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Mitteralm über den Sommerweg - Am Fuß des Wendelstein

Die Mitteralm liegt an der Mittelstation der Wendelstein-Zahnradbahn. Zu ihr führt dieser beliebte Wanderweg, der das ganze Jahr über begangen wird. Die Hütte ist im Eigentum der Sektion Bergbund Rosenheim des Deutschen Alpenvereins e.V.

Toureninfo

  • Region: Bayerische Voralpen
  • Tourenart: Bergtour (mittel)  
  • Dauer: Aufstieg ca. 1 Std.45 Min, Abstieg ca. 1 Std. 20 Min.
    Gesamtgehzeit ca. 3 Std.
  • Lawinengefahr: Der nach Aipl rechts beginnende Winterweg weist ab den ersten Schneefällen extreme Lawinengefahr auf!
  • Beste Jahreszeit: Das ganze Jahr über.
  • Touristinfo: Brannenburg
  • Höhenunterschied: St. Margarethen 650 Meter, Mitteralm 1199 Meter
    Höhenunterschied gesamt 549 Meter
  • Streckenlänge: 9,6 km
  • Schwierigkeit: : mittel
    Forststraße, kurz am Anfang steil, ansonsten sehr angenehm zu gehen. Auf dem Winterweg ist etwas Trittsicherheit erforderlich
  • Hunde: für Hunde geeignet
  • Mitteralm: Ganzjährig geöffnet, Ruhetage siehe Webseite 
  • Hinweis: Da wir die Öffnungszeiten, Übernachtungshinweise, etc. oft aus dritter Hand erhalten, kann es immer wieder vorkommen, dass die hier veröffentlichten Daten nicht mehr ganz aktuell sind. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich bitte vor Beginn einer Tour direkt bei der Hütte informieren (Telefon / Homepage).

Startpunkt - St. Margarethen bei Brannenburg, 630m

GPS-Wegpunkt: N47 43.519 E12 05.049 (zur Eingabe für Google Maps)
Umweltfreundliche Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit der Bahn über Rosenheim zum Bahnhof Brannenburg. Ab hier gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr (2,5 Kilometer, ca. 150 Höhenmeter, zu Fuß bis zum Wanderparkplatz ca. 1 Stunde).
Mit dem Pkw: Inntalautobahn Ausfahrt Brannenburg, bei der ersten Ampel in Brannenburg geradeaus weiterfahren in die Sudelfeldstraße (Richtung Bayrisch-Zell), bei der nächsten Straßengablung rechts einfahren in die Dientzenhoferstraße. Der geräumige Wanderparkplatz befindet sich in Margarethen unterhalb der Kirche.
Ab Rosenheim: 20 Km / 0:25 Std  Ab München: 75 Km / 0:50 Std  Ab Bad Tölz: 60 Km / 0:55 Std  Ab Salzburg: 90 Km / 1:00 Std  Mit dem Bike: Mit dem Bike fährt man ab der Kirche in Brannenburg ca. 2,3 Kilometer (150 Höhenmeter) auf Asphalt.
Information: Die Kirche St. Margarethen wurde zwar 1445 erstmals urkundlich erwähnt, es gab sie jedoch schon früher als Kapelle. Die umgebenden Gehöfte sind vermutlich zwischen 1000 bis 1100 entstanden. Der Friedhof beherbergt die Gräber und Gedenktafeln bekannter Persönlichkeiten.

Tourenbeschreibung

Aufstieg:

Ab dem Wanderparkplatz bleiben wir ca. 10 Minuten in südlicher Richtung auf der Straße. Am Waldrand biegen wir rechts ab und nach 40 Metern bei einer Gabelung nochmals rechts, Die Abzweigungen sind jeweils beschildert ("Breitenberghaus /Mitteralm"). Nun geht es kurzzeitig durch einen lichten Wald auf der Forststraße sehr steil aufwärts. Bald wird es wieder flacher, die Abzweigung zum Breitenberghaus lassen wir rechts liegen. Eine halbe Stunde danach queren wir die Wendelstein-Zahnradbahn durch eine kleine Unterführung. Nun steigen wir moderat durch den lichten Wald empor und bleiben meist in Sichtweite der Zahnradbahn und des links verlaufenden Mühlbachs. Ca. 40 Minuten nach der Unterführung erreichen wir auf 980 Meter Höhe südlich der Salwand die Station "Aipl" der Zahnradbahn. Hier überqueren wir die Gleise. Jetzt haben wir die Auswahl zwischen zwei Wegen, um zur Mitteralm zu gelangen:

