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Vorderskopf

Der Gipfel mit dem Fußballfeld

Dieser (Fast-)Geheimtipp wird hauptsächlich von Einheimischen frequentiert. Man sieht es auch an den wenigen Eintragungen im Gipfelbuch. Ein Grund dürfte sein, dass der Weg nicht offiziell beschildert ist. Nur einmal im unteren Bereich existiert ein altes Holzschild, ansonsten fehlen gänzlich weitere Schilder und Markierungen. Trotzdem dürfte er schon vielen Wanderern von unten bekannt sein: Es ist der vom Rißtal aus steil und wuchtig aufragende Berg zwischen Vorder- und Hinterriß, der auf den ersten Blick keinen normal aufragenden Gipfel hat, denn der Gipfelbereich erscheint wie von Riesenhand waagrecht abgeschnitten. Wer auf der höchsten Stelle dieses Berges seht, kann dem nur zustimmen: Das waagrechte Gipfelplateau hat die Größe eines Fußballfeldes. Das bringt natürlich den Vorteil mit sich, daß, wenn einmal doch mehrere Bergsteiger den Vorderskopf erklommen haben, ein ruhiges Platzerl für jeden zu finden ist.


Blick vom Schafreuter auf den Vorderskopf mit seinem abgeflachten Gipfel

Blick vom Schafreuter auf den Vorderskopf mit seinem abgeflachten Gipfel

Der Gipfel des Vorderskopf mit Blick auf den Rissbach

Der Gipfel des Vorderskopf mit Blick auf den Rissbach


Kurzinfo:

Region:
Karwendel
Tourenart:
Bergtour
Erreichte Gipfel:
Vorderskopf 1858 m
Dauer:
Oswaldhütte/Weitgriesalm - Jagdhütte 1 Std 45 Min.
Jagdhütte - Vorderskopf 1 Std. 30 Min.
Aufstieg insgesamt: 3 - 3 Std. 30 Min
Abstieg wie Aufstieg: knappe 2 Std.
Abstieg über die Forststraße: 2 - 2,5 Std.
Beste Jahreszeit:
sogar als Schneeschuhtour im Winter möglich
Wegzustand:
Die Wege sind teilweise naß und schmierig'
Touristinfo:
Lenggries

Anforderung:

Höhenunterschied:
980 m
Streckenlänge:
7 km
Schwierigkeit:
(mittel)
Meist sehr steile Bergsteige und gelegentlich Wiesenwege, besonders die letzten 45 Minuten vor dem Gipfelplateau sind extrem steil. Trittsicherheit und gute Kondition sind erforderlich, Stöcke sind hilfreich.
Der Weg kann, insbesonderes nach feuchtem Wetter, recht rutschig und batzig sein, deshalb nicht bei Nässe.
Orientierung: Der Weg ist immer gut erkennbar, aber bis auf den Beginn des Bergsteiges fehlen jegliche Markierungen, deshalb Orientierungsprobleme bei Schnee, außer der Weg ist durch Trittspuren erkennbar.
Hunde:
für Hunde geeignet

Start:


Parkplatz Kaiserhütte (Weitgries-Alm) bei der Talstation des Materiallifts Tölzer Hütte 885 m

GPS-Wegpunkt:
N47 29.935 E11 27.466 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der bayerischen Oberlandbahn von München nach Lenggries. Von dort fährt im Sommer ein Bergsteigerbus mehrmals täglich in die "Eng". Der Bus hält an allen wichtigen Startpunkten für den Aufstieg. Für den Vorderskopüf steigt man an der Haltestelle Kaiserhütte aus.

Mit dem Pkw:
Von München über Wolfratshausen und Bad Tölz nach Vorderriß. Von Garmisch-Partenkirchen über die Mautstraße von Wallgau nach Vorderriß. Aus dem Tiroler Inntal (Innsbruck) über den Achensee.
Von Lenggries aus kommend über den Sylvensteinspeicher Richtung Vorderriß. Der Parkplatz befindet sich an der linken Seite der Straße zwischen Vorderriß und Hinterriß. Die Talstation des Materialliftes ist schon von größerer Entfernung aus erkennbar.

