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Krimmler Achental und Tauernhaus

»Zur ältesten Gaststube des Pinzgaus«


Wohl seit mehr als 2000 Jahren führt durch das Krimmler Achental und seinen Nebenast, das Windbachtal, eine Verbindung vom Pinzgau über den Alpenhauptkamm nach Südtirol Kelten und Römer, Säumer und Hirten, Juden, flüchtende Truppenteile und sogar einige Kaiser nutzten den ÜBergang als Handels- bw. Fluchtweg Es ist anzunehmen, dass für die rund 33 Kilometer lange Strecke von Krimml über den Krimmler Tauern nach Kasern und Prettau im Ahrntal schon sehr früh ein Stützpunkt im Achental errichtet wurde.

Diese Funktion erfüllt das Krimmler Tauernhaus heute noch für den Bergsteiger und Wanderer auf den weiten Wegen zu den Hütten und Bergen in der Umgebung des Achentals. Die Unterkunft wurde bereits 1389, also vor mehr als 600 Jahren urkundlich erwähnt und gilt als älteste Gaststube des Pinzgaus. Zu den Pflichten des Tauerhauswirts zählte neben der Offenhaltung des Tauernweges und der Hilfeleistung für verirrte Reisende auch die Postbeförderung von und zu den umliegenden Almen und Schutzhütten.

Das Achental selbst zieht sich von Krimml bis zum Krimmler Kees über 21 Kilometer hin; eine Marathonstrecke für den, der es zu Fuß in beide Richtungen durchmisst. Von den 30 ALmen im Bereich des Tales sind heute noch acht im Besitz Südtiroler Bauern; die restlichen gehören Pinzgauer Landwirten. Hervorragende Schwarzweißbilder in der "Alten Stube" des Tauernhauses lassen erahnen, welche Schwierigkeiten und Gefahren Mensch und Vieh beim herbstlichen Almabtrieb vom Achental über den Krimmler Tauern nach Südtirol zuweilen ausgesetzt sind. Schon bei normalen Bedingungen rechnet man dafür mit zehn Stunden.

Am Krimmler Tauernhaus


Kurzinfo:

Region:Zillertaler Alpen
Tourenart:Bergtour (leicht)  
Dauer:Krimml - Wasserfallweg - Oberer Wasserfall 1,5 Std., Oberer Wasserfall - Veiten-/Hölzlahneralm - Krimmler - Tauernhaus 2 Std., Krimmler Tauernhaus - Krimml ca. 3 Std., Gesamtgehzeit ca. 6,5 Std.Sträßchen bis Tauernhaus (ca. 13 km). Von Krimml fahren täglich ganz nach Bedarf Kleinbusse zum obersten Wasserfall, zum Tauernhaus und zum Talschluß.
Touristinfo:Krimml
Sehenswertes:Krimmler Wasserfälle, Achental mit reizvollen Almhütten. Tauernhaus mit alter Gaststube und eindrucksvollen Bildern vom Almabtrieb über den winterlichen Krimmler Tauern nach Südtirol, Wallner-Denkmal und Kirche in Krimml.

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 550 m
Schwierigkeit:leicht
Leicht. Sträßchen bis Tauernhaus (ca. 13 km). Von Krimml fahren täglich ganz nach Bedarf Kleinbusse zum obersten Wasserfall, zum Tauernhaus und zum Talschluß.

Einkehrmöglichkeit:

Krimmler Tauernhaus:
ganzjährig bewirtschaftet
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Krimml, Wanderparkplatz, 1076m


GPS-Wegpunkt:

