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Hochnissl

Über die Lamsenjochhütte

Achtung: Derzeit (2015) ist der Gratweg zum Hochnissl wegen der Gefahr eines Felssturzes gesperrt.

Der Hochnissl, auch Hochnisslspitze genannt, ist der östlichste Teil der Hinterautal-Vomper-Kette, besser als Karwendelhauptkette bekannt. Er überragt das Inntal um rund 2000 m, was ihn zu einem der bedeutendsten Aussichtsberge der Region macht. Die Besteigung direkt vom Inntal aus ab der Karwendelrast erfordert mit rund 1700 Höhenmetern eine gehörigen Portion Kondition. Auch der hier beschriebene Aufstieg von der Gramai-Alm erfordert eine ähnliche Kondition und etwas Klettergeschick. Wem die Anstrengung für einen Tag zu groß ist, kann im Gegensatz zur Besteigung aus dem Inntal eine Übernachtung auf der traditionsreichen Lamsenjochhütte einplanen. Weniger Erfahrenen ist dies immer empfehlen, man sollte die Länge dieser Tour nicht unterschätzen.


Die Lamsenjochhütte in der Bildmitte. Links darunter sieht man den Aufstiegsweg in vielen Kehren von der Gramaialm. Der Hochnissl ist der sonnenbeschienene Gipfel genau zwischen mittleren und rechten Bilddrittel.
Aufnahmestandort ist das westliche Lamsenjoch.

Die Lamsenjochhütte in der Bildmitte. Links darunter sieht man den Aufstiegsweg in vielen Kehren von der Gramaialm. Der Hochnissl ist der sonnenbeschienene Gipfel genau zwischen mittleren und rechten Bilddrittel.
Aufnahmestandort ist das westliche Lamsenjoch.

Der Gipfel des Hochnissl.

Der Gipfel des Hochnissl.


Kurzinfo:

Region:
Karwendel
Tourenart:
Bergtour (schwer)
Erreichte Gipfel:
Hochnissl (Hochnisslspitze) 2547 m
Dauer:
Gramai - Lamsenhochhütte 2 Std.
Lamsenjochhütte - Lamsentunnel 30 Min.
Lamsentunnel - Hochnissl 2 Std.
Hochnissl - Lamsenjochhütte 1 Std. 45 Min
Lamsenjochhütte - Gramai 1 Std. 15 Min.
Gesamtzeit ca. 7,5 Std.
Beste Jahreszeit:
Juli bis September
Touristinfo:
Achensee

Anforderung:

Höhenunterschied:
Gramai - Lamsenjochhütte 700 hm
Lamsenjochhütte - Brudertunnel 264 m
Brudertunnel - Hochnissl 267 m
Zwischenanstieg ab Brudertunnel ca. 170 m
Insgesamt einschl. Zwischenanstiege ca. 1400 m
Streckenlänge:
7,4 km (nur Aufstieg)
Schwierigkeit:
schwer
Aufstieg zur Lamsenjochhütte: leichter Bergsteig
Klettersteig zum Brudertunnel: als Klettersteig leicht (Schwierigkeit B, Ausstieg aus dem Brudertunnel kurz C. Klettersteigausrüstung erforderlich)
(alternativ: Bergsteig zur Lamsenscharte: schwer)
Aufstieg vom Brudertunnel zum Hochnissl: zuerst einfacher Bergsteig, dann schwierige Wege durch Fels und Geröll im mehrmaligen Auf und Ab, stellenweise durch Drahtseile und Eisenklammern gesichert
Schwindelfreiheit erforderlich
Kinder:
Aufgrund der Länge für Kinder nicht geeignet
Hunde:
für Hunde nicht geeignet

Einkehrmöglichkeit:

Gramaialm (Alpengasthof):
  Hütten Info, hier klicken
Lamsenjochhütte:
Mitte Juni bis Mitte Oktober   Hütten Info, hier klicken

Start:


Gramaialm 1263 m

GPS-Wegpunkt:
N47 24.098 E11 36.999 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit dem Bus von Tegernsee oder Jenbach nach Pertisau am Achensee bis zur Mautstelle der Straße zur Gramaialm. Von dort zu Fuß ca. 6 -7 km zum Wanderparkplatz bei der Gramaialm!

Mit dem Pkw:
Über Tegernsee oder Inntalautobahn (Ausfahrt Zillertal) nach Pertisau am Achensee. Von dort über die Mautstraße bis zum Wanderparkplatz bei der Gramaialm.

  • Ab Rosenheim: 95 Km / 1:15 Std
  • Ab München: 105 Km / 1:35 Std
  • Ab Bad Tölz: 65 Km / 0:55 Std
  • Ab Salzburg: 175 Km / 1:55 Std

Mit dem Bike:
Wer noch vor der Mautstation parkt, kann den Weg zur Gramaialm (ca. 6-7 km) über die AUtostraße mit dem Mountainbike zurücklegen. Es gibt mehrere kurze Zwischenanstiege.

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Tourenbeschreibung:

Start: Gramaialm

Von Gramai aus wandern wir über eine Brücke in südlicher Richtung und folgen den Wegweisern zur Lamsenjochhütte. Unser Weg verläuft vorerst geradeaus Richtung Talschluss, erst nach ca. 1,5 Kilometer gewinnen wir merklich an Höhe. Am Ende des Gramaier Grundes geht der Weg in einen leichten Bergsteig über, welcher uns in vielen Serpentinen schließlich bis zur Lamsenjochhütte unterhalb von Hochnissl und Lamsenspitze bringt.
 
