Dummy


alle Partner & Verlosungen

Autor Thema: Feierabendtour auf den Herzogstand am 16.04.21  (Gelesen 367 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline MANAL

  • roBergler
  • Beiträge: 1221
  • Geschlecht: Männlich
Nachdem für das Wochenende nicht so schönes Wetter angekündigt war habe ich früher Schluß gemacht und bin zum Kesselberg gefahren. Zuerst hatte ich eigentlich den Jochberg im Kopf, aber nachdem ich kurz vor 16 Uhr sogar auf dem Parkplatz gleich hinter der Paßhöhe einen Platz gefunden habe entschied ich mich den Herzogstand über die Fahrstraße anzugehen. Wenn schon so wenig hier parken sollte es am Berg teilweise überlaufenen Berg auch ruhig sein. Zudem war ich vor vielen Jahren erst ein einziges Mal auf dem Herzogstand und dann auf anderen Weg. Den Jochberg kenne ich doch besser.

Viel muss man nicht zum Weg sagen. Bis zum Herzogstandhaus geht die Fahrstraße teils flach, teils steil und mit etlichen Serpentinen hoch. Nirgends schwierig, für jeden zu bewältigen. Ab dem Herzogstandhaus dann die Querung am Martinskopf und der flache Serpentinenweg hoch zum Kreuzgipfel und zum Pavillion. Alles bei passenden Bedingungen für jeden Bergtouristen geeignet.

Bedingungen an diesem Tag waren ab dem Herzogstandhaus nicht mehr für die Bergtouristen geeignet. Die Fahrstraße davor war geräumt und nur auf wenigen Passagen schneebedeckt. Wenn es durchfrieren sollte sind Grödel sicher sehr angenehm, wenn es warm ist taut das eh schnell weg und der Schnee ist weich.
Ab dem Herzogstandhaus dann ein gut gespurter Weg bis hoch zum Gipfel. Der Schnee war bei meiner Begehung im schattigeren Bereichen durchgefroren und trocken, in sonnenausgesetzten Passagen deutlich weicher. Es geht ohne Grödel, aber mit ist es doch deutlich angenehmer und man kann flotter gehen weil man nicht wegrutscht.

Viel war nicht los. Bis kurz vor Gipfel kamen mir noch vereinzelt andere Wanderer entgegen, aber dann war Ruhe und ich hatte den Gipfel für mich. Auch im Abstieg war niemand mehr unterwegs. Einzig zwei andere Wanderer die mir als letztes entgegen gekommen sind und die zum Martinskopf hochgewühlt sind (da war nur eine Skispur vorhanden) habe ich im Abstieg noch irgendwo oben gehört. Vermute die sind auch noch weiter zum Fahrenberg.

Die Gratüberschreitung ist die Tage wohl niemand gegangen, zumindest habe ich dort keine Spuren im Schnee gesehen. Oben dürfte es so einen Meter haben. In den Hängen überall noch Skispuren vom Vortag oder vom Morgen als man wohl noch deutlich weiter runter fahren konnte.

Wetter war zwar frisch oben, aber mit den Wolken eine tolle Stimmung bei tiefer Sonne. Man glaubt gar nicht wie hochalpin der Herzogstand im April sein kann.  :laugh:

14,3 Wegkilometer und 900 Höhenmeter.

Fazit: Wenn nichts los ist, ist der Herzogstand schon ein schöner Berg. Ruhe hat man nur wenn man azyklisch unterwegs ist. Bei solchen Schneelagen eine sehr dankbare Tour weil man auf dem geräumten Weg gemütlich gehen kann statt sich durch nassen Schnee und Batz zu quälen. Zum fit werden und für's Training eine sehr gute Tour die man wegen dem zwar etwas monotonen aber guten Weg auch recht flott gehen kann (rauf 1h45min, runter 1h25min).

So nervig es ist wegen Corona nicht schöne Berge in Tirol anfahren zu können, bietet sich mir die Chance so manche Gipfel anzugehen die ich bisher gemieden oder übersehen habe. Man muss das beste aus der Situation machen und sich an dem erfreuen was man machen kann. Man kann es ja eh nicht ändern und rumjammern zieht einem selbst und seine Mitmenschen nur psychisch runter.

Fotos:

 
DSC05870_s.jpg

 Die Herzogstand-Nordwand ist schon beeindruckend.

 
DSC05912-05913_stitch_s2.jpg

 Bis zum Herzogstandhaus geräumter Weg. Oben hat es ordentlich Schnee. Hinten sieht man den Weiterweg zum Herzogstand.

 
DSC05916_s.jpg

 Die nordseitige Querung unterhalb vom Martinskopf dürfte die anspruchsvollste Stelle der Tour sein. Aber alles gut gespurt.

 
DSC05949-05951_stitch_s.jpg

 Welch hochalpine Stimmung der Herzogstand bieten kann. Blick vom Kreuzgipfel zum Hauptgipfel.

 
DSC05976-05978_stitch_s.jpg

 Tiefblick vom Pavilliongipfel über den Kreuzgipfel tief runter zum Kochelsee. Im Hintergrund Jochberg und Benediktenwand.

roBerge.de

  •  
    •  
Werbung
« am: 17.04.2021, 23:39 »