Im Winter nehmen wir aufgrund der extremen Lawinengefahr den links beginnenden Winterweg. Dieser verläuft kurz geradeaus und endet bei einer Brücke. Dort beginnt der einfache Steig, der eine knappe halbe Stunde dauert. Er führt uns manchmal steil durch den Wald, bis wir kurz unterhalb der Mitteralm die Abzweigung zum Arzmoos passieren und bei der Alm wieder in flacheres Gelände gelangen.

Im Sommer können wir auch auf dem Weg aufsteigen, welcher nach der Gleisüberquerung bei Aipl geradeaus führt. Diese Forststraße führt die nächsten 140 Höhenmeter teils steinig steil nach oben, 

Abstieg:

Für den Abstieg sind beide Varianten möglich, im Winter allerdings nur der Winterweg.

Geologie

Oberhalb der Mitteralm, wo der Weg weiter Richtung Wendelstein verläuft, befindet man sich auf einem Teil des "Geopark Wendelstein" (geologischer Lehrpfad). Vor ca. 10000 Jahren erstreckte sich ein kleiner, lokaler Gletscher, der Wendelstein-Gletscher von der Reindler-Alpe bis hinab zur Mitteralm.Gletschereis fließt ja bekanntlich, und an seinen vorderen und seitlichen Rändern werden Gesteinsbrocken, Schutt, Kies und Sand abgesetzt, die in ihrer Gesamtheit (in unserer Zeit meist als kleine Hügel sichtbar) als Moräne bezeichnet werden.
Der Weg von der Mitteralm zur Reindler-Alpe hinauf führt mitten hindurch durch eine solche Moräne, die vor allem rechts des Weges (bergauf) gut zu erkennen ist.

Literatur

  • Hüttenführer: Hüttenwandern zwischen Garmisch und Berchtesgaden - (hier portofrei bestellen)von Rolle, Reinhard 
  • Alpenvereinsführer: Alpenvereinsführer Bayerische Voralpen Ost, von Zebhauser, Marianne und Emmeram 
  • Bildband: Land unter dem Wendelstein, von Eberhard, Robert 

Sagen, Mythen und Wahrheiten

In einer Sommernacht saßen vor langer Zeit zwei Sennerinnen, ein Senner, ein Jäger und einige Jagdgehilfen in der Mitteralm, als sich die Tür öffnete, ein in Jagdgewand gekleideter Fremder herein trat und Platz nahm. Der Hund des Jägers jaulte und jammerte, bis ihn sein Herrchen nach draußen schickte. Als die anderen Gäste nach einiger Zeit gegangen waren, bemerkte die Sennerin plötzlich, dass der Fremde Bocksfüße hatte, die nur der Teufel trägt. Sie wollte flüchten, aber die Beine versagten. Der Teufel grinste und hatte sie in seiner Gewalt. Auch ihr Beten half nichts. Plötzlich öffnete sich die Tür und ein Priester kam hinein. Der Teufel gab daraufhin auf und schoss mit einem lauten Krach in die Hochsalwand. Er kehrte nie wieder.

Hinweis

Autor: Reinhard Rolle
Es kann keine Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten gegeben werden. Sie können deshalb nur als Unterstützung bei der Wegfindung dienen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass die Nutzung der Daten auf eigene Verantwortung erfolgt und die Wegfindung nur aufgrund offizieller Karten erfolgen darauf. Die Benutzung privater Straßen und das Betreten privater Grundstücke kann gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.
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