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#1
Servus

Heute bin ich fast Zuhause geblieben und habe eine Bikerunde im Mangfallgebirge gemacht.
Start war im kleinen Weiler Kutterling bei Bad Feilnbach. Von hier ging es steil hoch zur Huberalm unter dem Farrenpoint. Also diese Auffahrt ist echt steil, und ohne Motorunterstützung würde das bei mir nicht gehen. Um einmal ein Gefühl für die Steilheit zu vermitteln:
Von Kutterling zur Huberalm sind es genau 4,1km und man schafft da schon 670Hm.
Ich wunderte mich über die vielen Tische und Bänke, ließ das Radl stehen (im Almbereich ist Fahrverbot) und besuchte den Gipfel. Natürlich ist man da nicht allein, dieses Mal hielten sich die weidenden Kühe zurück, sodass ich ein paar Bilder mit Gipfelkreuz machen konnte. Aber wenn daneben ein Bankerl steht, da geht halt keiner weg, macht nichts!
Ich bin auf der Almfläche etwas herum ,,gestreunert", habe den Ausblick genossen, schmucke Pferde laden zu manchem Bild ein, wie Scherenschnitt das Bild Richtung Kaiser. Doch immer mehr Leute kamen zur Huberalm hoch: Ein Almfest mit Messe, und wer mag schon seinen Kontrabass da hoch schleppen, also es waren bestimmt ca. 25 Autos auf der Wiese.
Schmucke Trachten, fesche Deandl, knackige Burschen – aber das waren mir jetzt doch zu viele Leute.
Wie fahre ich zurück? Über die Schuhbräu- und Schlipfgrubalm, den Weg kenne ich, also dieses Mal runter ins Jenbachtal. Bis zur Walchalm geht es noch recht gut zu fahren, dann muss man 2x durch ein Kuhgatter und dann? Anfangs bin ich noch gefahren, aber dann hieß es ca. 100m abwärts schieben, aufwärts strebende Wanderer haben mich mitleidig angeschaut: Grober Schotter und recht steil, nein, das war ,,g'scheiter" hier zu Schieben. Doch dann konnte man sich wieder aufs Radl setzen und bald war ich am ,,Oberen Jenbach PP". Jetzt wurde es aber Zeit für einen Brotzeit, auf der Huberalm gab's nichts, bevor nicht die Messe zu Ende war. Also noch ein Stück hoch zur Wirtsalm. Endlich ein hopfiges Getränk, dazu ein famoser ,,Obatzter" und ein schattiges Platzerl. Was will man mehr!
Runter nach Bad Feilnbach dann durchs Jenbachtal und über den Wilhelm Leibl Weg zurück zum PP in Kutterling.
Also für diese Tour sollte man einen aufgeladenen Akku haben, sonst hat man keinen Spaß.

Statistik: 17km, 770Hm

Viele Grüße, Kalapatar #biken2# #biken2#
#2
Diese ,,Touren-Idee" war relativ kurzfristig entstanden – zu allen Etappen konnte ich bereits aus den Vorjahren auf entsprechende Vor-Ort-Kenntnisse zurückgreifen – und das stabile sowie temperierte Sommerwetter, einschließlich der vorhandenen ,,Öffi-Gratis-Fahrkarte", sollte gut genutzt werden.

So fahre ich am späten DI-Morgen mit dem Zug von Rosenheim via Traunstein, Freilassing (Umsteigen) und Bad Reichenhall nach Berchtesgaden ,,Hauptbahnhof" (540 m). Auch wenn der Salzburger Zug einige Minuten Verspätung aufgebaut hat, so wartet der Anschlusszug auf die Umsteigenden – und dies sind an diesem werktäglichen (Ferien)Tag Einige. Das kurze Triebfahrzeug füllt sich schnell, wer etwas langsamer ist, hat nur noch die Möglichkeit eines Stehplatzes, wenige ,,Fahrrad-Reisende" das Nachsehen, v.a. an den folgenden Zwischenhalten. Aber die Wenigsten wollen sich Berchtesgaden ,,ansehen" und so füllt sich vor dem Bahnhofsgebäude die entsprechende Bushaltestelle nach Königssee zusehends und etwas später der kurze(!) Linienbus – viele können gar nicht mehr mitfahren und werden auf die nächste Fahrt vertröstet – einen direkt verkehrenden ,,Ferien-Shuttle" (Verstärker) hat man offenbar nicht eingerichtet. Vollgestopft wie eine Sardinen-Büchse kurvt der Bus dann noch lokale Haltestellen auf einer kleinen kurvigen Bergstraße ab und gelangt an die Talstation der Jennerbahn: Gibt es hier heute Freifahrt? Jetzt hat die Seilbahn bereits durch Modernisierung aufgerüstet und dennoch hat es auf dem Vorplatz eine riesige Warteschlange – für etwa die Hälfte der Ausflügler aus dem Bus ist dieser Anblick nicht abschreckend genug... Am überfüllten Groß-Parkplatz vorbei wird gleich darauf die Haltestelle Königssee (ca. 610 m / ca. 11: 00 Uhr) erreicht, mit mir steigt auch die andere Hälfte aus – und mischt sich unter das Gewurle der touristischen Fußgängerzone Seestraße, die direkt auf die Seelände zuführt. Dort vor dem Kassenhäuschen der Königsseeschiffahrt und an den drei Boots-Stegen das gleiche Bild: Eine Warteschlange bis in die Seestraße hinein – wollte ich an diesem späten Vormittag nach St. Bartholomä ,,übersetzen" (derz. 10,00 €), so gäbe es mindestens eine Stunde Wartezeit in der prallen Sonne...

