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Autor Thema: Lawinenunfall Schützkogel  (Gelesen 2439 mal)

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gerhardW

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Lawinenunfall Schützkogel
« am: 04.02.2006, 19:06 »
Liebe RoBergler,
Ende Januar (?) war ein Lawinenunfall am Schützkogel in den Kitzbühler Alpen. Hat jemand darüber detailierte Informationen oder weiß, wo man die finden kann? Bisher habe ich nur eine eher magere ORF-Meldung gefunden. ???
Gruß,
Gherard

roBerge.de

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« am: 04.02.2006, 19:06 »

Offline Traudl

  • roBergler
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  • Geschlecht: Weiblich
Re: Lawinenunfall Schützkogel
« Antwort #1 am: 04.02.2006, 21:45 »
Hallo Gherard,

habe auch von diesem Unfall gehört. Hier ein Auszug von den Salzburger Nachrichten:

"Trauer um Alpinisten nach Tod in Lawine
31. Jänner 2006
Anifer Bergführer wurde in Tirol von einem Schneebrett mitgerissen
jochberg, anif (SN-chr). Im Salzburger Alpenverein herrscht nach dem Tod von Hermann Wahlhäuser Trauer um den Bergkollegen. Der 43-Jährige war am Samstag bei einem Lawinenabgang auf dem Schützkogel in Tirol ums Leben gekommen.

Der deutsche Staatsbürger, der in Anif bei Salzburg lebte, hatte eine Gruppe von fünf Tourengehern im Gemeindegebiet von Jochberg angeführt. Gegen 12.30 Uhr löste sich ein 180 mal 300 Meter großes Schneebrett auf einem westseitig gelegenen Steilhang. Die Wintersportler wurden mitgerissen. Erst nach 200 Metern kam die Lawine zum Stehen. Die fünf Begleiter des Opfers konnten sich selbst befreien. Der Anifer wurde jedoch eineinhalb Meter tief unter den harten Schneeschollen begraben.

Zwar versuchten die Bergkollegen den Verschütteten zu bergen. Doch die Hilfe kam zu spät. Der Anifer hatte keine Atemhöhle unter dem Schnee und war erstickt. Der Rettungshubschrauber des Innenministeriums brachte die Leiche nach Kitzbühel, wo der Sprengelarzt den Tod feststellte.

Vereinskollege und Freund Christian Aigner zeigte sich am Montag bestürzt über das Unglück: "Ich habe eigentlich vorgehabt, ebenfalls an dieser Tour teilzunehmen. Das macht einen schon nachdenklich." Das Opfer habe immer moderne Schutzausrüstung bei sich gehabt, wie sie beim Alpenverein vorgeschrieben sei. "Wir haben uns gut gekannt und ich kann sagen: Er war ein erfahrener Alpinist. Er ist immer mit Signalgerät unterwegs gewesen."

Wahlhäuser war seit Jahren beim Alpenverein als ehrenamtlicher Mitarbeiter tätig. Der 43-Jährige hatte sich auf das Führen von Skitouren spezialisiert und eine entsprechende Ausbildung absolviert. Er hinterlässt eine Lebensgefährtin in Salzburg.


© SN.