N47 12.880 E12 10.080  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Bahnstation Krimml 911 m, von dort zu Fuß, mit Bus oder Taxi zum Wanderparkplatz.
Von Westen: Mit der Bahn vom Bahnhof Zell am See mit dem Bus oder der Pinzgau-Bahn nach Krimml/Hochkrimml.
Wichtig: Von Bayern aus kann die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu einer kleinen Weltreise ausarten, da die Verbindung umständlich ist. Die Busse fahren zudem nicht immer regelmäßig. Falls man einen Bus versäumt, steht man leicht im "Regen". Deshalb unbedingt die Zug- und Busverbindungen genau planen und rückfragen! Grundsätzlich wird von der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bayern aus abgeraten, ausser man plant einen zusätzlichen Anreisetag ein.
Von Osten: Auf der Tauernautobahn über Bischofshofen und Zell am See nach Krimml (Vignettenpflichtig).
Wer zur Schönmoosalm mit dem Bus fahren will, hat derzeit (Stand August 2006) nur täglich zweimal die Möglichkeit (8.30 Uhr und 16.30 Uhr) - man sollte sicherheitshalber vorher im Tourismusbüro nachfragen.

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Zillertal, im Zillertal über Fügen bis nach Zell am Ziller. Hier in östlicher Richtung in Richtung Gerlos fahren, auf der Gerlos-Alpenstrasse über Gerlos, Hochkrimml, eine Mautstelle und Gasthof Schönmoosalm (1434 m) hinunter bis nach Krimml.
Der große Wanderparkplatz befindet sich direkt am Ortsanfang bei der „Wasser-Wunderwelt Krimml“, noch vor den beiden Parkplätzen am Eingang zu den Wasserfällen. Direkt am Parkplatz befinden sich eine Bushaltestelle und ein großer Kiosk.


Ab Rosenheim: 130 Km / 1:50 Std
Ab München: 185 Km / 2:05 Std
Ab Bad Tölz: 120 Km / 1:50 Std
Ab Salzburg: 155 Km / 2:10 Std


Information:

Krimml liegt im Grenzgebiet zwischen den Zillertaler Alpen, den Hohen Tauern und den Kitzbüheler Alpen. Es kann theoretich allen drei Gebirgsgruppen zugerechnet werden. Bekannt geworden ist der Ort durch die Krimmler Wasserfälle. Diese sind mit einer gesamten Fallhöhe von 380 Metern der zweithöchste Wasserfall Europas und der zwölftthöchste der Welt. Sie sind Teil der Krimmler Ache, welche ihre Wassermassen aus den Gletschern des Venediger-Massivs bezieht.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Krimml, Wanderparkplatz, 1076m


Zum Tauernhaus:
Die Route ins Krimmler Achental entlang des Wasserfallweges zum Tauernhaus und weiter bis zum Talschluß hinter der ist nicht zu verfehlen. Nach der großen Geländestufe entlang der drei Wasserfälle (siehe Tour 5 des Rother Wanderführers) steigt der Wirtschaftsweg bis zur Holzlahneralm noch leicht an, verläuft dann nahezu eben und überwindet erst kurz vor dem Tauernhaus noch eine Geländeschwelle.

Der Rückweg nach Krimml

... folgt dem Sträßchen bis zur Schettbrücke vor der oberen Achenfall. Kurz davor kann man auf der Fahrstraße rechts zum Tunnel leicht ansteigen und unmittelbar davor auf dem Alten Tauernweg" ins Tal zurückkehren (siehe Tour 5 des Rother Wanderführers).

Variante:
Mit dem Rad ins Krimmler Achental: Auf der Gerlospaßstraße von der Mautstelle durch den 1. Tunnel und über die anschließende große Kehre, dann links in Richtung Schönangerl, zwischen dem Gasthaus und dem oberen Wasserfall den für Radfahrer gesperrten Wanderweg und den Bach queren und in mehreren Kehren zum Annatunnel (ca. 300 m lang, unangenehm dunkel, Licht empfehlenswert, einspuriger Taxiverkehr!). Nahe der Schettbrücke zur Talstraße und auf dieser weiter.

Weitere Einkehrmöglichkeiten:
Gasthaus Schönangerl, Veiten- und Hölzlahneralm


Literatur:

Wanderführer:Hohe Tauern / Nationalpark – Nord
Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen
von Brandl, Sepp

 Autor: Sepp Brandl
 Mit freundlicher Genehmigung des Bergverlags Rother aus dem Rother Wanderführer ""Hohe Tauern"   
 Autorenportrait