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Mit einem engen Ausschnitt wird es ein idyllisches Bild ohne Touristen

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Historische "Villa Beust" ("Café Malerwinkel") und Felseninsel ,,Christlieger" (auch Johannesinsel)

Der Ufer-Promenadenweg zum Abfluss-Wehr ,,Seeklause" (Brücke) ist noch gut besucht, auch gegenüber der untere Bereich der Kunsteisbahn Königssee. Dort wandere ich bis zum Kreisel hoch und biege dahinter unscheinbar in den Wald hinein ab – es folgt (nach dem Toilettenplatz...) Einsamkeit und Ruhe pur – und für mich kann's heute ab hier naturnah weitergehen. Seit meiner letzten Begehung im Sommer 2017 hat es wieder ein paar Bäume quergelegt, die nun zu überkraxeln sind, mit der entsprechenden Übung kann ich den im heutigen OnlinePortal BayernAtlas verzeichneten Steig (tw. T4) auch im hohen Gras gut folgen. Es ist ein (ur)alter Almsteig zur lange verfallenen Falkenstein-Alm, die bereits in der Zeitreise-Karte von 1900 als verfallen markiert ist – das Steigbuch (neu seit Feb. 2021 / letzter Eintrag Ende Juli) kurz vor dem Brentengraben weist ihn entsprechend als ,,Falkensteinersteig" aus.

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Historische Handarbeit am ,,Falkensteinersteig"

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Ausblick vom ,,Falkensteinersteig" (am Brentengraben)

Als der Steigverlauf in die nördliche Richtung zurück zur Forststraße führt, verlasse ich ihn, die Mulde des Brentengrabens durchquerend. Hier möchte ich, wie zuletzt in der ,,Zeitreise-Karte" von 1966 verzeichnet und bereits annähernd vor einigen Jahren von mir ,,begangen", dem historischen Verlauf zur Archenkanzel folgen. Dieses Mal wird ein Felswandl, vielleicht auch wegen weiterer umgestürzter Bäume, etwas weiter rechts erklommen und so kann ich dort in direkter Nähe eines großen Felsblocks einen ziemlich gut erhaltenen Markierungspunkt entdecken. Um mir einen Reim auf den möglichen Markierungsverlauf zu machen, wird die nahe Umgebung abgesucht und ein alter eingewachsener Waldweg gefunden, dem ich nun interessiert in der passenden Richtung folge. Leider nimmt die Ausprägung im Gelände ab und ich gelange auf eine alte Abholzungsfläche, heute durch den Lichteinfall eher ein ,,Dschungel". Zurück gehen möchte ich nicht mehr und so kämpfe ich mich in Richtung der heutigen Forststraße, um diese allerdings gleich darauf, einem kleinen Waldweg folgend, wieder zu verlassen. Die Richtung stimmt, der Weg wird zu einem Steig, anfangs den Hang querend, später als Trittspur den Hang direkt erklimmend und dann in einen verzeichneten Steig am Kamm einmündend. Auf diesem ist wenig später der Gipfel des Archenkopfs (1451 m / 15:45 Uhr) erreicht – hier war ich noch nie und damit hat sich auch diese Entdeckervariante gelohnt. Nach einer Pause mit Blick hinab zum See folge ich auf der anderen Seite der Spur hinab zum Aussichtspunkt Archenkanzel (1346 m), nicht ohne den historischen Steigverlauf von oben herab zu erkunden – wieder wird etwas alte rote Farbe an einer kleinen Felswand gefunden. Etwas schade, dass diese durch den nahen steilen Felsabbruch anspruchsvollere Möglichkeit nun zunehmend in Vergessenheit gerät.

