Bergsteig auf's Heimkehrerköpfl
Der Grinnerkopf ist eine dem Hauptkamm des Zahmen Kaisers nördlich vorgelagerte Bergspitze. Den felsigen Gipfel ziert das sogenannte Heimkehrerkreuz, das die unversehrten Kriegsheimkehrer des Zweiten Weltkriegs aus Dankbarkeit an dieser exponierten Stelle errichteten.
Vom Tal aus scheint der steil aufragende Gipfel nur Kletterern vorbehalten zu sein. Beim Anstieg öffnen sich aber durch senkrechte Aufschwünge mehrmals überraschend gut begehbare Rinnen, die zum Kamm und schließlich zum Gipfel leiten. Die Aussicht von dieser einsamen Plattform ist grandios. Wer im Kaisergebirge eine schöne, einsame Alternative zu den bekannten Zielen sucht, der ist hier richtig. Außer auf Gämsen wird er bis zum Grinnerkopf an vielen Tagen kaum ein anderes Lebewesen treffen.
GPS-Wegpunkt:
N47 37.653 E12 15.969 zu Google Maps
Mit dem Pkw:
Von Norden und Süden: Inntalautobahn Ausfahrt Oberaudorf Richtung Walchsee.Knapp 1 km nach Gasthof Sebi rechts abbiegen Richtung Buchberg / Köllenberg / Aschinger Alm.
Von Osten: Über St. Johann in Tirol nach Durchholzen. Ca. 1,5 Kilometer nach Durchholzen links abbiegen Richtung Buchberg / Köllenberg / Aschinger Alm.
Einen halben Kilometer hinter Köllenberg zweigt rechts eine kleine Forststraße ab - auf dieser weiterfahren bis zu einer Schranke.
Mit dem Bike:
Im Frühjahr kann man mit dem Bike bis zum unteren Ende des Kars fahren: Von Durchholzen zur Aschinger Alm ca. 240 hm, weiter zum Einstieg ins Kar ca. 230 hm, ab Durchholzen ca. 8,5 km
Tourenplaner / Online-Fahrpläne:
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Vom Parkplatz hält man auf das Kreuz im Almgelände zu. Von diesem weiter zum Waldrand. Nun auf einem markierten Pfad, zwei Forstwege überschreitend, zum eigentlichen Einstieg, der steil links aufwärts führt. Auf diesem Steig bleiben. Nach etwa 1 1/4 verlässt man den Waldgürtel. Eine kleine Felsstufe (alte Markierung) wird ohne Schwierigkeiten überwunden. Hier lohnt sich aufgrund der erstmals freien Sicht eine kleine Trinkpause.
Nun, auf Steigspuren achtend, dem Pfad weiter aufwärts folgen, bis der erste Felsaufschwung erreicht wird. Dort weist ein schwach sichtbarer Pfeil nach rechts. Diesem unbedingt folgen, weil man nur so in eine steile, anfangs grasige und später schrofige Rinne kommt, die einen unschwierigen Zugang zum Kamm vermittelt. Der Gipfel liegt rechts (nördlich) unter einem kleinen Absatz. Über diesen in leichter Kletterei (1) hinunter und ausgesetzt über einen kurzen, luftigen Grat zum Gipfelkreuz.
Vom Gipfel folgt man direkt dem Grat Richtung Hauptkamm. Bein einem Aufschwung nicht (!) rechts den leichter scheinenden Gamsspuren folgen, sondern links in leichter Kletterei (1) den Grataufschwung hinauf. Nun, auf Steigspuren achtend, durch das latschendurchsetzte Gelände zum markierten Steig, der von der Pyramidenspitze zum sogenannten Voglbad führt. Noch vor diesem Kammanstieg rechts (nördlich) hinunter durch das Egersgrinn (Schild: "Weg aufgelassen!"). Nach einer bei Nässe heiklen Steilstufe geht's über grobe Schotterhalden und zwei deutlich abgesetzte Karstufen hinunter in den Wald, zum dem man am rechten Ende des Kars absteigen kann.
Im Wald den Steigspuren und alten roten Markierungen bis zum Forstweg folgen. Auf diesem zurück zum asphaltierten Sträßchen, das zum Berggasthof Kölnberg und in weiterer Folge zum Alpengasthof Aschinger Alm führt.
GPX-Tracks sind oft ungenau. Die angezeigten Daten können (insbesondere zur Höhe und Steigung) falsch sein.
Auf der Karte lässt sich rechts oben in die Kartengrundlage OpenTopomap umschalten (OpenTopoMap ist nicht immer sofort verfügbar).
Zum Zoomen der Karte bitte STRG und Mausrad benutzen.
Wanderbuch Unterinntal
Die schönsten Touren zwischen Kufstein und dem Achensee
von Fischlmaier, Hans