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Autor Thema: Überschreitung Steinbergstein am 15.05.22  (Gelesen 394 mal)

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Offline MANAL

  • roBergler
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Überschreitung Steinbergstein am 15.05.22
« am: 16.05.2022, 19:31 »
An dem schönen Sonntag habe ich den Steinbergstein in den Kitzbühler Alpen überschritten.

Start im Windautal (Maustraße 3€) an der Abzweigung zu den Steinbergalmen auf ca. 970m. Parkmöglichkeiten bieten sich etliche in der unmittelbaren Umgebung zur Abzweigung.
Über die Fahrstraße geht es dann an etlichen Almen in moderater Steigung aufwärts. Einige hundert Meter nach der Unteren Steinbergalm folgt auf ca. 1300m die Abzweigung des "Sauwegl" zu den Lärchenbergalmen. Im angenehm schattigen Wald geht es jetzt etwas steiler aufwärts bis man auf ca. 1450m auf die schön gelegenen Almflächen der Unteren Lärchenergalmen kommt. An dieser vorbei geht es teilweise recht flach in das Tälchen hoch zum Wiesboden. Man passiert die urige Obere Lärchenbergalm und erreicht recht bald den flachen Sattel zwischen Wiesboden und Steinberg. Östlich geht es am Wiesboden vorbei wo sich der Lodron vor einem zeigt. Am Rücken zwischen Wiesboden und Lodron hängt noch eine riesige Wächte die den Weg zum Rücken rauf komplett versperrt.

 
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Ich bin südlich über den Wiesboden zum Rücken rauf, man könnte auch unterhalb queren und nördlich unterhalb des Lodron hochsteigen. Ich bin dann erstmal rüber zum Gipfel vom Lodron (1925m) und habe dort eine Pause eingelegt und die Aussicht genossen.

 
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Vom Lodron zeigt sich im Süden der Steinbergstein von seiner massiven Seite mit seiner steilen Nordostflanke. Im Vordergrund der flache Wiesboden, dahinter der Ramkarkopf. Der Aufstieg erfolgt über den Rücken nach rechts und dann am Bergmassiv hoch nach links.

 
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Am Lodron ist der Steinbergstein mit 1,5 Stunden angeschrieben, ein paar hundert Meter weiter am Wiesboden mit 1 Stunde. Beides ist relativ sportlich bemessen, ich habe 1 1/4 Stunden gebraucht und gehöre sicher nicht zu den langsamsten. 

Der Weg rüber ist nicht schwer, aber lang. Zuerst  geht es den flachen Wiesboden (1947m) hoch der sich dann  zu einem schmalen aber harmlosen Grat verjüngt. Hinter einem Gipfelkreuz geht es dann ca. 40m eine Senke runter und dann am Ramkarkopf (2062m) vorbei (Gipfel lässt man links liegen) zum felsigeren Aufschwung des Steinbergsteins. Kurz ist es mal etwas alpiner und steiler, aber alles im T3-Bereich und eher Genusswandergelände. Man biegt dann nach Osten auf den Rücken des Steinbergsteins ein und erkennt, dass der nordseitig so steil abfallende Berg nach Südwesten mit weiten moderat geneigten Grashängen abfällt über die man fast überall auch so weglos hochsteigen könnte. Der Gipfel kommt da bereits in Sicht, aber noch geht es ein Stück entlang des Gipfelgrats mit kurze Tiefblicke dahin. Schließlich erreicht man das weitläufige Gipfelgelände des Steinbergsteins (2215m) und genießt jetzt auch freie Sicht nach Süden zu die schneebedeckten Tauern mit Glockner und Venediger.

 
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Um die Überschreitung zu komplettieren bin ich dann nach Osten runter zur Lagfeldenalm. Über den Weg habe ich kaum was im Netz gefunden und war gespannt was mich erwartet und war positiv überrascht dass er gut durchmarkiert und gut erkennbar ist obwohl er wohl wie der ganze Steinbergstein nur recht wenig Besuch bekommt. Etwas unterhalb vom Gipfel ging es über Schneefelder und an Wächten vorbei wo man etwas schauen musste wo der Weg überhaupt verläuft. Klar erkennbare Spuren im Schnee habe ich keine gesehen, nur kaum mehr erkennbare Skispuren und Stapfer. Aber im Abstieg erkennt man in der Regel wo der Weg weiter unter verläuft, im Aufstieg dürfte die Wegfindung schwieriger sein. Nachdem man das weitläufige Gipfelgelände verlassen hat geht es steiler im Gras in vielen Serpentinen an einer Rippe runter. Weiter unten lassen sich schon die Almflächen der Lagfeldenalm erkennen.

 
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Richtig schwierig ist der Weg auch hier nicht und die moderat geneigten Hänge würden auch ein wegloses Vorankommen ermöglichen. Ab der Lagfeldenalm bin ich dann über den Fahrweg wieder abgestiegen. Der zieht sich zwar, aber er ist recht gelenkschonend und im oberen Teil auch sehr aussichtsreich. Man könnte von der Lagfeldenalm auch weiter auf einem Steig ins Windautal absteigen, aber dann würde unten ein Talhatscher an der Fahrstraße auf einem warten.

Von den Bedingungen ist der Steinbergstein inzwischen problemlos zu bewältigen. Man hat zwar noch an manchen Stellen Schneefelder und ungefährliche Wächten aber außer gelegentlich bis zum Oberschenkel im weichen Schnee zu versinken alles ohne Gefahr. Manche Stellen sind etwas naß und sumpfig aber so sind nun mal die grasigen Kitzbühler Alpen während er Schneeschmelze.

Gesamtlänge: ca. 19km
Höhenmeter: ca. 1400m

Fazit: Eine schöne Rundtour über den massigen Steinbergstein mit viel Aussicht. Im Gegensatz zum Winter ist hier nur sehr wenig los und man kann viel Ruhe genießen. Einziger Nachteil an der Tour sind die Forstweganteile, da es gerade im unteren Teil der Tour leider keine abkürzenden Wanderwege durch die teils sumpfigen Almwiesen gibt und man die recht langen Serpentinen der Fahrstraße gehen muss.