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Sommerlich trüber Ausblick vom Archenkopf

Es ist bereits Spätnachmittag als auf den stellenweise seilversicherten ,,Rinnkendlsteig" eingebogen wird, der nun angenehm im Schatten liegt (es gibt noch dreimal ,,Gegenverkehr" nach oben) und mich zügig zum See hinab führt. Diesen bereits in touristischer Einsamkeit erreichend, habe ich sowohl das kiesige Ufer ,,Eiswinkel" als auch eine Rastbank für mich ganz allein, um mich im herrlich klaren Wasser zu erfrischen und anschließend die mitgeführte Abendbrotzeit einzunehmen. Gemäß Fahrplan sollte das letzte Boot bereits um 18:00 Uhr abgefahren sein (damit ist in St. Bartholomä auch kein Bier mehr erhältlich), doch draußen ist immer noch reger Schiffsverkehr – in beide Richtungen. Am nächsten Tag wird mir erzählt, dass an der Anlegestelle St. Bartholomä die Ausflügler durch den Biergarten hindurch bis an den Waldrand in der Nähe der Nationalpark-Infostelle für die Rückfahrt angestanden sind. Dann war es genau richtig, mir entsprechend viel Zeit für den einsamen Hinweg zu nehmen. Gegen 19:30 Uhr dreht ein Boot auf dem See um, offenbar hat man jetzt auch die letzten Touristen eingeladen, um sie ans ,,Festland" zurückzubringen. Es wird nun auch für mich Zeit, zum Ostwandlager (ca. 605 m) zu gehen und bei einsetzender Dämmerung mein Nachtquartier zu beziehen – die ersten ,,Ostwandler" liegen bereits in ihren Kojen.

(Fortsetzung folgt)
#3
Hallo liebe Radlfreunde,
wer wohnt in München und hat morgen Zeit und Lust, morgen, an Maria Himmelfahrt  eine leichte E-Bike-Tour zu unternehmen.
Wir könnten uns um 08.45 Uhr an der S-Bahn-Haltestelle Donnersberger-Brücke treffen und mit der Oberlandbahn nach Lenggries fahren.
Von dort könnten wir am Isarradweg gemütlich bis Bad Tölz radeln.
Bitte ruft mich an (Tel. 811 55 87) oder schreibt eine Mail (ulrike.strobel.muenchen@gmail.com).
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich einige Mitradler melden würden.
Sonnige Grüße
Ulrike
#4
Gleich zwei attraktive, urige Almen mit noch echter bayerischer Gastlichkeit treffen wir auf dieser Wanderung unterhalb des Rechenbergs an. Einerseits die Rechenbergalm mit ihrem herrlichen Blick auf Oberwössen und die fernen hohen Tauern, andererseits das kleine Almdorf der Jochbergalmen mit der Aussicht auf Hörndlwand, Gurnwandkopf und das Sonntagshorn. Einsam wird man hier an schönen Wochenenden sicher nicht bleiben, aber die noch echte bayerische Gastlichkeit, die man oft nicht mehr antrifft, ist allein schon den Besuch wert. Zum Abschluss der Tour lädt an heißen Sommertagen ein Sprung in den Wössener See ein.

zur Tour Rechenberg- und Jochbergalm

#5
Sonnenaufgang am Wildbarren. Mit Blick auf die drei Heuberg-Zacken (links) und weitere Gipfel der Chiemgauer Alpen.
Entstanden am 4.8.2022.
Fotograf: @geroldh 



Wandertipp:
Wildbarren - die Runde ab Regau
#6
Natur und Umwelt / Viecherl 2022
geroldh - 13.08.2022, 19:53
Frau Steinbock (Steingeiß) am Mittwoch-Nachmittag bei der Watzmann-Überschreitung.
[Bilder tw. nur ausschnittsvergrössert ("gecropt")]

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#7
Gesehen am Eingang zum Kaisertal: 

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#8
Sonstiges / Wer kennt das??
Chtransalp10 - 13.08.2022, 18:55
Auf einer meiner letzten Touren im Kaiser habe ich oberhalb der Kaindlhütte, auf dem Weg vom Gamskarkopf zum Bettlersteig, dieses Zeichen gefunden. Kann mir jemand erklären, was das bedeuten soll??

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#9
Und hier unser Interview mit Wolfgang Schneider (4 Minuten)

#10
Sonstiges / aktuelle Sperrungen
Reinhard - 13.08.2022, 09:57
MTB Strecke 278 Gerstboden (Kitzbüheler Alpen) gesperrt

Fieberbrunn: Die MTB Strecke ab Hörndlingergraben über Gerstbodenalm nach Saalbach ist wegen Holzarbeiten bis Ende August gesperrt.
Die Strecken 259 Eiserne Hand bis Pulvermacher Almhütte und 2020 bis Hochhörndler Hütte sind FREI befahrbar.

Quelle