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Kellerjoch - Von Fügen über das Spieljoch

Sicher ist dem einen oder anderen schon einmal, wenn er von einem Gipfel des unteren Inntals nach Süden blickte, das zackige Bergmassiv bei der Einmündung des Zillertals in das Inntal aufgefallen. Hierbei handelt es sich um das Kellerjoch. Der Name des höchsten Gipfels ist das Kreuzjoch mit 2344 m), es gilt als der Hausberg der Schwazer. Manchmal wird auch das Joch, auf welchem sich die Kellerjochhütte befindet, als Kellerjoch bezeichnet (bei den Einheimischen auch Kellner).
Das Kellerjoch bildet zusammen mit dem Gilfert den nördlichsten Eckpfeiler der Tuxer Voralpen, direkt am Inntal gelegen.
Als Ausgangspunkt für diese Rundtour haben wir das Spieljoch gewählt, bei der Bergstation der Spieljoch-Bahn ab Fügen. Vielen sicher vom Skifahren ein Begriff. Die Wanderung führt über die Gartalm (Hochleger) in einem großen Bogen zu den südlichen Bereichen des Kellerjochs und von dort bis zum Gipfel. Als Abstiegsvariante haben wir den etwas schwierigeren Alpinsteig gewählt. Wer noch genügend Zeit hat letzte Talfahrt der Spieljochbahn beachten!), kann noch den Gipfel des Kuhmesser mitnehmen.
Das einzige, was diese schöne Tour etwas trübt, sind die vielen Skilifte im Bereich des Spieljochs.

Toureninfo

  • Region: Tuxer Alpen
  • Tourenart: Bergtour (mittel)  
  • Andere Bergsportarten: Wer die entsprechende Kondition besitzt, fährt mit dem Mountainbike die 1300 Höhenmeter zum Spieljoch hinauf, anstatt die Gondelbahn zu benutzen ...
  • Erreichte Gipfel:
    Kellerjoch (Kreuzjoch) 2344 m
    Kuhmesser 2285 m
  • Dauer: ca. 4 Std.
  • Touristinfo: Fügen/Hochfügen
  • Höhenunterschied: ca. 700 m (mehrere Zwischenanstiege)
  • Streckenlänge: ca. 7,5 km
  • Schwierigkeit: : mittel
    Trittsicherheit erforderlich.
    Schwindelfreiheit unerläßlich beim Abstieg über den Alpinsteig zum Spieljoch.
  • Kinder: Für kleine Kinder ist der Rückweg über den Alpinsteig nicht geeignet.
  • Kinderwagen geeignet: Nein
  • Hunde: für Hunde geeignet
  • Gartalm-Hochleger: während der Almsaison geöffnet 
  • Kellerjochhütte: von Ende Mai bis Ende Oktober (je nach Schneelage), kein Ruhetag 
  • Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).

Startpunkt - Talstation der Spieljochbahn, 623m

GPS-Wegpunkt: N47 20.342 E11 50.614 (zur Eingabe für Google Maps)
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der Bahn bis nach Jenbach/Tirol, von hier weiter mit Zillertalbahn bis nach Fügen. Ab dem Bahnhof der Beschilderung zur Spieljochbahn folgen. Die Talstation der Bahn befindet sich südöstlich des Ortszentrums.
Mit dem Pkw: Inntalautobahn Ausfahrt Achensee/Zillertal in Richtung Zillertal. Fügen ist der erste größere Ort im Zillertal. Hier den Beschilderungen zur Spieljochbahn folgen.
Ab Rosenheim: 85 Km / 1:00 Std  Ab München: 140 Km / 1:20 Std  Ab Bad Tölz: 75 Km / 1:05 Std  Ab Salzburg: 155 Km / 1:30 Std  Information: Info zu Fügen bei Wikipedia

Tourenbeschreibung

Aufstieg:
Von der Bergstation der Spieljochbahn folgen wir dem Wegweiser zur Geols- und Gartalm (nicht AV 312 «Alpinsteig», dieser ist unser späterer Rückweg). Wir erreichen nach wenigen Minuten den Gipfel des Spieljoch (1908 m). Hier geht die breite Forststraße in einen Bergsteig über, welcher uns leicht absteigend durch baumloses Gelände bis in den Hang oberhalb der Geols-Alm führt. Wir steigen nicht zur Alm hinunter, sondern bleiben auf dem Steig und wandern nun wieder etwas ansteigend bis zur Gartalm-Hochleger (1830 m). Hier befinden wir uns bereits am Osthang des Kellerjochs.
Das alte Gebäude der Gartalm ist als Almmuseum hergerichtet worden. Hier kann man die alten Werkzeuge bewundern, mit denen früher die Milch bearbeitet wurde.
Ab der Gartalm folgen wir dem Bergweg und bald sehen wir rechts oben die Gipfelkapelle am höchsten Punkt des Kreuzjochs. Doch bis wir dieses erreichen, dauert es noch etwas, denn zuerst müssen wir der Kellerjochhütte einen Besuch abstatten, die mit einer frischen Stärkung aufwartet. Falls die Sicht gut ist, können wir bereits von hier den großartigen Blick auf das Karwendel sowie in das Inntal genießen.
Der Weg über den Alpinsteig ist manchmal gesperrt, deshalb sollten wir sicherheitshalber beim Wirt der Hütte nachfragen, ob er begehbar ist.
Von der Hütte gelangt man dann in wenigen Minuten auf einem einfachen Bergweg zum höchsten Punkt mit der Kapelle.

Abstieg leicht:
Wie Aufstieg über die Garalm.

Abstieg über den Alpinsteig (für Fortgeschrittene):
Nach dem Gipfel steigen wir wieder in Richtung Hütte ab. Kurz davor zweigt rechts (also in Richtung Nordosten) der Alpinsteig ab. Er quert leicht ansteigend den steilen Nordosthang des Kellerjochs, ist teilweise durch Drahtseil gesichert und führt über eine etwas unangenehme Scharte. Deshalb ist diese Variante auch nur den trittsicheren Bergsteigern zu empfehlen. Anschließend steigen wir über eine Schafweide bergab, bis wir nach einer Mulde den Sattel beim Onkeljoch erreichen. An der Bergstation eines Sesselliftes sehen wir bereits unter uns die Bergstation der Gondelbahn liegen, die wir in einer Viertelstunde erreichen.

Literatur

  • Wanderführer: Zillertal - mit Gerlos, Tuxer, Schmirn- und Valser Tal - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen, von Klier, Walter 
  • Karte: Kompass Karte Nr. 37 "Zillertaler Alpen, Tuxer Alpen", von Kompass 

Hinweis

Es kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.
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