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#1
Heute war ich wieder mit einigen RoRadlern (Roradln.de) unterwegs – diesmal auf der Tour ,,Hohenthann – Abwechslungsreiche Runde durchs Alpenvorland über Jakobsbaiern".

Start war in Oberwöhr, dann ging es über Fürstätt und Großkarolinenfeld entlang der Rott nach Tattenhausen. Die Landschaft zeigte sich frühlingshaft mit grünen Wiesen und viel Löwenzahn.

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Kurz vor Tuntenhausen

Über Tuntenhausen fuhren wir nach Norden und erreichten Hohenthann, den nördlichsten Punkt der Runde. Normalerweise hat man dort einen super Alpenblick, heute lag allerdings etwas Dunst über der Alpenkette.

Kurz danach kamen wir in der Nähe von Weng an einem kleinen geologischen Highlight vorbei: einer Nagelfluhwand aus einem ehemaligen Abbaugebiet.  Ein Konglomerat oder Nagelfluh ist in der Geologie ein grobkörniges Sedimentgestein, das aus mindestens 50 % gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll) besteht, die durch eine feine Matrix verkittet sind
Über ein Brennnesselfeld ist das Biotop gut erreichbar, aber wegen überhängender Partien unbedingt mit Abstand zu betrachten.

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Nagelfluhwand Weng

In Jakobsbaiern legten wir eine Pause an der Ruine der romanischen Filialkirche St. Jakobus ein. Erhalten ist nur der Turm, der seit 1909 eine Lourdesgrotte und eine Arme-Seelen-Kapelle beherbergt. Rundherum liegen alte Grabsteine aus mehreren Jahrhunderten – Reste des historischen Dorffriedhofs. Der Ort steht heute unter Denkmalschutz. Durch einen Orkan im Januar 2015 fiel eine Linde neben der Kirche auf eine Schreinerei und hat dabei den Blick auf verblichenes Leben eröffnet: Unter ihren Wurzeln kamen menschliche Knochen zum Vorschein.

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Die Kirchenruine in Jakobsbaiern

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Alte Postkarte der Kirchenruine

Die geplante Durchfahrt durch den Maxlrainer Forst entfiel wegen Forstarbeiten, daher wichen wir nach Süden aus. An dieser Stelle danke an Kurt für die Testfahrt tags zuvor.

Über die Höglinger Weiher und Weihenlinden mit seiner Wallfahrtskirche ging es weiter Richtung Heimat. In Mietraching passierten wir die frühere Bad Aibling Station, einst Teil des Echelon-Abhörsystems westlicher Geheimdienste.

Einkehr gab's schließlich beim Griechen Dionysos in Bad Aibling, bevor wir über Großkarolinenfeld gemütlich nach Hause rollten.

Eine abwechslungsreiche Tour mit Natur, Geschichte und guter Gesellschaft.
Organisiert von Kurz von Roradln.de
Ca. 63 km, 500 Höhenmeter, reine Fahrtzeit ca. 3 Std. 45 Minuten.

Wer einmal auf einer Tour von Roradln.de mitfahren will, kann sich hier zum Newsletter anmelden:
(nur die Emailadresse ist erforderlich)
https://www.roradln.de/wr/html/p010.php


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#2
Hab mich sehr über mein Glück gefreut. Das Buch ist mittlerweile angekommen und verspricht Spannendes über den Wilden Kaiser und seine Bergsteigergeschichte zu erfahren.
Vielen Dank an roberge und seinen Boss Reinhard.  #danke1#
#3
Das Rätsel ist gelöst!

Ausgerechnet eine echte Tirolerin hat den Osser erkannt – danke, @elli pirelli. Auch @Zwerch hatte den Berg bereits identifiziert, wollte den Namen aber am selben Tag noch nicht verraten, um die Rätselfreude für alle anderen etwas zu verlängern

Der Osser ist ein markanter Berg am Kamm des Künischen Gebirges im Böhmerwald bzw. im hinteren Bayerischen Wald. Über den Gipfel des Großen Osser, auf dem auch das Osserschutzhaus steht, verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien. Westlich davon liegt – vollständig auf bayerischer Seite – der Kleine Osser. Am Fuß dieses kleineren Gipfels entstand auch das gesuchte Foto.

Rund um die auffälligen Felsformationen des Kleinen Ossers ranken sich zahlreiche Sagen und Geschichten.

