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#91
Bereits in der kalten Jahreszeit geplant, möchte ich ein verlängertes Wochenende am Königssee verbringen und im Gelände nach alten Steigen forschen bzw. diese "begehen". Dabei passt es ganz gut, dass ich hierbei stets unter der Waldgrenze bleibe und damit überwiegend im Schatten der Bäume unterwegs sein werde, da ein wahres Hitze-Wochenende #sonne3#  angekündigt ist.

#guteidee# Die Intention hierzu kam als Recherche-Folge von einer "Fundsache" im Netz, deren (historischer) Inhalt mich angesprochen hat, die mir aber bisher "irgendwie verborgen" blieb:
Die Holzbringung aus dem Einzugsgebiet des Königssees - Forschungsbericht (Band 38) (1997, 80 Seiten, PDF 14 MB)
Im Nachgang mit dem passenden Suchbegriff konnte noch eine kürzere Zusammenfassung
Heimatkundeverein Berchtesgaden: Die Holzfälle am Königssee (um 2000 ?, 4 Seiten, PDF 300 KB)
sowie der Originaltext eines Beitrags aus der "Gartenlaube", einem illustrierten Familienblatt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, gefunden werden:
Der Holzsturz im bayerischen Hochgebirg (ca. 1857, "3 Seiten").

Eines der früheren Holzbringungs-Gebiete ist am Burgstall bzw. dem Burgstallstein gelegen, einem unbeachteten Bergausläufer, an dem heute* jede/r am Sockel vorbei muß, der/die von St. Bartholomä aus weiter in das Gebiet des Nationalpark Berchtesgaden hinein möchte und der sich weiter aufbauend als Hachelköpfe in westlicher Richtung als Gratverlauf fortsetzt. Mit dem Hintergrundwissen aus diesen Publikationen erklärt sich auch der Begriff "Trockener Holzsturz", der bis 1936 in amtlichen Karten dort oberhalb des Königssees zu lesen war und nach dem letzten Ereignis im Jahr 1938 "getilgt" wurde.
Wesentlich häufiger angewandt und damit auch noch im Gedächtnis der Neuzeit verankert, sind alte (hölzerne und steinerne) "Klausen", die das Triften von Holz entlang der Bäche ermöglichten. Dies wurde als "Nasser Holzfall" bezeichnet und "der bekannteste" am Königssee war einst der den Königsbach-Wasserfall hinab - heute tw. "Sperrgebiet" (,,Instagram-Gumpen" => Vegetationsschutzgebiet), weil sich die überwiegend jüngere Generation einer konsumierenden Gesellschaft nicht benehmen konnte.
#gruebelgruebel# Andere natur-sensible Örtlichkeiten werden im übrigen mit Infrarot-Zählanlagen "überwacht", die "getarnt" seitlich von Trittpfaden, z.B. zu "Badeplätzen" auf Bartholomä, angebracht sind. Damit sollen ergänzend zu den sichtbaren Trampelpfaden weitere Hinweise zur Besucheranzahl gewonnen werden.
#geheim# Das "digitale" Besuchermanagement (Tourentipps), bzw. die "digitale Wissensvermittlung" an Interessierte, dürfte hoffentlich von allen Beteiligten mit Augenmaß angewandt werden - und vmtl. als "Graubereich" (= hohe "Eigenverantwortung"?, Toleranz?) könnte die Frage zu sehen sein, ob es (heute und morgen) ein traditionelles, durchaus "naturverträgliches Bergsteigen im Nationalpark" #schinder#, d.h. auch abseits der sog. "offiziellen Routen", geben darf...