Von hier aus folgen wir dem Wegweiser zur Lamsenspitze bzw. zum Brudertunnel in westlicher Richtung. Nach 300 m wenden wir uns bei der Gabelung links und gelangen nach weiteren 100 m über ein Geröllfeld zum Einstieg des Klettersteigs. Er führt uns in einer knappen halben Stunde recht luftig in 200 Höhenmetern hinauf bis zum Lamstunnel (Brudertunnel). Im Frühsommer ist er oft noch voller Schnee! Der Tunnel ist übrigens so kurz, dass keine Taschenlampe erforderlich ist. Der Durchstieg erfolgt auf sandigem, steilen Boden, wir müssen also gut aufpassen. Der Ausstieg aus dem Tunnel stellt die eigentliche Schlüsselstelle dar, da hier mehrere Meter senkrecht nach oben zu überwinden sind.
 
Der Klettersteig kann übergangen werden, indem wir von der Lamsenjochhütte zur Lamsenscharte aufstiegen (drahtseilgesichert, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich). Bei der Scharte wenden wir uns links Richtung Lamsentunnel (Brudertunnel).
 
Nach dem Ausstieg aus dem Tunnel halten wir uns links, wo ein Wegweiser zum Hochnissl in 1,5 Stunden verweist. Diese Zeit erscheint etwas knapp bemessen, es sollten für den langen Gratweg besser zwei Stunden eingeplant werden. Der Weg führt zuerst bergab und steigt nach wenigen Minuten an einer kurzen Felswand entlang empor. Anschließend führt der Pfad hinauf bis an die Hangkante. Hier können wir erstmals ins Stallental hinunterblicken. Weit unten sehen wir am Ende der Forstraße, die durch das Stallental führt, die Lamsenjochhütte. 
 
Teilweise ausgesetzt folgen wir dem gut erkennbaren Weg in mehrfachem Auf und Ab. Wir steigen knapp unterhalb des Gipfels der Rotwandlspitze und der Steinkarlspitze. Deren Besteigung ist im Schwierigkeitsgrad I in wenigen Minuten möglich. Kurz danach folgt ein sehr steiler, durch Klammern gesicherter Abstieg durch eine fast senkreche Rinne. Der Aufstieg zum geräumigen Gipfel der Hochnisslspitze erfolgt anschließend meist auf steilem Steig durch Geröll und Gestein.
 
Der Abstieg bis zum Lamsentunnel erfolgt auf dem Aufstiegsweg. Da der Abstieg über den Klettersteig etwas schwieriger als der Aufstieg ist, gehen wir nach dem Tunnel noch einige Minuten weiter bis zur beschilderten Lamsenscharte auf 2270 m. Hier halten wir uns rechts in den gesicherten Steig, welcher unterhalb der Ostwand der Lamsenspitze zu einem größeren Geröllfeld führt. Zuerst über Serpentinen, danach nur noch über Geröll (teilweise Abfahren möglich) gelangen wir schließlich zurück zur Lamsenjochhütte und von ihr auf dem Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz.

GPS-Daten:


Ab 2015 wird der Weg zum Hochnissel im Bereich Steinkarlspitze von der Lamsen kommend dauerhaft verlegt, in einen Abstand von mindestens 50 m zum Grat.
Dann stimmt die hier dargestellte GPS-Route nicht mehr im Bereich der Steinkarlspitze.


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

Unsere GPS-Dateien dürfen kostenlos für die private Nutzung heruntergeladen werden. Veröffentlichung jeglicher Art und kommerzielle Nutzung nur mit vorheriger Genehmigung von roBerge.de. Die GPS-Daten wurden mit größter Sorgfalt aufbereitet. Trotzdem kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.

Ich akzeptiere die obigen genannten Bedingungen.



Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Sistrans
(www.stefanjud.net)

Sistrans
(www.stefanjud.net)

Universität Innsbruck
(www.foto-webcam.eu)

Geologie:

Der sogenannte Vomperkamm ist bereits für seine Bewegungen (Felsstürze) bei der Landesgeologie bekannt und wird laufend beobachtet. Die derzeit (Stand 2014) massiven Bewegungen im Kammbereich Steinkarlspitze kündigen ein Felssturzereignis an, wann ein solches statt finden kann, ist schwer einzuschätzen, auch die Ausmaße (Menge in Kubikmeter) können schwer eingeschätzt werden. Der Felssturz kann in mehreren Ereignissen in verschiedenen Größen erfolgen. Auch verschieden Gegebenheiten wie z.B. viel Niederschlag, Schmelzwasser und die Frostauflösung im Frühjahr können ein möglicher Grund für einen Felssturz sein.
Deshalb wird in 2015 der Fußweg zum Hochnissel im Bereich Steinkarlspitze von der Lamsen kommend dauerhaft verlegt, in einen Abstand von mindestens 50 m zum Grat.

Literatur:

Klettersteig-Führer

Klettersteige (Bayern · Vorarlberg · Tirol · Salzburg)
92 Klettersteige zwischen Rhein und Salzach
von Werner, Paul / Huttenlocher, Thomas
Infos: Klettersteig-Führer

Klettersteige (Bayern · Vorarlberg · Tirol · Salzburg)

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Der Klettersteig beginnt dort, wo unten der erkennbare Weg durch das Geröllfeld am Fels endet. Auch der Brudertunnel ist darüber erkennbar.Lamsenspitze (links) und Sonnjoch (rechts). Das Stallental, welches bei der Lamsenjochhütte endet. Im Hintergrund das Inntal.Gipfelblick vom Hochnissl. In der Bildmitte die Lamsenspitze. Rechts darunter die Lamsenjochhütte.Im Aufstieg der Blick zurück auf die Lamsenspitze.

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken

Autor:

 Autor: Reinhard Rolle