Danke, @Zwerch und @elli pirelli!



Der Gipfel des Grossen Osser
#4
Ich tippe auf den kleinen Osser
#5
Bin mir sicher endet der Bergname mit einem ,,r" 😉
Sind wir an einem Grenzberg bayrisch -  böhmisch?

LG Elli
#6
Im OVB ist am 11.04.2026 ein ganzseitiger Artikel von Dr. Andreas Kinser (Deutsche Wildtierstiftung) erschienen, über einen Wolf, der sich seit mindestens zwei Jahren im Chiemgau aufhält.

Er gilt als standorttreu. Laut Dr. Kinser ist er scheu, meidet den Menschen konsequent und zieht sich meist unbemerkt zurück, sobald er Wanderer aus der Ferne wittert. Dass bisher keine Nutztiere gerissen wurden, unterstreicht die Statistik, nach der diese nur einen Bruchteil der Beute ausmachen (2 bis 3 % der Beutetiere eines Wolfs sind Nutztiere).

Für Wanderer besteht daher kein Grund zur Sorge: Angriffe sind extrem unwahrscheinlich.

Der ausführliche Artikel kann leider nur von Abonnenten aufgerufen werden: klick
Zur Deutschen Wildtierstiftung: klick
#7
Zitat von: Bergautist... Auf der Karte
https://www.xctrails.org/osm/Schongebiete-Alpenrand-BY.html
schaut es ja so aus, als wären nur die Wege verboten. Macht irgendwie wenig Sinn...

Dies bestätigt auch der Lageplan, als Anlage bzw. die letzte Seite zur entsprechenden Verordnung (pdf) (darin auch weitere Erklärungen).

Die Absicht des LRA's dürfte tatsächlich sein, hiermit auch die unteren und bewaldeten Zugangswege zum Elendsattel einzubinden, damit die "Biker" erst gar nicht nach oben, in das kritische (= vegetationsoffene) Gebiet fahren.
Dass die Radler ihre schweren e-Bikes "quer durchs Gelände" schieben bzw. tragen ist wohl ziemlich unwahrscheinlich...

Stehen die "Wildwanderer" bald auch "auf der roten Liste"? Zum Glück gibt es derer nicht allzu viele, da i.d.R. für die Allgemeinheit viel zu anstrengend. Doch ist überall in den höheren, vegetationsärmeren und schneefreien Gebieten nicht auszuschließen, dass mensch mal unbeabsichtigt in den Balz- und Wohnbereich dieser Tiere reinlatscht.

ZitatUrsprünglich sei sogar eine dreimonatige Sperrung angedacht worden, teilt die Behörde mit. Wann das Gebiet wieder freigegeben werden kann, könne man erst nach einem Monitoring entscheiden. Parallel werde man Maßnahmen zur ,,Lebensraumoptimierung" durchführen, um die Fortpflanzungsstätten der Raufußhühner in ruhigere Gebiete zu verlagern.
Quelle: MM Betretungsverbot am Elendsattel: Landratsamt erklärt Umfang und Gründe (22.02.2025)

Wenn dies gelingt, dann ist eine (flächige) Gebietssperrung ggfs. zu erwarten.
#8
Als ehemaliger Wildwanderer, der gerne abseits der Wege unterwegs war, macht für mich eine Wegsperrung wenig Sinn. Schließlich werden die Hühner abseits der Wege noch viel stärker gestört. Und wir wollen ja auch nicht, dass die Radler quer durchs Gelände ausweichen. (Dazu gibt es Studien, die einen gewissen Gewöhnungseffekt nachwiesen, der allerdings bei den Hühnern nicht besonders ausgeprägt ist.) Deshalb wäre ich eher für eine Gebietssperrung, wobei ich den an die Viecher angepassten eng begrenzten Zeitraum begrüße.
#10
tramp20 hat recht, ich fahre die Strecke auch immer wieder mal mit dem Radl.

Die Alpenvereinskarte ist immer aktuell, wenn es um Schutz- oder  Schongebiete geht. Aber auf der aktuellen Karte von Alpenvereinaktiv fehlt im Bereich Elendsattel / Tuschberg, nächstgelegenes Schutzgebbiet ist um den Schlagkopf.
Würde mich interessieren, welches Gebiet genau das LRA meint ....

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