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Forum => Highlights => Wer war wo? => Thema gestartet von: Reinhard am 01.10.2020, 14:04

Titel: Kreuzjoch / Stoanerne Mandln (Sarntaler Alpen) am 27.9.2020
Beitrag von: Reinhard am 01.10.2020, 14:04
Ende September fuhr ich mit einem Freund nach Meran zu einem EBike-Kurz-Urlaub. Wir sind einige interessante Touren gefahren. Am ersten Tag ging es ab Ober-Hafling auf den Höhenzug des Tschöggelbergs, der sich zwischen Meran und Bozen erstreckt.
Das Wetter sah um 9 Uhr in der Früh noch sehr gut aus. Das Foto müsste Naturnser Hochwart und Naturnser Hochjoch zeigen:

 
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Gipfelverzeichnis bei Peakfinder (https://www.peakfinder.org/?lat=46.6549&lng=11.2437&azi=254&zoom=6&ele=1397&cfg=r)

Über eine ruppige Forststraße ging es, meist durch Wald, vorbei an der Moschwald- und Maiser Alm. Hier bereits viel Schneematsch und Schnee. Der Himmel verfinsterte sich und die Sonne verabscheidete sich. Wir erreichten auf 1980 m Höhe das Wegkreuz auf dem Plateau zwischen Spieler (2076 m) und Kreuzjoch (2084 m), unserem nächsten Ziel. Es ist vom Höhenunterschied her unschwer zu erreichen. Das Radfahren war allerdings eine rechte Plage: Schnee und Schneematsch, teils gefrorene Fahrradrillen etc. zwangen immer wieder zum Absteigen. Kurzzeitig begann es zu schneien ...

Auf dem Weg zum Kreuzjoch, im Hintergrund der Kleine Ifinger:

 
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Auf dem flachen, aussichtsreichen Kreuzjoch gibt es eine Rastbank, Gipfelkreuz und eine Tafel mit den umliegenden Gipfeln. Hier erblickten wir auch den ersten Haflinger:

 
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Dann hinunter über eine Senke mit altem, schönen Wegweiser:

 
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... und anschließend wieder hinauf zu den Stoanernen Mandln (früher: Schöneck). Hier stehen unzählige, mystische Steinmandl, angeblich bereits seit dem 16. Jahrhundert, dort sollen auch Hexentänze stattgefunden haben.

Zurück ging es dann zur Vörainer Alm, (Kaiserschmarrn und Kaffee) und über eine lange Abfahrt durch das Vöraner Joch zurück nach Ober-Hafling.

 
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Statistik: 1050 Höhenmeter, 25 km

Fazit: Trotz der widrigen Weg- und Wetter-Umstände eine schöne Tour mit Höhenpunkten knapp über der 2000m-Grenze. Im Sommer sicher eine tolle Mountainbikestrecke auf meist einfachen Wegen.

Link zum Track auf dianacht.de (https://geo.dianacht.de/topo/?track=11394)

Fortsetzung (Tag 2) folgt.
Titel: Re: Kreuzjoch / Stoanerne Mandln (Sarntaler Alpen) am 27.9.2020
Beitrag von: Kalapatar am 01.10.2020, 19:56
Servus Beinand

Der Reinhard war ja Radln:

.....und anschließend wieder hinauf zu den Stoanernen Mandln (früher: Schöneck). Hier stehen unzählige, mystische Steinmandl, angeblich bereits seit dem 16. Jahrhundert, dort sollen auch Hexentänze stattgefunden haben.....

Diese Steinhaufen tauchten bereits 1540 in einem Hexenprozess gegen Barbara Pächerlein auf. Die hatte angeblich Ungewitter erzeugt, kleine Kinder waren ihre Leibspeis' und mit dem "Deifi" selber ist sie auch oft ins Bett gegangen. Ob das stimmt? Nun zu der Zeit hat man mit entsprechenden Foltermethoden dem Geständnis nachgeholfen. Folge: Scheiterhaufen! Ihre Asche wurde in der Talfer (Fluss, der bei Bozen in die Eisack mündet) verstreut um der "ewigen Vergessenheit" anheim zu fallen!

Ach ja: Warum ich das weiß: die "Sarntaler Hufeisentour" steht schon lange auf meiner ToDo Liste, dieses Jahr wegen Corona leider nicht möglich.

Viele Grüße, Kalapatar