Krokuswiese

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Hoher Sonnblick

Das Zittelhaus und ein Labor über den Wolken

Der Hohe Sonnblick zählt zu den bekanntesten Gipfeln der Goldberggruppe und wird fast ganzjährig rege besucht. Am Gipfel befindet sich seit 1886 das alpine Wetterzentrum. Das Observatorium nimmt weltweit eine Sonderstellung aufgrund seiner Höhenlage ein. Der "Alte Pocher" am Ausgangspunkt unserer Tour weckt Erinnerungen an die Zeit des Goldbergbaues in den Hohen Tauern. Dort stand ab dem 12. Jahrhundert ein Pochwerk, in dem das goldhaltige Gestein ausgewaschen, also vom tauben Gestein getrennt wurde. Der "Alte Pocher" wurde im Winter 1951 von einer Lawine zerstört, dann auf den Fundamenten der einstigen Erzkammern neu errichtet: Museum, Mineralienschau.


Das gelegentlich sturmumtobte Zittelhaus am Hohen Sonnblick.

Das gelegentlich sturmumtobte Zittelhaus am Hohen Sonnblick.

Hoher Sonnblick über dem Kleinen Fleißkees.

Hoher Sonnblick über dem Kleinen Fleißkees.


Kurzinfo:

Region:
Goldberggruppe
Tourenart:
Bergtour (leicht)
Erreichte Gipfel:
Hoher Sonnblick 3105 m, evtl. Goldbergspitze 3072 m
Dauer:
Alter Pocher - Zirmsee 2,5 Std., Zirmsee - Hoher Sonnblick 2 - 2,5 Std.
Abstieg am Winterweg zum "Alten Pocher" 3 Std.
gesamt 7,5 - 8 Stunden

Anforderung:

Höhenunterschied:
1300 m im Auf- und Abstieg
Schwierigkeit:
schwer
Kondition erfordernde, markierte Bergtour. Hochalpine Ausrüstung, Steigeisen, Pickel vor allem im Spätsommer erforderlich. Sicherste Route am linken Rand des Kleinen Fleißkeeses. Schmale, quer laufende Spalten!

Start:


Gasthof Alter Pocher im Kleinen Fleißtal 1807 m

GPS-Wegpunkt:
N47 02.728 E12 54.248 zu Google Maps

Mit dem Pkw:
Ab Heiligenblut auf der Großglockner-Hochalpenstraße 3,5 km zur Fleißkehre (Kehre 27, 1514 m, Postbus-Haltestelle). Von hier in das kleine Fleißtal zum Bauernhof Pfeifer und zur nahen Straßengabe (Brücke, Mühle). Nach rechts zweigt die Apriacher Höhenstraße ab und links gelangen wir nach 150 m zur Goldwaschanlage (ca. 1600 m, Wegkreuz, Tafeln). Auf der Bergstraße in Kehren hinauf, ehe nach 1,5 Kilometer die Abzweigung in das Große Fleißtal gut bezeichnet ist (Tafeln). Wir setzen die Fahrt im Kleine Fleißtal fort und erreichen orografisch links vom Kleinen Fleißbach eine Schranke. Der "Alte Pocher" befindet sich von Lärchen umschirmt auf der gegenüberliegenden Bachseite, ca. 3 km von der Fleißkehre.

  • Ab Rosenheim: 170 Km / 2:30 Std
  • Ab München: 220 Km / 3:00 Std
  • Ab Bad Tölz: 205 Km / 3:00 Std
  • Ab Salzburg: 150 Km / 1:50 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Gasthof Alter Pocher im Kleinen Fleißtal