  • Ab Rosenheim: 90 Km / 1:20 Std
  • Ab München: 85 Km / 1:10 Std
  • Ab Bad Tölz: 40 Km / 0:35 Std
  • Ab Salzburg: 170 Km / 2:00 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Parkplatz Kaiserhütte (Weitgries-Alm) bei der Talstation des Materiallifts Tölzer Hütte

Aufstieg:

Am Parkplatz überqueren wir sofort die Straße und wandern ca. 200 Meter so nahe wie möglich am Rißbach nach Süden, also in Richtung Hinterriß. Dabei bleiben wir möglichst nicht auf der Straße, wechseln, sondern sobald es geht, auf die Trittspuren direkt am Bach entlang. Die Holzbrücke, die uns kurz darauf über den Rißbach führt, ist von oben nicht zu sehen. Nach der Brücke halten wir uns links und gehen ca. 10 Minuten weiter, zuerst flach und zum Schluss hin etwas ansteigend. Auf der höchsten Stelle biegen wir rechts in einen Karrenweg ein und verlassen diesen aber wieder nach wenigen Metern. Hier weisen ein orangefarbener Farbtupfen sowie ein heruntergekommenes Schild hinauf zum Vorderkopf . Mehr Hinweise gibt es nicht, die üblichen gelben Schilder fehlen völlig. Haben wir diese Stelle erreicht, dann wird die Orientierung wieder leichter, da der Weg gut erkennbar ist.
 
Wir folgen nun dem Jagdsteig (die ersten 50 Minuten sind  recht steil), bis wir nach einer guten Stunde auf einer Höhe von 1350 m eine Forststraße queren. Wir bleiben auf dem Steig und passieren nach einer weiteren 180 Höhenmetern (25 Minuten) eine unbewirtschaftete Hütte, die wir für eine kurze Pause nutzen (schöne Sicht auf die Östliche Karwendelspitze). Die nächsten Minuten bleibt unser Weg waagrecht und wir erreichen eine steile Wiese, auf der es wiederum schweißtreibend und sehr steil nach oben geht. Im oberen Bereich stehen zur Orientierung ein paar Steinmandl. Nach wenigen Minuten stehen wir auf einem Sattel.
 
Ab hier haben wir den steilsten Teil des gesamten Aufstiegs vor uns. Wir wenden uns rechts (nach Norden) und folgen immer den Wegspuren. Sie führen uns zuerst durch einen lichten Wald und später durch Latschen bis an den Rand des Gipfelplateaus. Das kleine Gipfelkreuz finden wir am nordöstlichen Rand der Gipfelwiese. Die Aussicht ist genial; Rißtal, Schafreuter, Rofan mit den drei Unnützen, Bayerische Voralpen, die umliegenden Karwendelspitzen usw.
 
 
Abstiegsvariante 1:
 
Wie Aufstieg.
 
 
Abstiegsvariante 2:
 
Diese Variante ist wesentlich länger und verläuft zudem auf einer Forststraße! Dafür bietet sie phantastische Blicke ins Karwendel, insbesondere auch auf die nahe Soiernspitze. Außerdem ist diese Variante bei Nässe vorzuziehen.
Wir steigen auf dem Aufstiegsweg bis zum Sattel. Dort wo wir uns nach links halten müssten, gehen wir schräg rechts weiter und stehen nach wenigen Minuten auf dem oberen Ende einer Forststraße.  Diese führt uns bis zu der Holzbrücke am Rißbach, wo unsere Tour ihren Anfang nahm.

GPS-Daten:


Die Dateien enthalten 574 Wegpunkte.


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Herzogstand / Fahrenbergkopf
(©Foto-Webcam.eu)

Herzogstand / Fahrenbergkopf
(©foto-webcam.eu)

Bergstation Garland / Brauneck
(www.foto-webcam.eu)

Literatur:

Wanderführer

Isarwinkel
Bad Tölz - Lenggries - Kochel
von Hüsler, Eugen E.
Infos: Wanderführer

Isarwinkel

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

beim Parkplatz bei der Oswaldhütte geht es über den Rissbach und dann links,Das Gipfelkreuz, dahinter baut sich der Schafreuter auf. Rechts neben dem Gipfelkreuz im Hintergrund die Tölzer Hütte.Sonneck (rechts der Mitte) und Schaufelspitze (links). Dazwischen die kleine Spitze ist die Rappenspitze.Beim Abstieg über die Forststraße rückt die Soiernspitze nahe.Blick auf die Falk-Gruppe (beim Abstieg über die Forststraße).

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Autor:

 Autor: Neuchl Johann und Rolle Reinhard  


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