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Kleine Reibn im Sommer

»Über Schneibstein und Seeleinsee im Hagengebirge«


"Reib'n" heißt so viel wie "Runde". Bekannt sind in den Berchtesgadener sowohl die Große als auch die Kleine Reibn als Skitour. Beide sind auch in der schneelosen Jahreszeit beliebte Bergwandertouren. Hier beschreiben wir die Kleine Reibn als Sommertour.

Am besten läßt sich diese Tour als Zweitagestour durchführen, wenn man z. B. im Schneibsteinhaus der Naturfreunde oder im Carl-von-Stahl-Haus übernachtet. Als Ein-Tagestour lässt sie sich zu unternehmen, wenn man mit der Jennerbahn frühzeitig bis zur Gipfelstation fährt und sich so den knapp zweistündigen Aufstieg von Hinterbrand erspart.

"Nebenbei" erreicht man noch den leichtesten Zweitausender der Berchtesgadener Alpen (Schneibstein) und streift zum Teil das Hagengebirge.

Hier die ungefähre Übersicht des Tourenverlaufs. Man erreicht zuerst das Carl-von-Stahl-Haus im Torrener Joch (im Bild nicht sichtbar) oder das Schneibsteinhaus. Von diesem aus weiter auf den Schneibsteingipfel, Windscharte und Hochgschirr zum Seeleinsee.
Zurück über die Königsbachalm entweder zur Mittelstation oder direkt zum Parkplatz im Tal.


Kurzinfo:

Region:Berchtesgadener Alpen
Tourenart:Bergtour (mittel)  
Erreichte Gipfel:Schneibstein 2276 m
Dauer:ca. 6 - 6,5 Stunden (reine Gehzeit), ohne Jennerbahn 2 Stunden mehr
Touristinfo:Berchtesgaden
Sehenswertes:Vom Jenner der Blick auf Köngissee und das Steinere Meer
Vom Schneibstein aus das gewaltige Göll-Massiv
Immer wieder der Blick auf Watzmann und Hundstod
Der idyllische Seeleinsee im Hochgschirr
Beim Abstieg nach Schönau immer wieder die Aussicht auf den dunkelblau schimmernden Köngissee

Anforderung:

Höhenunterschied:Schönau 603 m, Jennerbahn-Gipfelstation 1802 m
Schneibstein 2276 m, Seeleinsee ca. 1800 m
Aufstieg ab Gipfelstation ca. 540 m
Aufstieg insgesamt ca. 770 m
Abstieg bis zum Königssee ca 1700 m
Streckenlänge:ca. 13 km
Schwierigkeit:mittel
leicht bis mittel (aufgrund der Länge)
unschwierige Wege und Bergsteige, jedoch ist zur Durchführung der kleinen Reib'n eine gute Sicht unbedingt erforderlich

Einkehrmöglichkeit:

Jennerbahn-Gipfelstation:
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Priesberg-Alm:
nicht bekannt
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Brennhütte (Enzian-Brennhütte):
nicht bekannt
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Königsbachalm:
von Mai bis Oktober voll bewirtschaftet
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Carl-von-Stahl-Haus:
Die Hütte ist das ganze Jahr über bewirtschaftet, außer am 24. und 25.12. vormittags, im Winter nur mit Skiern und Schneeschuh zu erreichen
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Schneibsteinhaus:
von Anfang Mai bis Ende Oktober, im Winter vom 26.12. bis 06.01., andere Termine auf Anfrage (ab 20 Personen)
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Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Schönau, Großparkplatz Königssee, 603m


GPS-Wegpunkt:

N47 35.569 E12 59.247  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Mit der Bahn bis nach Berchtesgaden. Vom Bahnhof Berchtesgaden gelangt man mit den Bussen der RVO nach Königssee (Linie 9541 und 9539) und Schönau (Linie 9543, 9546, 9539 und 9545).

Mit dem Pkw:

Aus dem Norden, Westen oder Osten über die Bundesautobahn A8 München-Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, dann die B20 bis zum Königssee. Von Süden über die Tauernautobahn, Ausfahrt Salzburg Süd, dann die B305 nach Berchtesgaden und die B20 zum Königssee.