* #wiki# Die Ursprünge des Nationalpark Berchtesgaden wurden im Jahr 1910 gelegt, gefolgt von einer Erweiterung im Jahr 1921 und der eigentlichen "Fixierung" im Sommer 1978. Davor wurde das gesamte Gebiet, wie anderswo in den Alpen auch, entsprechend landwirtschaftlich und holzwirtschaftlich genutzt. Ein Teil des heutigen Wegenetzes ist auf alte (Viehtrieb-)Pfade und (Holzknechte-)Steige zurückzuführen, die später überwiegend vom Alpenverein (Gründung 1869) in seinen jungen Jahren ausgebaut und (wo erforderlich und sinnvoll) ergänzt wurden. Eine dieser Wege-Ergänzungen führt direkt unter dem alten "Trockenen Holzsturz" - vergleichbar dem Felssturz am Koenigssee (Sonntag-Mittag, 14. Aug. 2011) - am Fuße des Burgstalls vorbei (Verbindung Bartholomä - Schrainbach). Vielleicht hatten zuvor die Holzknechte eine anspruchsvolle Möglichkeit gefunden, an der dort etwas steiler ins Wasser abfallenden Felswand vorbei zu gelangen, doch für die allgemeine, pilgernde und wandernde Bevölkerung war sie sicher nicht geeignet, wie ich aus folgender Begebenheit zu interpretieren glaube:
Gemäß dem TV-Beitrag Das Schiffsunglück vom Königssee (BR, Wdh. 2017, auch YT (2014)), welches sich am 23. Aug. 1688 gegenüber von St. Bartholomä ereignete, sowie der "amtlichen", eher skizzierenden Kartendarstellung bis 1899, dürften die Pilger aus dem österreichischem Pinzgau über das Steinerne Meer kommend, entweder am Funtensee vorbei (Sagerecksteig oder Saugasse und Viehtriebsteig hinab) oder unwahrscheinlicher ggfs. mit Boot den "Ober-See" übersetzend (beidseits blockierende, steile Felswände), anschließend via Salat am Ostufer des Königssee entlang zur Übersetz-Stelle "Im Reitl" gelangt sein. Vmtl. ist im Filmbeitrag der heutige Steig vom Schrainbach-Wasserfall unter der Felswand "Burgstallstein" entlang gemeint, der erst im Jahr 1880 vom AV angelegt wurde (vgl. bei 6:28 Min. im Video) und erstmals, basierend auf einer detaillierteren Kartendarstellung, in der Zeitreise-Karte von 1900 sichtbar wurde.

Die (touristische) Schifffahrt Königssee (Übernachtung z.B. Unterschönau) kann "den Zustieg" in einem gewissen Rahmen erleichtern, bis Freitag, 26.06.2026 galt der Fahrplan der sog. Zwischensaison, ab dem Wochenende war dann Hauptsaison (27.06. bis 14.09.2026), an dem die erste Fahrt eine weitere halbe Stunde früher und die letzte Fahrt eine halbe Stunde später stattfindet. In der Hauptsaison stehen also um St. Bartholomä etwa neun Stunden und um Salet am Obersee etwa 8,5 Stunden für einen (touristischen) Tagesausflug zur Verfügung - eine extra "Bergsteiger-Verbindung" gibt es nicht und um diese Zeiten auszudehnen, sind entsprechende Übernachtungen an den umliegenden Hütten einzuplanen: Westlich des Königssees sind dies "naheliegend" die Kühroint (Rad-Auffahrt möglich) und etwas weiter entfernt Kärlingerhaus und Wimbachgrieshütte, ostseitig vom  Königs- und Obersee müßten Gotzenalm (Rad-Auffahrt möglich) oder Wasseralm angesteuert werden.


PS: Nachtrag dokumentierender Fotos
 
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Nach dem Verlassen des Boots in St. Bartholomä zeigt sich der Burgstall in der ganzen "Breite": Am linken Bildrand knapp außerhalb ist das Tal des Schrainbachs mit dem kürzeren Holzknechte-Steig. Bevor die "Ausbeulung" beginnt, versteckt sich oben der "Trockene Holzsturz" im nachgewachsenen Bergwald. Der Burgstallstein ist die herausragende Felserhebung, darunter befindet sich der Burgstall-Graben, gefolgt von der bewaldeten Rippe mit dem längeren Holzknechte-Steig über dem Eisbach, der unterhalb der rechten Felswand von der im Hintergrund angedeuteten Watzmann-Ostwand heraus fließt. Oberhalb der Bildmitte lugt noch der Hachelkopf im weiteren Gratverlauf hervor.

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An der "neueren" Brücke des heutigen Wanderwegs über den Eisbach, der wenig später im Schotter versickert, befindet sich die Waldkapelle St. Johann und Paul. Am rechten Bildrand gäbe es noch eine Trinkwasser-Quelle.

