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Mythos Kitzbüheler Horn

»Rennradtour«


Kitzbühel lebt den Superlativ: Treffpunkt der Schönen und Reichen, Mausefalle und eben das Horn für den Radsport. Der Höhepunkt der Österreich-Radrundfahrt ist auch eine der begehrtesten Bergtrophäen für jeden Hobbyradler.

Doppelweltmeister und Olympiasieger Paolo Bettini in den letzten Kehren vor dem Alpenhaus.


Kurzinfo:

Region:Kitzbüheler Alpen
Tourenart:Rennrad (mittel)  Mountainbike (mittel)  
Erreichte Gipfel:Kitzbüheler Horn
Touristinfo:Kitzbühel

Anforderung:

Höhenunterschied:890 m
Steigung:Max. Steigung 18%
Streckenlänge:8,5 km
Schwierigkeit:leicht

Einkehrmöglichkeit:

Alpenhaus:
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Beginn der Panoramastraße im Ortsteil Höglern, 783m


GPS-Wegpunkt:

N47 28.031 E12 23.479  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn kann man über Wörgl bis nach Kitzbühel fahren.

Mit dem Pkw:

Inntalautobahn Ausfahrt Wörgl: Über Hopfgarten nach Kitzbühel.
Autobahn A8 München-Salzburg: Über die Ausfahrt Bernau oder Siegsdorf über St. Johann nach Kitzbühel.
Der Beginn der Panoramastraße zum Alpenhaus liegt im Ortsteil Höglern. Wenn man von St. Johann kommt, dann gleich am Ortsanfang von Kitzbühel auf der linken Seite.


Ab Rosenheim: 75 Km / 1:00 Std
Ab München: 125 Km / 1:30 Std
Ab Bad Tölz: 110 Km / 1:30 Std
Ab Salzburg: 80 Km / 1:10 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Beginn der Panoramastraße im Ortsteil Höglern, 783m


Der Beginn der Panoramastraße zum Alpenhaus liegt im Ortsteil Höglern. Wenn man von St. Johann kommt, dann gleich am Ortsanfang von Kitzbühel auf der linken Seite. Nicht die rund acht Kilometer Steigung nach der Bahnunterführung machen nervös, sondern die brutalen Rampen bis zu 18 %.

Steinmayr’s „Wohnzimmer“
Wolfgang Steinmayr fühlte sich immer sehr wohl am Horn. Fünfmal triumphierte er dort. In bester Erinnerung noch sein Showdown mit Lucien van Impe. Amateur gegen Profi. Der vierfache Rundfahrtsieger gegen den Gewinner der Tour de France. Steinmayr: „Damit man diesen faszinierenden Anstieg auch als Hobbyradler richtig erleben kann, muss man mit den Kräften haushalten. Kein Abschnitt, wo man die Beine eben mal hängen lassen kann. Also langsam unten hineinfahren, kleine Übersetzung wählen und schauen, dass man eine guten, gleichmäßigen Rhythmus findet. Start am besten im Raum St. Johann. um sich entsprechend aufzuwärmen. Oben darf man sich dann zu recht als Sieger fühlen.“

Auf den Zahn fühlen
Die richtige Übersetzung ist in der Steilwand des Horns ein ganz besonderes Thema. Mit den Zähnen pokern die Profis um den Sieg, Hobbvyradler sicher sich so das Überleben. Steinmayr: „Früher haben wir am Berg viel härter getreten. Vorne hat es ja nur eine 42er-Scheibe gegeben. Heute wird mit leichteren Übersetzungen, einer höheren Trittfrequenz gefahren. Vor allem Armstrong hat diesen Stil geprägt.“ Georg Toschnig fuhr bei seinem Ritt aufs Horn vorne 39, hinten 25. Zum Attackieren 23. Auch Gerhard Trampusch wählte bei seinem Erfolg 39/25. Da können Hobbyradler nur staunen und der Entwicklung der Rennrad-Technik danken: Mit dem 29er Bergritzel von Campagnolo bei einer klassischen Zweifachbestückung mit 53/39, eleganten Kompaktkurbeln mit 50/34 mit 50/34 vorne und einem 27er Ritzel hinten oder gar variantenreichen Dreifachübersetzungn kann aber auch das Horn aufs Horn nehmen.

Horn gegen Alpe d’Huez
Gerne wird immer wieder der Vergleich mit dem emotionalen Höhepunkt der Tour de France gezogen, dem Anstieg hinauf zur Schistation von Alpe d’Huez. Beide Anstiege sind ganz großes Kino und Radsport pur. Doch welcher Berg ist schwerer? Steinmayrs Fazit: „Jeder, wirklich jeder Berg ist hart, wenn er schnell gefahren wird. Aber für mich ist das Horn viel brutaler.“ Sowohl in Alpe d’Huez als auch beim Alpenhaus werden regelmäßig die Auffahrtszeiten gestoppt. Fürs Horn ist das Mal aller Dinge der Abschnitt von der Brücke bis zum Alpenhaus. Die inoffizielle Bestzeit hält immer noch der Schweizer Beat Breu, er soll damals in den 80er Jahren unter 29 Minuten hochgefahren sein. 2005 gab es bei der Ö-Tour ein Zeitfahren, mit Start in Kitzbühel, also 1,5 km vor Beginn des Anstiegs. Damals siegte Gerhard Trampusch in 32:30, was dann einer reinen Auffahrtszeit von rund 30 Minuten entsprochen hätte. Chris Anker Sörensen vom dänischen CSC-Team war der Horn-Sieger 2008, er fuhr ab der Brücke in 29 Minuten und 23 Sekunden hoch. Bei seinem Ö-Tour Sieg 2008 wurde Thomas Rohregger Zweiter am Horn. Bis ins Ziel benötigte er lediglich 29 Minuten und 34 Sekunden, gute Hobbyfahrer reihen sich gut und gerne mit dem Doppelten. Der Vergleich macht Sie unsicher? Dann am besten gleich ausprobieren!


Literatur:

Rennradführer:Die schönsten Rennradtouren
30 Klassiker und Geheimtipps in und um Tirol
von Pupp, Thomas

Karte:

Abdruck der Karte mit freundlicher Genehmigung von rolle-kartografie




Wochenendwetter: Der Winter ist da!

Gestern um 20:46
Für das Wochenende bis 16.12.2018 gilt: Winter hat Einzug gehalten
ausführlicher AV-Bergbericht    Alpenvereinswetter
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