Hochalm

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Pfannköpfl (Reisköpfl)

Zum Tuxer Joch

"Das Tuxer Jöchl (7149 Fuß) ist ein bequemer Bergsteig, zwar etwas steil von beiden Seiten, aber nicht übermäßig hoch und ganz gefahrlos. Es wird viel begangen, weil es Zillertal und Tux mit dem Wipptal verbindet. Auf dem Joch oben sind Schneestangen eingesteckt, da der Übergang sogar im Winter oft benützt wird. Auch ein Höhenkreuz steht da und ein hölzener Heiland hängt daran, dem die Regengüsse alle Farbe ausgewschen haben; selbst die beiden Arme sind vom Rumpf abgesprungen und hängen nun trostlos neben dem Leib herunter.
Ringsherum ist eine kleine Fläche, von welcher zwei Wege ausgehen - der eine jäh abfallend, zieht gerade vorwärts, der andere läuft zur Linken in ein Tal ein, das sich weithinaus in die Runde zieht. Seine glatten, steilen Seiten sind baum- und buschlos, aber mit schönem Grün bekleidet. Durch dieses Tal geht auch ein Weg nach Hintertux hinunter und manch fremden Wanderer, der ohne Führer von dort heraufkam ist es schon begegnet, dass er den stillen Pfad, der durch diese einsame Weiden hinabführt, für den Weg nach Schmirn hielt, und daher zu einiger Schadenfreude der Tuxer wieder ins Tal hinunter fand, aus welchem er eben heraufgestiegen war ..."

(aus dem Buch "Drei Sommer in Tirol", Band 1, von Ludwig Steub, 1871).

Die Wildetux, so der frühere Name von Hintertux, wurde über das Tuxer Joch vom Wipptal her besiedelt. Wildetux gehörte zur Pfarre Steinach mit Begräbnisrecht. Dies hatte zur Folge, dass die Toten dort bis 1486 begraben werden mußten. Die Verstorbenen wurden also teilweise tagelang über das Tuxer Joch auf beschwerlichem Weg ins Schmirntal und weiter hinaus nach Mauern auf den Friedhof getragen. Heute werden noch viele heitere und besinnliche Geschichten darüber erzählt. Die Tuxer Kreuze am Friedhof von Mauern erinnern heute noch an diese Zeit.


Der Talschluß des Tuxer Tals mit Hintertux, dem Gletschergebiet und dem Tuxerjoch.

Der Talschluß des Tuxer Tals mit Hintertux, dem Gletschergebiet und dem Tuxerjoch.


Kurzinfo:

Region:
Zillertaler Alpen
Tourenart:
Bergtour (leicht)
Erreichte Gipfel:
Pfannköpfl (Reisköpfl) 2388 m
Dauer:
Hintertux - Schleierfall 1,5 Std.
Schleierfall - Tuxer Joch 2 Std.
Tuxer Joch - Hintertux 1,5 - 2 Std.
Touristinfo:
Gemeinde Tux

Anforderung:

Höhenunterschied:
Hintertux 1493 m, Schleierfall 1882 m
Tuxer-Joch-Haus 2313 m, Pfannköpfl 2388 m
Hintertux - Schleierfall 390 m
Schleierfall Tuxer-Jochhaus 431 m
Tuxer Jochhaus - Pfannköpfl 78 m
insgesamt 900 m
Schwierigkeit:
mittel
Leichte Forststraßen und Bergsteige
Beim Schleierfall sieht der kleine Steig über die Felsstufe erheblich schwerer aus, als er dann tatsächlich ist (Treppen mit Seil gesichert).
Der Gipfelaufstieg zum Pfannköpfl UIAA 1 in sehr solidem Fels.

Einkehrmöglichkeit:

Start:


Talstation der Tuxer Gletscherbahn 1493 m

GPS-Wegpunkt:
N47 06.474 E11 40.483 zu Google Maps

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bahn bis Mayrhofen, danach Bus bis Hintertux.

Mit dem Pkw:
Inntalautobahn Ausfahrt Zillertal, im Zillertal bis nach Mayrhofen, von dort durch das Tuxer Tal bis an dessen Talschluß nach Hintertux.

  • Ab Rosenheim: 120 Km / 1:40 Std
  • Ab München: 180 Km / 2:30 Std
  • Ab Bad Tölz: 120 Km / 2:10 Std
  • Ab Salzburg: 195 Km / 2:10 Std

Tourenplaner / Online-Fahrpläne: hier klicken

Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.

