Hochalm

Naturparadies Samerberg
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Die Natur auf dem Samerberg ist reichhaltig, wie nachstehend Informationen zeigen.




Das reizende Hochplateau Samerberg liegt am nördlichen Fuß der Hochries. Seine Höhe über dem Inntal beträgt rund 200 Meter. Er wurde erstmals vom Abt von Salzburg anno 788 urkundlich erwähnt. Schon in den zwanziger Jahren begann der Samerberg Sommergäste anzuziehen, was sich in den dreißiger Jahren und später noch verstärkte. Trotz der steigenden Urlauberzahl hat der Samerberg bis heute seine Tradition, Natürlichkeit, sein Brauchtum und seinen ländlichen Charakter von Land und Leuten beibehalten.

Viele wissen es gar nicht: Auch der Samerberg hat ein Gipfelkreuz!
Es steht nahe Steinkirchen auf einem kleinen Grashügel. Von ihm aus genießt man, wie hier diese Mountainbiker, einen herrlichen Ausblick ins Alpenvorland


Quellmoore

Diese sind stark vernässte Moorböden bzw. Torf- und Quellkalkbildungen an Schichtquellen. Das Wasser der Quellen ist stark kalkhaltig. Hierdurch entstehen Gebilde wie Kalktuffe, Sinterterrassen mit kleinen Wasserfällen und hügelartige Aufwölbungen. Eine seltene Art ist das Hangquellmoor, das vorzugsweise am Hang liegt und von Quellen oder Bächen gespeist wird. Hangquellmoore im Alpenvorland sind sehr artenreich und beherbergen eine hochangepasste Fauna und Flora, so zum Beispiel den Kleinen Blaupfeil (eine gefährdete Libellenart und kleinste Art dieser Gattung, siehe Foto unten), sowie die Blumen Mehlprimel, Alpenfettkraut, Sonnentau, stengelloser Enzian und Ragwurz. Der Samerberg weist besonders schöne Quellmoore auf.


Streuwiesen

Sie entstanden dadurch, dass die Landwirte diese einmal jährlich die Quellmoore mähten, um aus dem getrockneten Mähgut "Einstreu" zu gewinnen. Die Wiesen wurden nicht gedüngt, sodass ein Kleinod mit einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten entstehen konnte. Ihre Nutzung wurde inzwischen meist aufgegeben. Am Samerberg werden noch (besser gesagt: wieder) Streuwiesen genutzt. Zum Beispiel bei Gritschen, unterhalb Wiedholz, bei Witzenthal, Lues und östlich von Grainbach. Ein Teil des Gritschener Moores wurde vom Bund Naturschutz angekauft. Hier entdeckt man z.B. Zwergbuchs, Schneeheide, Katzenpfötchen, Maiglöckchen, Knabenkraut, Trollblumen und den Sumpfpippau. Mehr als zwanzig Orchideenarten sind zu finden! Wo das Quellgebiet in den Wald übergreift, z. B. bei Wiedholz, stehen stämmige Eiben.


Die Samerberger Ache

Sie entspringt in der Mitte des Hochtals und schlängelt sich in vielen Schleifen und Windungen durch die Filze. Zwischen dem Heuberg und dem Sattelberg verlässt sie den Samerberg. Das Tal weitet sich zu dem romantischen Mühltal mit seinen vielen malerischen alten Mühlen. Im weiteren Verlauf durchfließt sie die Steinbachschlucht bis nach Nußdorf.


Der Fluderbach (Floderer)

 Er entspringt im Gammernwald, das ist eine Senke zwischen Heuberg und Hochries in einer Höhe von knapp 1000 Meter. Er verläuft weiter durch das Bruchfeld und stürzt oberhalb von Duft in mehreren Wasserfällen in die Senke des Samerbergs. Das Foto zeigt den unteren Wasserfall (ca. 8 bis 10 Meter hoch). Foto mit freundlicher Genehmigung von Eugen Winklharrer.


Arten- und Biotopschutzprogramm

Im Rahmen des ABSP, ein Projekt der Regierung von Oberbayern, dem Landkreis Rosenheim und dem Bund Naturschutz. Die seltene Fauna und Flora sollen durch das Projekt erhalten bleiben. Die Streuwiesen werden gepflegt und die hochempfindlichen Quellmoore von schädlichen Einflüssen wie Entwässerung oder Aufforstung geschützt.


Details
Erstellt Mi, 16. Mär 2016, 08:29
Breite × Höhe 1200 × 900
Dateigröße 232 KB
Dateiname samerberg.jpg
Schlüsselwörter Frühling, Sommer, Herbst, Samerberg, Fluderbach, Hochries, Dandlberg, Steinkirchen
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Zuletzt bearbeitet So, 05. Jun 2016, 15:32 Von Reinhard
Fotograf Reinhard Rolle
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