Niederjochkogel


roBerge.de

Schmugglerweg zum Klobenstein

»Wanderung für jung und alt«


Hier stellen wir eine gemütlliche Familienwanderung ohne große Schwierigkeiten vor. Unterwegs, und besonders am Ziel angekommen, gibt es einiges zu entdecken; sei es nun ein erfrischendes Fußbad in der Tiroler Ache, Besinnung in der Kirche, eine zünftige Brotzeit in der Klause oder gar das Kraftfeld des Klobenstein, woher der Ort auch seinen Namen hat. Der Klobenstein ist ein Felsblock, der in der Mitte gespalten ist und durch den man hindurchgehen kann. Sensible Menschen, so heißt es, können diese Kräfte deutlich spüren.

Die Kirche Maria Klobenstein mit Kapelle und dem Klobenstein, dem gespaltenen Felsblock

Die Hängebrücke über die Tiroler Achen. Trotz der massiven Bauweise spürt man beim Betreten leichtes Schwanken.


Kurzinfo:

Region:Chiemgauer Alpen
Tourenart:Wanderung  
Dauer:Einfache Gehzeit 1,5 Stunden
Beste Jahreszeit:Frühling bis Spätherbst
Touristinfo:Schleching
Kössen

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 100 m
Streckenlänge:9,4 Kilometer ohne Umweg über die Streichenkirche
Schwierigkeit:leicht
Keine Schwierigkeiten, der letzte Teil des Weges kann bei Nässe teils rutschig sein.
Kinder:Für Kinder, die solche Strecken schon alleine bewältigen können. (Kinderwagen im letzten Wegdrittel nicht möglich)
Kinderwagen geeignet:Nein

Einkehrmöglichkeit:

Klobenstein (Gasthof):
Von Ostern bis Anfang November,
täglich von 10 - 22 Uhr durchgehend warme Küche
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Parkplatz der Geigelstein-Bahn in Ettenhausen, 560m


GPS-Wegpunkt:

N47 42.218 E12 22.702  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Zugverbindungen bis nach Übersee am Chiemsee oder Traunstein. Von dort RVO-Bus Linie 9509 (Traunstein-Schleching).

Mit dem Pkw:

Autobahn München-Salzburg: Von der Ausfahrt Siegsdorf oder Bernau nach Marquartstein. Von hier Richtrung Schleching und weiter nach Ettenhausen. Ab hier zur Bergbahn beschildert.
Von Kössen in Tirol: Der Beschilderung Richtung Schleching folgen. Hinter der Grenze die "Tiroler Ache" und nach wenigen 100 Metern nach links in den Ortsteil Ettenhausen abbiegen. Ab hier zur Bergbahn beschildert.


Ab Rosenheim: 45 Km / 0:45 Std
Ab München: 105 Km / 1:10 Std
Ab Bad Tölz: 90 Km / 1:15 Std
Ab Salzburg: 65 Km / 0:50 Std


Information:

Die Geigelsteinbahn wurde ursprünglich für den Alpin-Skisport gebaut. Die Sesselbahn führt hinauf bis unter die Wirts-Alm. Aus finanziellen Gründen ist der Skibetrieb nicht mehr möglich. Im Winter wird der Seilbahnbetrieb für Rodler, (Schneeschuh-)Wanderer und Skitourengeher, aber nicht für Alpinskifahrer aufrecht erhalten. Siehe Webseite der Geigelsteinbahn.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Parkplatz der Geigelstein-Bahn in Ettenhausen, 560m