Ab Rosenheim: 100 Km / 1:15 Std
Ab München: 165 Km / 1:40 Std
Ab Bad Tölz: 145 Km / 1:40 Std
Ab Salzburg: 30 Km / 0:30 Std


Information:

Info Königsseeschifffahrt, Tel. +49/8652/96 36 18, www.bayerische-seenschifffahrt.de. Die ersten Schiffe verkehren um 8 Uhr (Hochsaison; Nebensaison 8.30 Uhr). Die Überfahrt nach St. Bartholomä dauert etwa 35 Min. und kostet als einfache Fahrt 7,50 € (Stand 2015).

Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Schönau, Großparkplatz Königssee, 603m


Zur Jenner-Bergstation:
Entweder mit der Bahn (ab Schönau) oder zu Fuß ab dem Parkplatz in Hinterbrand.

Zum Schneibstein:
Der Ort, an dem die Route von der Bergbahn und der Aufstiegsweg zusammen kommen, heisst Jennersattel oder auch Mitterkaserjoch. Von hier aus erreicht man das Carl-von-Stahl-Haus in ca. 20 Minuten auf breitem und markierten Weg. Abstecher zum Schneibsteinhaus der Naturfreunde ist möglich. Vom Franz-von-Stahl-Haus (Stahlhaus) aus in südlicher Richtung zuerst auf eine kleine Kuppe, von hier aus weiter durch dichte Latschen bis zum Rücken des Schneibstein. Dieser Rücken zieht sich bis zum breiten Gipfelplateau hin durch. Schwierigkeit: leichter Bergweg, außer die Steine sind feucht oder gar vereist. Dauer ab der Bergstation ca. 2 Stunden.

Zum Seeleinsee:
Ab dem Gipfel südlich halten (Beschilderung "Windscharte"). Das leichte Gelände fällt etwas ab; man passiert die Westseite des Windschartenkopfes und gelangt durch ein längeres, karstiges Hochtal zum Seeleinsee. Dauer ab Schneibstein ca. 1,5 - 2 Stunden, Schwierigkeit: leichte Wege und Bergsteige, teilweise verläuft der Weg über größere Felsblöcke.

Rückweg:
Am Seeleinsee hat man die südlichste Stelle der Kleinen Reibe erreicht. Man folgt kurz dem Weg, um kurz darauf rechts (also westlich) abzubiegen, während der geradeaus führende Weg unterhalb des Kahlersberg weiter nach Süden verläuft (siehe hierzu Abstiegsvariante unten). Nach einem längeren, aber nicht schweren Abstieg verläßt man schließlich den Wald und hat das Almgelände der Priesbergalm erreicht. Hier folgen gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten: Priesbergalm, Branntweinbrennhütte und Königsbachalm. Bei der Brennhütte kann man mit etwas Glück beim Brennen des Enzian zusehen. Nach der Königsbachalm bleibt man auf dem Hauptweg, wobei man bei einer kurz darauf folgenden Abzweigung die Möglichkeiten hat, entweder über den linken Weg zum Parkplatz abzusteigen oder bei der rechten Abzweigung den Weg zur Mittelstation einzuschlagen.
Dauer ab Seeleinsee ca. 2 Stunden.

Abstiegsvariante:
Eine weitere Variante wäre, vom Hochgschirrsattel (die Kreuzung nach dem Seeleinsee) geradeaus weiter zu wandern, und durch das Landtal zum Obersee hinabzusteigen. Dort angekommen, fährt man mit dem Schiff zurück nach Schönau. Wichtig: Vorher wegen Fahrplan erkundigen!


Flora und Fauna:

Berg-Flockenblume, Weißer Germer, Alpen-Aurikel, Alpenglöckchen, Steinschmückel, Stengelloses Leimkraut, Zwerg-Mannsschild, Hornklee, Zwergprimel, Herzblättrige Kugelblume, Kleine Glockenblume Alpen-Süßklee, Steinschmückel, Enzian, Narzissenblütiges Windröschen, Wald-Schlüsselblume, Wald-Storchschnabel, Alpenglöckchen Alpen-Frauenmantel, Manns-Knabenkraut


Literatur:


Karte:

Karte der Berchtesgadener Alpen
Die Kleine Reibn findet östlich (auf der Karte rechts) vom Königssee statt und ist weiß markiert.
Man geht sie in der Regel im Uhrzeigersinn.




Galerie:

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Diashow:

Panorama:


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