Information:
Das Tuxer Tal und insbesondere Hintertux war lange Zeit ein unbekannter, verschlafener Ort. Das änderte sich erst, als man in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts damit begann, das Gletschergebiet touristisch auszunutzen. Seitdem hat sich Hintertux zu einem bedeutenden Skisport-Ort entwickelt, sowohl im Winter als auch im Sommer. An gut besuchten Tagen kann man im Gletschergebiet - von der Zahl der Besucher her - eine ganze Kleinstadt antreffen.


Tourenbeschreibung:

Start: Talstation der Tuxer Gletscherbahn

Hinweis zur Anfahrt (Alternativ-Parkplatz im Sommer):
Einige Meter nach dem Ortsschild von Tux biegt scharf rechts eine Straße Richtung Bichlalm ab. Hier einbiegen und nach der dritten Serpentine rechts zu einem kleinen Waldparkplatz.

Aufstieg:
Ab dem Parkplatz dem Weg Richtung Bichlalm / Tuxerjoch folgen. Nach der Bichlalm fast waagrecht bis zur Abzweigung, wo links der Hauptweg zur Sommerbergalm und zum Tuxerjoch verläuft. Hier nicht diesen Hauptweg nehmen, sondem geradeaus dem Karrenweg geradeaus folgen zu dem schon sichtbaren Wasserfall. Bei diesem durch das Gatter eine leichte Felsstufe ("Sigreider") hinauf ins Weitental. Nach einer guten Stunde durch das einsame Weitental erreicht man das Tuxerjochhaus in einer Höhe von 2313 Meter. Der Gipfel des Pfannbichl wird in wegloser,leichter Kletterei in 15 Minuten besteigen.

Abstieg:
Auf der Forststraße über die Sommerbergalm nach Hintertux.
Schönere Variante: Auf dem Steig der direkt am Tuxerjochhaus beginnt, auf die Forststraße, diese wird allerdings wieder nach kurzer Zeit links verlassen, wo die Forststraße eine scharfe Rechtskurve macht (ungefähr in der Mitte zwischenTuxerjochhaus und Sommerbergalm). Hier links dem Steig folgen, der nach einer halben Stunde wieder auf die Forststraße zur Bichlalm einmündet. Hier links weiter in Richtung Schleierfall und bei der bekannten Weggabelung (siehe Aufstieg) zur Bichlalm und weiter zum Parkplatz.

GPS-Daten:


GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein. Daher verwendet bitte nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden. Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar). Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.


Download Bedingungen

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Webcams:

Aktuelle Bilder von Webcams im Umkreis von 30km vom Ausgangspunkt.
  weitere Webcams findest du hier



Die Kamera befindet sich nordöstlich von Ginzling auf 2.087 Meter Seehöhe.
(www.foto-webcam.eu)

Sistrans
(www.stefanjud.net)

Sistrans
(www.stefanjud.net)

Flora und Fauna:

VIele Lärchen, wie überhapt im ganzen Zillertal. Alpenrosen und Schwalbenwurzenzian werden laufend angetroffen.

Literatur:

Karte

Kompass Karte Nr. 37 "Zillertaler Alpen, Tuxer Alpen"
von Kompass
Infos: Karte

Kompass Karte Nr. 37 "Zillertaler Alpen, Tuxer Alpen"

Bildband

Zillertaler Alpen
von Ritschel, Bernd (Editor) und Heller, Horst (Illustrator)
Infos: Bildband

Zillertaler Alpen

Galerie:


Weitere schöne Bilder sind in unserer Fotoshow

Diashow:

Abzweigung zum Schleierfall, der bereits hinten sichtbar ist.Der SchleierfallNachdem man die kurze Steilstufe am Wasserfall vorbei überwunden hat, wandert man an mehreren übereinander liegenden Gumpen vorbei.Das Weitental ist einsam und lang.Blick vom Pfannköpfl (Reisköpfl) auf das Tuxer-Jochhaus, im Hintergrund das eigentliche Tuxer Joch.Um auf den Gipfel des Pfannköpfls zu gelangen, muss man etwas klettern.Blick auf den nahen Tuxer Ferner. Zum Aufnahmezeitpunkt: der heiße und trockene Sommer 2003, deshalb stark verkleinert. In der unteren Mitte das Tuxerfernhaus, links darunter das Spannaglhaus.

Panorama:

  zur Panorama Ansicht ins Bild klicken