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Das roBerge-Forum => Alle roBerge-Boards => Wer war wo => Thema gestartet von: Reinhard am 08.03.2025, 18:18
Diese Woche unternahmen die RoRadler ihre zweite Radtour des Jahres, unter der bewährten Führung von Kurt. Für mich selbst war es die erste Tour mit der Gruppe in diesem Jahr.
Unser Startpunkt war der Rosenheimer Ortsteil Oberwöhr. Von dort folgten wir der Mangfall und dem Mangfallkanal, fuhren südlich an Bad Aibling vorbei und erreichten schließlich Bruckmühl.
Windkraftanlage Riedholz
Bevor wir nach Kleinhöhenrain abbogen, entschieden wir uns spontan für einen Abstecher zur kürzlich erbauten Windkraftanlage ,,Bürgerwind Riedholz" – die erste und bisher einzige im Landkreis Rosenheim, betrieben von der Bürgerwind Riedholz GmbH. Aufgrund völliger Windstille stand das Windrad still. Vor Ort trafen wir zwei Fachleute: Einer arbeitete hoch oben an der Spitze, der andere begrüßte uns am Fuß der Anlage. Er lud uns ein, das Innere des Windrads zu besichtigen, erklärte die Technik und beantwortete höflich unsere Fragen. Das Windrad ist bereits betriebsbereit, die Einspeisung in das Strom-Netzwerk erfolgt nach den letzten Genehmigungen in den nächsten Wochen.
Im Innern des Windrads - Blick nach oben
Zurück auf unserer ursprünglichen Strecke ging es weiter nach Kleinhöhenrain. Die Gaststätte ,,Zur schönen Aussicht" hatte leider geschlossen, doch wir fanden genügend Bänke und Tische, um unsere mitgebrachte Brotzeit und Getränke zu genießen. Die Sicht war heute gut und beeindruckend: Unser Blick reichte über die Chiemgauer Alpen, das Inntal und das Kaisergebirge bis weit hinter die Tegernseer Berge – ein Panorama, das den Namen ,,Balkon des Mangfalltals" trägt.
Mühle Riedl an der Glonn
Die anschließende lange Abfahrt Richtung Högling war mit dem Rad ein wahres Vergnügen. Vorbei an der Mühle Riedl erreichten wir die Höglinger Weiher und besichtigten kurz darauf in Högling die imposante, 1000-jährige Gerichtslinde, die unter der früheren öffentlichen Gerichtsbühne abgehalten wurde. Interessant war auch der Ursprung des Ortsnamens Högling, der sich vom ,,högeln" ableitet – einem alten Brauch, mit dem jungen Burschen und Zugezogene in die Dorfgemeinschaft aufgenommen wurden.
Die Gerichtslinde von Högling
Unsere ursprünglich geplante Einkehr in Mietraching ließ uns zugunsten der Dorfbäckerei Messerer in Högling ausfallen – zu verlockend war die Aussicht auf frischen Kuchen und Bayleyskrapfen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Wärme genossen wir die Leckereien und führten anregende Diskussionen.
Ehemaliges Echelonnetzwerk
Auf dem Rückweg passierten wir das ehemalige Echelon-Netzwerk in Mietraching und fuhren auf einem schönen Radweg nach Bad Aibling, wo sich der erste Teil unserer Gruppe für den Heimweg trennte.
Herzlichen Dank an Kurt von RoRadln.de, der die Tour am besten organisiert hatte. Wir freuen uns schon auf den nächsten gemeinsamen Ausflug - auch wenn ich nicht immer dabei sein kann ...