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Rundtour auf der Reiter Alm

»Mit Eisberg, Edelweißlahner und Schottmalhorn«


Dieser Tourenvorschlag führt von der Ramsau nicht ganz einfach auf die Westbastionen der Reiter Alm. Mit Übernachtung auf der Neuen Traunsteiner Hütte ist es eine Zweitagestour über ca. 22 Kilometer und 1800 Höhenmeter.

Der Eisberg vom Wachterl.

Edelweißlahnergipfel


Kurzinfo:

Region:Berchtesgadener Alpen
Tourenart:Bergtour (schwer)  
Erreichte Gipfel:Eisberg 1800 m, Edelweißlahnerkopf 1953 m, Schottmalhorn 2045 m
Dauer:gut 10 Stunden (Aufstieg 5 Std., Abstieg 5 Std.), bedächtige Geher rechnen besser mindestens 12 Stunden ein.
Dauer (Tage):2
Touristinfo:Ramsau

Anforderung:

Höhenunterschied:ca. 1800 m
Streckenlänge:21,5 km
Schwierigkeit:schwer
Die versicherten Steigvarianten auf das Hochplateau der Reiter Alm erfordern kräftiges Zupacken. Vorsicht, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind ratsam, auch für die karstigen Wegstücke. Abgesehen von der Neuen Traunsteiner Hütte gibt es auf der Tour keine Quellen und keine Bewirtschaftung.
Kinder:für Kinder nicht geeignet
Kinderwagen geeignet:Nein
Hunde:für Hunde nicht geeignet, beim Einstieg zu "Leiterl" müssten Hunde getragen werden

Einkehrmöglichkeit:

Neue Traunsteiner Hütte:
geöffnet Mai bis Ende Oktober, Ostern auf Anfrage
Link zur Hütte ...mehr Info, hier klicken

Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).


Startpunkt:

Triebenbachlehen nördlich oberhalb des Hintersees, 850m


GPS-Wegpunkt:

N47 36.831 E12 51.718  [@google-maps]

Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Bushaltestelle "Halsalm" der Ramsauer Ringlinie 845 (am 15 Minuten entfernten Hintersee häufigerer Busverkehr mit Linie 846). Selten angefahren!

Mit dem Pkw:

A8 München – Salzburg bis Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf. Weiter auf der B 305 (Deutsche Alpenstraße) über Inzell, Schneizlreuth bis zur Schwarzbachwacht. 500 m danach rechts abzweigen Richtung Hintersee. Ca. 800 m vor dem Hintersee biegt man rechts ab in die Alte Reichenhaller Straße. Auf dieser bleibt man ca. 2,9 km, um dann rechts in die Triebenbachstraße abzubiegen. Nach 1 km geht es rechts zum Parkplatz am Triebenbachlehen.


Ab Rosenheim: 80 Km / 1:05 Std
Ab München: 135 Km / 1:30 Std
Ab Bad Tölz: 120 Km / 1:35 Std
Ab Salzburg: 40 Km / 0:40 Std


Tourenplaner / Online-Fahrpläne:

hier klicken


Tourenbeschreibung:

Triebenbachlehen nördlich oberhalb des Hintersees, 850m


Vom Ausgangspunkt auf 480 m folgen wir kurz der Forststraße Richtung Halsalm. Am Waldrand biegt rechts ein fast zugewachsener Forstweg ab. Auf ihm steigen wir, bald oberhalb eines Bachgrabens, zum "Kalten Brünnl".
Auf etwa 1050 m führt uns ein unscheinbarer Pfad [1.Foto] rechts in den Wald. Teilweise nur auf Pfadspuren streben wir bald steiler den spärlichen Markierungen nach nordwestwärts hinauf, bis wir unter den Steilabstürzen auf einem Schotterfeld herauskommen, wo wir uns links hinauf zum Wandfuß halten.
Hier finden wir auf 1450 m die Einstiegsleiter zum versicherten Eisbergsteig, der in zwei Varianten, "Leiterl" und "Platte" (unterhalb der Leiter rechts an der Wand entlang) ausgesetzt durch die Wand auf die Reiter Alm leitet. Gern nutzen wir, auf einer Rampe kletternd, die Drahtseilsicherungen, bis sich der Steig in den Latschen abflacht und später die Eisbergscharte zwischen der Hochfläche der Reiter Alm und dem vorgelagerten Eisberg erreicht.
An drei großen, auffälligen Felsen mit Markierung auf ca. 1600 m [Foto 2] (hier können wir Gepäck deponieren) wenden wir uns nach Nordosten und steigen auf einem unscheinbaren Pfad in einem Linksbogen durch lichten Wald, Gebüsch und Latschen zum Grat des Eisbergs hinauf. Der dreigipfelige Eisberg mit 1800 m dominiert den Taubensee und das am Wachterl beginnende Schwarzbachtal, und wir genießen die herrlichen Tiefblicke. Gegenüber grüßen Hochkalter, Watzmann und Lattengebirge [Foto 3], dahinter das Staufenmassiv, und am Talende der Göllstock. Im Süden die Gipfelprominenz der Reiter Alm, davor der Edelweißlahner, der uns ruft.
Beim Abstieg können wir die südlich vorspringende Felskanzel des ebenfalls kreuzgeschmückten Schafecks 1680 m mitnehmen, hier geht der Tiefblick zum Hintersee [Foto 5] und über das gesamte Ramsauer Tal.
Zurück bei den drei Felsen in der Eisbergscharte gehen wir rechts, westwärts zur Wegverzweigung unterhalb der Diensthütte. Wir nehmen den Steig in südlicher Richtung zum Edelweißlahner (geradeaus geht es zur Traunsteiner Hütte oder auf dem "eingeschossenen Steig" hinab zur Schwarzbachwacht). Unser Steig zwängt sich kraftraubend durch Karren, Schrofen und über Felsen hinauf. Wir kraxeln mühsam durch das unwegsame Karstgelände bergan, erreichen den Grat. Hier zweigt ein weiterer steiler Steig ausgesetzt und nicht ungefährlich tief zum Hintersee ab. Nach einem letzten Steilstück stehen wir auf dem Edelweißlahnerkopf (1953 m, siehe Foto oben). Auch hier genießen wir bei der Gipfelrast das Panorama. Weit erstreckt sich nach Westen das Kalkhochplateau der Reiter Alm.
Nun könnte man über des steilen Steig direkt zum Hintersee absteigen und die Tour als Tagestour abschließen. Wir aber lassen uns vom Wegweiser "Traunsteiner Hütte 1 1/2 h" [Foto 6] verführen und folgen dem Weg über die Reiter Alm. Schon nach kurzer Zeit zweigt der Weg auf das Schottmalhorn (davon haben die Berchtesgadener drei) links hinauf ab. Wir nehmen unter Zurücklassung des Gepäcks den Berg mit, so verzeichnen wir mit 2045 m einen echten Zweitausender als höchsten Punkt unserer Tour. Hier stehen wir auf dem grasigen Gipfelpunkt der Wandflucht, die auf dem berühmten Kalenderfotomotiv die Ramsauer Kirche überragt. Zurück am Wegabzweig geht es nun unschwierig westwärts durch die zaubergartenähnliche Landschaft der Hochfläche der Reiter Alm. Wir bewundern Felsenformationen, bunte Blumen, Zirben und die fantasievollen Zeitangaben auf den gelben Wegweisern.
Nach gut 2 Stunden erreichen wir schließlich die gastliche Neue Traunsteiner Hütte DAV auf 1560 m, guten Appetit und geruhsame Nacht.
Von der Hütte wandern wir auf dem bequemen Wachterlsteig nach Nordosten, durch die Saugasse und ehemalige Almen, zuletzt im Wald steil hinab die Reiter Alm verlassend, in 3 Stunden zur vom Eisberg überragten Schwarzbachwacht (siehe Foto oben). Von hier zu Fuß 3,5 km in einer Dreiviertelstunde am Eisbergfuß entlang oder per Bus 846 zum Startpunkt.


Literatur:

Wanderführer:Wilde Wege Bayerische Alpen
50 Touren zwischen Ammergau und Berchtesgaden
von Zahel, Mark
Alpenvereinsführer:Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin
Alle Routen für Wanderer und Bergsteiger
von Kühnhauser, Bernhard
Karte:Alpenvereinskarte BY20
Reiteralm, Lattengebirge
von Alpenverein

GPS-Daten:

Um die Kartenansicht (Karte, Satellit, Gelände, etc.) zu wechseln, bitte auf der Karte oben rechts den entsprechende Menüpunkt auswählen. Bitte verwendet nie die Tracks ohne betreffendes Kartenmaterial für das dazugehörige Gebiet. Die GPS-Daten sollen nur als zusätzliche Unterstützung verwendet werden.


Galerie:

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Diashow:

 

Gipfelpanorama bei PeakFinder:

 Gipfelpanorama vom Schottmahlhorn


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