Vom Parkplatz der Geigelsteinbahn geht es taleinwärts zunächst über Felder und Weiden. Bald schon erreichen wir den ersten Wegweiser, der uns weiter geradeaus oder einen kleinen Abstecher zum Rudersburger See machen lässt. Dieser Weg macht nur einen kleinen Bogen und führt ohne großen Zeitverlust wieder zurück auf die Hauptroute. Der gut ausgebaute Forstweg führt uns durch den Wald zu einer Brücke, welche wir überschreiten. Meistens befinden wir uns im schattigen Wald Wir befinden uns immer in etwa parallel zur Tiroler Achen und der Entenlochklamm. Auch wenn man das Rauschen hört, Zugang zum Wasser hat man leider noch nicht. Nach etwa einer Stunde nähert man sich dem alten Grenzübergang nach Tirol, wo nun auch der Weg schmäler wird und bald schon der höchste Punkt der Wanderung erreicht ist. Auf einem Bankerl kann man nun schon das Ziel erkennen; den Wallfahrtsort Maria Klobenstein. Von nun an geht es bergab und man sollte aufpassen den Abzweiger nach links nicht zu übersehen, denn sonst käme man bis nach nach Kössen. Etwa ab dem Abzweig ist der Weg durch Stufen etwas entschärft und bald schon hat man das Tal der Ache erreicht. Nun nur noch über die Hängebrücke gehen und in wenigen Minuten hinauf zur Kirche und Klause.

Der Rückweg erfolgt auf gleichem Weg.

Oder man nimmt noch den Umweg über den sogenannten Samerweg. Hierfür geht man zunächst nach oben zur Bundestraße und auf dieser ca. 100 Meter Richtung Kössen. Dann zweigt nach links ein Weg ab, der uns wieder mäßig nach oben, über Achberg bis hin zur Streichenkirche führt. Von dort dann über Wagrain nach unten und zurück zum Ausganspunkt, dem Wanderparkplatz in Ettenhausen. Dieser Weg umfasst ca 7 km bei etwa 350 Höhenmetern und bedeutet eine längere Gehzeit von einer Stunde.


Der Name des Klobenstein:

Gern knüpft die Sage örtliche Namen an wunderbare Ereignisse und prägt sie durch solche am tiefsten der Erinnerung der Bevölkerung ein.

Von der Wallfahrtskapelle "Beim Klobenstein" geht die Sage, sie habe früher auf der andern Seite des Baches gestanden, sei aber von Engeln an die Stelle hinübergetragen worden, wo sie jetzt steht. Dort sperrte ursprünglich ein mächtiger Felsblock den Pfad, und die frommen Wallfahrer, die aus Bayern über die Grenze herüberkamen, um in der Wallfahrt zu beten, mußten einen langen und beschwerlichen Umweg machen, um zu dem Gnadenorte zu gelangen. Da kam auch einst ein altes Mütterlein, das war weit von ferne hergewallt und konnte vor Müdigkeit kaum weiter und erseufzte, als es den Felsenblock sah, und gedachte, daß noch ein großer Umweg zu der gleichwohl so nahen Kapelle zu überschreiten sei.

"Ach du Hochgebenedeite!" rief das Mütterlein, "wäre ich doch schon bei dir in deiner Kapelle, meine armen Füße tragen mich ja nicht mehr!"

Siehe, da schwebte mit einem Male die hochheilige Mutter aller Gnaden über den Felsblock, im himmelblauen Gewande mit silbernem Schleier und strahlend in überirdischer Schönheit. Und wie des Schleiers Saum den Fels berührte, teilte er sich zu beiden Seiten auseinander - der Felsen hatte sich "gekloben" nach tirolischem Sprachgebrauch, wo man klieben und gekloben statt spalten und gespalten sagt -, und das alte Mütterlein konnte nun durch den Riß des Felsens schreiten und alsbald zur Kapelle gelangen. Sobald sie das Wunder kundgetan, nannte das Volk die Wallfahrtskapelle selbst "Beim Klobenstein", wegen der geklobenen und offen gebliebenen Felsspalte.
(Quelle: www.sagen.at)


Flora und Fauna:

Türkenbundlilie; Waldrebe; verschiedene Farne


Geologie:

Die bei Geologen berühmten Kössener Schichten; eine fossilreiche Gesteinsformation aus dunklem Kalk und Schiefer aus der Trias der Nördlichen Kalkalpen.


Literatur:

Hüttenführer:Alm- und Hüttenwanderungen - Chiemgau, Kaiser, Berchtesgaden
50 Touren zwischen Inn und Salzach
Strauß, Andrea / Strauß, Andreas

Karte:

Top 50
Blau ist der normale Hin- und Rückweg
Rot wäre der weitere Wegverlauf über Streichenkirche


Ausschnitt aus "TOP50 (Bayern-Süd) / AMAP3D".



Profil:


Galerie:

Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:



Autor:  Walter Paccagnel