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Forum => Highlights => Wer war wo? => Thema gestartet von: BFklaus am 11.07.2019, 19:48

Titel: Gruberhörndl am 11.07.2019
Beitrag von: BFklaus am 11.07.2019, 19:48
Vor knapp zwei Wochen war ich auf meiner Tour hoch überm Falkensee auf die Westflanke des Scharnkopfs abgebogen. Heute wählte ich den abschnittsweise versicherten Steig Richtung Weittaldiensthütte, dicht am Kleinen und Großen Turm vorbei. Letzterer trägt ein gut sichtbares Metallkreuz, das schon seit Jahren völlig aus dem Lot ist.
 
01_Großer_Turm.jpg


Der Steig ist erstaunlich gut in Schuss, auch wenn man gelegentlich umgestürzte Bäume überklettern oder umgehen muss und eine der Sicherungen im Steilaufschwung hinter dem Großen Turm ausgerissen ist. Bald war ich auf Augenhöhe mit der markanten Felsnadel. Im Hintergrund stehen sich Kienberg und Kienbergl gegenüber.
 
02_Kienberg_Kienbergl.jpg


Natürlich taucht der Falkensee immer wieder auf.
 
03_Falkensee.jpg


Irgendwann traf ich dann auf den Weittalsteig, dem ich bis zur Diensthütte folgte. Leider lieferte der Brunnen kein Wasser mehr. Ich musste also mit meinem gewichtsoptimierten Getränkevorrat gut haushalten. Der Weg zum Gruberhörndl ist jetzt durchgehend grün-weiß markiert und fast schikanefrei zu laufen. Das neue Gipfelkreuz ist - wie schon das alte - eines der stilvolleren im fantasielosen Kreuzeinerlei.
 
04_Gruberhörndl.jpg


Nach der einsamen, aussichtsreichen Pause stieg ich den etwas versteckten, versicherten Pfad auf der Nordseite des Gruberhörndls ab.
 
05_Steig.jpg


Mit einigem Auf und Ab und diversen Schnee-/Windbruchpassagen kreuzt der Pfad schließlich den Weittalsteig, auf dem ich dann abstieg. Der steile, ungesicherte, teils ausgesetzte, unmarkierte Steig ist im oberen Bereich ziemlich gut zu begehen. Nach unten hin häufen sich Schneebruchabschnitte, die ganz unten, im wenig steilen Gelände, den Steig vollkommen unpassierbar machen, wie eli bereits absolut korrekt berichtet hatte. Von oben kommend hatte ich den großen Überblick und umging den unpassierbaren Bereich weglos, was zwar nicht wirklich Spaß machte, aber verletzungsfrei gelang.
Titel: Re.: Gruberhörndl am 11.07.2019
Beitrag von: eli am 11.07.2019, 20:08
Servus BFklaus,

eine spannende Runde mit tollen Bildern, Respekt! #gutgemacht#   Ich gehe mal davon aus, dass sich die Zahl der Bergsteiger ( Wanderer sage ich hier ganz bestimmt nicht mehr ) in Grenzen hielt.

 #danke1# vor allem, dass jetzt meine Seele bei der unteren Schlüsselstelle  ihren Frieden gefunden hat, das Kienbergl war demnach so oder so für mich die richtige Alternative.

Hawedere

eli
Titel: Re.: Gruberhörndl am 11.07.2019
Beitrag von: BFklaus am 12.07.2019, 10:04
Ich gehe mal davon aus, dass sich die Zahl der Bergsteiger ( Wanderer sage ich hier ganz bestimmt nicht mehr ) in Grenzen hielt.
Bei OSM sind die benutzten Steige fast durchweg mit T4 (alpine hiking) bewertet, außer dem markierten Kamm-Weg zum Gruberhörndl (T2). Zumindest die stahlseilversicherten Steige halte ich für überbewertet, da wäre T3 zutreffender.
Der Weittalsteig passt mit T4. Dort sind gelegentlich alte, verrottete Reste von Sicherungen zu finden. Am Einstieg ist eine felsige Steilstufe amateurhaft mit Stahlstiften und einem extrem dünnen Stahlseil versichert.

Bis zur Diensthütte bin ich niemandem begegnet. Kurz vor dem Gruberhörndl kamen mir zwei Frauen entgegen und zwischen Gruberhörndl und Weittalsteig hab' ich auf dem Rückweg mit einem Österreicher über einsame Steige gefachsimpelt :)

Im Weittalsteig hat man den Krottensee öfter im Blick.
 
06_Krottensee.jpg



#danke1# vor allem, dass jetzt meine Seele bei der unteren Schlüsselstelle  ihren Frieden gefunden hat, das Kienbergl war demnach so oder so für mich die richtige Alternative.

Von unten ist das Schneebruchgebiet am Steig-Anfang ganz schlecht zu überblicken. Auch dahinter geht es unübersichtlich weiter. Man muss schon wissen, dass der eigentliche (steile) Steigeinstieg rechts neben dem Altschneefeld beginnt ;)
 
07_Einstieg_Weittalsteig.jpg