Zum Hohen Sonnblick
Wir gehen entweder von der Schranke auf der kehrenreichen Werkstraße aufwärts oder direkt vom "Alten Pocher" (Tafeln) am Steig und am linken Talrand in Richtung Zirmsee. Durch Erlendickicht und über kleine, seitliche Hangbächlein kommen wir hinauf zu den drei Steinmännern (45 Minuten), wo der Winterweg rechts empor und unsere Route links weiterführt. Nach ca. 15 Minuten betreten wir die Werksstraße, bleiben auf ihr ca. 300 Meter, ehe der Steig bergseitig fortsetzt. Ein zweites Mal wird die Werksstraße erreicht und gequert (Tafel). Etwas höher läßt sich aufgrund von Mauerresten die ehemalige Seebichlhütte, 2452 m, nur noch erahnen. Auf Rasen- und felsdurchsetztem Gelände gelangen wir zum Markuskreuz auf einem, dem Zirmsee vorgelagerten Geländehügel (2,5 Std. vom "Alten Pocher").
Wir wandern ein Stück am Südufer entlang und nehmen dann den Blocksteig, der sich nördlich am Hörndl, 2710 m, vorbeiwindet, bis ein schon vom Tal aus sichtbarer Metallmasten ins Blickfeld rückt. Vom später erreichten "Felseck" schauen wir auf das kleine Fleißkees, über dem hoch und noch deutlich entrückt das Zittelhaus steht. Ein Flankensteig führt zwischen Blöcken und über Altschnee und Gletscherschliffe zu einem kleinen Eissee (Ombometer = Regenmesser) und zum Ansatz der großen Seitenmoräne. Hier führt beim Abstieg der Winterweg hinab ins Kleine Fleißtal. Wir haben inzwischen die Sommerschneegrenze erreicht, ca. 2800 m, und steigen am relativ sicheren, linken Rand des Keeses zum Zittelhaus auf dem Hohen Sonnblick, 3105 m, empor.

Der Abstieg
führt auf der Aufstiegsroute hinab in den Bereich der erwähnten großen Seitenmoräne, 1/2 bis 3/4 Stunde. Über Gletscherschliffe, Felsabsätze und Altschnee betreten wir den Scheitel der Seitenmoräne. Auf ihr am Winterweg hinab bis zur das ganze Tal weitbogig querenden Werksstraße. Über die Straße und weiterhin nahezu vertikal und steil zwischen Blöcken und Rasen abwärts, ehe entlang einer alten, verwachsenen Moräne die Werksstraße ein zweites Mal überquert wird. Die anschließenden Steigkehren fließen bei den drei erwähnten Steinmännern in die Aufstiegsroute ein. Ca. 20 Minuten später ist es möglich, den Kleinen Fleißbach nach links zu überschreiten, um nach zehn Straßenkehren bzw. -schleifen die Schranke und den Parkplatz zu erreichen.

Variante
Goldbergspitze, 3072 m, 3/4 bis 1 Stunde Aufstiegszeit. Vom Zittelhaus am Hohen Sonnblick steigen wir nordwestlich in den breiten Sattel, den höchsten Punkt des Kleinen Fleißbettkeeses, ab. Zur Goldbergspitze (Steinmann) steigen wir am Blockgrat und weiterhin in südwestlicher Richtung auf, wobei einige Passagen auch rechts des Grates umgangen werden können. Die Tour setzt lediglich Trittsicherheit voraus, nicht markiert.

Einkehr
Imbiss. Getränke beim Goldwäscher Raimung (Goldwaschanlage)
"Alter Pocher", Alpengasthof, Übernachtung möglich, geöffnet von Mai bis Oktober, 35 Betten, kinderfreundliches Umfeld, Tel. 0043 (0)4824 24655 (gilt auch für das Goldgräberdorf Heiligenblut).
Zittelhaus am Sonnblickgipfel, erbaut 1886 vom OeAV-DAV, erworben von der Sektion Halle 1925 unter Dr. Karl Alfred von Zittel (1. Präsident), 1984 von OeAV-Sektion Rauris übernommen, 120 Schlafplätze in Zimmern und Lager, ganzjährig geöffnet, Tel. 06544/6412.

GPS-Daten:


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Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Sonnblick-Observatorium am Rauriser Sonnblick auf 3106m
(©Foto-Webcam.eu)

Südostgrat zwischen Hohem Sonnblicks und Rojacherhütte
(www.foto-webcam.eu)

Großglockner-Hochalpenstraße
(©foto-webcam.eu)

Literatur:

Führer

Glockner-Region
von Walter, Mair
Infos: Führer

Glockner-Region

Bildband

Großglockner
von Pusch, Wolfgang und Baumgartner, Leo
Infos: Bildband

Großglockner

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow


Autor:

 Autor: Text, Fotos und Karte mit freundlicher Genehmigung des Verlages aus dem Rother-Wanderführer    Zu Walter Mair beim Bergverlag Rother