem die von ihm zwölf Jahre lang geführte Freiwillige Feuerwehr hervorging. Von 1878 bis 1882 war er Erster Bürgermeister von Kufstein.

Als begeisterter Bergsteiger im Kaisergebirge gründete Karg 1877 die Alpenvereinssektion Kufstein ( damals Sektion Unterinntal ), war ab 1884 deren stellvertretender Vorstandsvorsitzender, ab 1888 zusätzlich ihr Hüttenwart und von 1900 bis 1919 schließlich Vorsitzender. In seine Vorstandszeit fielen die Anlage der zentralen Wanderwege zum Stripsenjochhaus und zur - später nach ihm benannten - Berghütte Hinterbärenbad sowie der Wiederaufbau dieser Hütte nach einem Brand im Jahr 1899.
Auch als Fotograf und Sagensammler vom Kaisergebirge machte er sich einen Namen.
Quelle: Wikipedia

Gruß, bergsepp

Offline Kalapatar

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #51 am: 19.12.2019, 15:47 »
Heinz Zak

Er wurde 1958 in Wörgl geboren und hängte schon bald seinen Lehrerberuf an den Nagel um nur noch seiner Leidenschaft des Kletterns und der Bergfotografie nachzugehen. Unter anderem machte er am El Capitan die Standfotos für die Huber Buam bei dem Film „Am Limit“. Sein Lieblingsgebirge in den Alpen ist aber das Karwendel. Die Wirtin der Pfeishütte erzählte mal, dass er beim Fotografieren biwakieren musste, weil extremer Nebel aufkam. Er fand nicht zurück und baute so immer wieder kleine Steinmännchen und behielt diese im Auge um sich nicht zu verlaufen. Am nächsten Tag fand man die dann, abseits des Weges.

Viele Grüße, Kalapatar

Offline Kalapatar

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #52 am: 19.12.2019, 15:48 »
Bernd Römmelt

Bernd Römmelt wurde 1968 in München geboren. Seit 2001 arbeitet er als freiberuflicher Fotograf und Reisejournalist. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist der hohe Norden. Der bekannte Autor veröffentlichte bereits 30 Bildbände. Einige seiner Bilder wurden beim wichtigsten und prestigeträchtigsten Naturfotowettbewerb der Welt, dem Wildlife Photographer of the Year, ausgezeichnet.
Ich habe einen Bildband von ihm über die Allgäuer Alpen. Und wenn ich meine Bilder aus dem Tannheimer Tal da vergleiche muss ich mich hinten anstellen.

Viele Grüße, Kalapatar

Offline geroldh

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #53 am: 19.12.2019, 20:15 »
#mountain#  Machen wir einen kleinen Bogen zurück zum Beginn dieser Adventswoche:
Die große klettersportliche (ab III. Grad) Erschließung des Kaisergebirges fand überwiegend in den Jahren um die Jahrhundertwende 1886-1914 statt. Mit dabei waren viele "Haudegen", deren Namen Einzug in verschiedenste Kaiserrouten gefunden haben. Einer unter ihnen war der Franz Nieberl.

Zitat von: Horst Höfler
Franz Nieberl war als gebürtiger Würzburger zwar nur Wahl-Kufsteiner, als solcher jedoch dem Kaisergebirge verbunden wie kaum ein anderer. Der "Kaiserpapst", wie man Nieberl teils respektvoll, teils ein bißchen ironisch nannte, galt als sehr guter Kletterer. Er ging noch am Seil Hans Dülfers - und hat diesen um 54 Jahre überlebt. Franz Nieberl, von Beruf Zollbeamter, schrieb zahlreiche Bücher, unter anderem das berühmte Lehrbuch "Das Klettern im Fels", und bearbeitete über Jahrzehnte hinweg den Alpenvereinsführer Kaisergebirge. Nieberl, der Josef Ostler als seinen alpinen Lehrmeister bezeichnete, starb 1968 dreiundneunzigjährig in Kufstein.
Entnommen aus:  Horst Höfler - Kaisergebirge - Rosenheimer Verlagshaus - 1991 - S. 84

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Offline geroldh

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #54 am: 19.12.2019, 22:33 »
#mountain#  Welche Menschen wir als "berühmte Bergler" empfinden, hängt m.E. zu einem großen Teil auch von unserer bzw. deren Nationalität ab. Oft genug erhalten sie nur einen ausreichenden Bekanntheitsgrad im eigenen Land (und ggfs. noch in Anrainerstaaten), international wird es schon schwieriger und ist u.U. verstärkt "szeneabhängig".
Obwohl die britischen Bergsteiger bei der Erkundung der Alpen (und des Himalayas) in einer Pionierrolle waren, sind mir nur wenige (britische) Namen wirklich geläufig. So brachte mich auch erst das Blättern in einem Buch auf Doug Scott, dessen Vorwort für das Buch mir (partiell) recht gut gefällt:

Zitat von: Doug Scott
Vorwort
Warum steigen Menschen auf Berge? Was mich betrifft, lautet die einfache Antwort: weil ich sonst unausstehlich bin. Ich könnte auch sagen, daß mir die Kletterei im Blut liegt. Vor etwa 200 000 Jahren tauchte der Homo sapiens auf dieser Erde auf und begann, sich in kleinen Gruppen gegenseitig beim Jagen und Sammeln zu helfen. Das hat sich erst in den letzten paar tausend Jahren mit der Urbanisierung der Familie geändert.
Das wichtigste Charakteristikum der langen Periode davor bestand darin, daß unsere Vorfahren mit Ungewißheiten und Gefahren zurechtkommen mußten. Um in jenen harten Teiten zu überleben, mußten sie findig, phantasievoll, experimentierfreudig und kooperativ sein.
Was da passierte, das war nicht – wie man Darwin gerne in den Mund legt – the survival of the fittest. Vielmehr überlebten die sozialsten unter unseren Ahnen. ...
Während des Bergsteigens läßt man ja nicht nur jeglichen materiellen Besitz zurück, der nicht unbedingt lebensnotwendig ist, sondern wirft auch jeden überflüssigen Gedanken ab, wenn man sich ausschließlich, Stunde für Stunde, Tag für Tag, auf den nächsten Schritt konzentrieren muß.
...
Entnommen aus:  Christine Gee, u.a. - Auf dem Gipfel - Gedanken vom höchsten Punkt der Erde - Piper-Verlag - 2004 - S. 7

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Offline bergsepp

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #55 am: 20.12.2019, 14:26 »
Hans Ertl ( 1908 - 2000 )

Hans Ertl verbrachte sein Kindheit und Jugend in Urschalling am Chiemsee.

Als Bergsteiger wurde er zu Beginn der 1930er Jahre durch die Erstbegehungen der Nordwände der Königspitze (5. Sept. 1930 mit Hans Brehm) und des Ortlers (22.Juni 1931 mit Franz Schmid) bekannt. Beide Wege tragen heute den Namen Ertlweg, insbesondere die Nordwand des Ortlers zählt noch immer zu den schwierigsten Eiswänden der Ostalpen. 1934 nahm er an der von Günter Oskar Dyrenfurth geleiteten Internationalen Himalaya Expedition ins Karakorum teil. Ertl gelang dabei mit Albert Höcht am 12. Aug. die Erstbesteigung des 7422 Meter hohen Sia Kangri.

1953 wurde Ertl Teilnehmer der von Karl Herrligkoffer geleiteten Willy-Merkel-Gedächtnis-Expedition, die sich die Erstbesteigung des Achttausenders Nanga Parbat zum Ziel gesetzt hatte. Er begleitete Hermann Buhl bis zum letzten Hochlager in 6900 m Höhe, von wo aus diesem dann der Gipfelerfolg glückte.
(Wikipedia)

Gruß, bergsepp

Offline bergsepp

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #56 am: 20.12.2019, 14:46 »
Und Hettie Dyhrenfurth

Sie stellte 1934 mit der Besteigung des Westgipfel des Sia Kangri (7315 m) einen Höhenweltrekord für Frauen auf, der 20 Jahre lang Bestand hatte.
Für ihre Himalaya-Expeditionen in den Jahren 1930 und 1934 wurde sie zusammen mit ihrem Mann Günter Oskar Dyhrenfurth, im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin mit dem Olympischen Bergsteigerpreis Prix olympique d`alpinisme ausgezeichnet.
(Wikipedia)

Offline Martl

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #57 am: 20.12.2019, 15:03 »
Reinhold Messner

ist sicher auch kein Unbekannter ;)
Er hat eine Bergsteiger-Epoche geprägt, mit vielen Erstbesteigungen und Rekorden.
Da braucht man sonst eigentlich nicht viel Schreiben, wohl fast jeder kennt seine Geschichten, Bücher, Interviews, Talkshow-Auftritte, Verfilmungen oder Vorträge.
Auch in der Politik hat er sich ja engagiert...

Gruß
Martl

Offline Reinhard

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #58 am: 20.12.2019, 16:13 »
Endspurt! Nurn noch ein paar Stunden, dann ist die Chance für dieses Jahr vorbei ...

Offline RaF

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Re: Advent 2019 - Woche 3
« Antwort #59 am: 20.12.2019, 16:20 »
#mountain#  Welche Menschen wir als "berühmte Bergler" empfinden, hängt m.E. zu einem großen Teil auch von unserer bzw. deren Nationalität ab. Oft genug erhalten sie nur einen ausreichenden Bekanntheitsgrad im eigenen Land (und ggfs. noch in Anrainerstaaten), international wird es schon schwieriger und ist u.U. verstärkt "szeneabhängig".

Da hat er wohl absolut recht und deshalb fällt mir gerade auch noch jemand ein, der viel bewegt hat aber bei uns im Norden recht unbekannt sein dürfte: Julius Kugy
Slowenischer Schriftsteller, Alpinist und Botanist hat er sehr große Teile der Julischen Alpen bestiegen (viel im Klettermodus, über 50 Erstbegehungen ) und auch beschrieben. Eigentlich ein Humanist und Pazifist wurde er dann in den Strudel des WW1 gezogen und hatte dort als Soldat auch sehr viel im Gebirgskrieg mit seiner Erfahrung beigetragen. Ich müsste daheim nachschauen, aber in manchen WW1 Büchern waren da sehr beeindruckende Geschichten von (Erst)Durchstieg einer Wand im Dunkeln ( da ja sonst die anderen ihn entdeckt und erschoßen hätten währenddessen ) und ähnlichem.
Nach dem Krieg kümmerte er sich nur mehr um die Schriftstellerei, tja bis der nächste Krieg ihn dann auf die Seite der Partisanen brachte und auf der er dann 1944 in Triest auch starb ( die genauen Umstände sind mir gerade nicht bekannt ).

Wer sich in den julischen Alpen oder den Bergen rund um den Wischberg bewegt, wird aber sicher immer wieder über seinen Namen stolpern - von daher ist er in gewissem Sinne unsterblich geworden.