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Diesen Ausblick (Zoom) über Salet und den Obersee bis zu den Teufelshörnern im Hintergrund werde ich am ersten Erkundungstag via dem kürzeren Holzknechte-Steig erreichen.

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Diesen Ausblick (Zoom) auf St. Bartholomä und den Königssee bis zum Jenner und Hohen Brett im Hintergrund werde ich am zweiten Erkundungstag via dem längeren Holzknechte-Steig erreichen.

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Diesen Ausblick (Zoom) auf St. Bartholomä und den Königssee werde ich am vierten Erkundungstag via dem "Burgstall-Steig" zum ehem. "Trockenen Holzsturz" erreichen.

- BayernAtlas-Ebene "Historische Karte" vs. Zeitreise-Karten
- BayernAtlas akt. Topo-Karte vs. Zeitreise-Karten
#92
Den Wandel der Natur im Jenbachtal erleben


Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) lädt dazu ein, den Wandel von Landschaft, Pflanzen und Tieren im Lauf der Jahreszeiten mitzuerleben.

Dazu veranstaltet der LBV am Sonntag, 5. Juli, eine geführte, rund sieben Kilometer lange Tour im Jenbachtal. Treffpunkt ist um 7 Uhr bei der Volkshochschule Bad Feilnbach in der Bahnhofstraße 9. Anmeldungen sind über die Webseite vhs-bad-feilnbach.de möglich.
#93
#hallo# Eine Info ("Update") an alle, die sich für den (ur*)alten Perl-Steig durch die breite Walchhüttenwand über dem Obersee interessieren:
Also ich habe am verg. (Hitze-)Samstag (nordseitige Ausrichtung) - denn Ende Mai als den besseren Zeitraum auch hinsichtlich der Vegetation hatte ich verpasst - zum zweiten Mal versucht, diesen "zu begehen" - und auch wenn ich es dieses Mal geschafft habe, länger auf der (Original?)-Route zu bleiben, so habe ich ihn wiederum "verloren" und bin wie vor etwas über zehn Jahren oben wild durch die "steile Botanik" hinaus gekraxelt. :-\

Damals hatten wir größere bzw. schwerere Rucksäcke wegen einer Mehrtages-Tour dabei, dieses Mal war ich allein (natürlich NaturNah) und mit dem kleinen Tagesrucksack (sowie knapp zu wenig Wasser) unterwegs.
#pfeilrechts# Mein Tipp: Diesen Aufstieg besser NICHT als Hütten-Zustieg benutzen, es handelt sich NICHT um einen durchgängigen Steig. Bitte diese Route NICHT unterschätzen, sondern allenfalls als eigenes Tages-Projekt planen! Bei Nässe ohnehin ein "No-Go", ist ein Umdrehen auch bei Trockenheit aufgrund des steilen (ungesicherten) Geländes (überwiegend T5!) eine alpine Herausforderung (definitiv schwieriger als "meine Pendling-Ostwand", überw. T4). Mit einer Hüttenbuchung (oder einem Gewitter) "im Nacken" ist der Druck "durchkommen zu müssen" viel größer, aber auch die Tagestour kennt ein "Zeitlimit"...

Vor einem Jahrzehnt hatten wir unten (ca. 650 m) "im Zustiegs-Wäldchen" mit etwas Suchen die schmale, der Erinnerung nach eher ausgeschnittene Spur durch "das Gestrüpp" gefunden und konnten diesen Verlauf leicht ansteigend bis zum eigentlichen Steig-Einstieg über der Felswand folgen (ca. 750 m).
In den letzten Jahren sind insbesondere am westlichen Beginn einige Bäume umgefallen (auch Totholz) - und mit einem Gewitter Anfang Juni sind neue (noch belaubte) Bäume dazu gekommen. Ohne "Fichtenmoped" ist dort also mittlerweile kein Durchkommen mehr.
Als Alternative bin ich vom Wanderweg kurz vor dem Beginn der Felswand am Obersee hinauf gestiegen, später im trockenen Bachbett, ein Stoamandl zeigte mir, hier zuletzt nicht der Erste zu sein. Dem sich aufsteilenden Bachgraben zu folgen war schwierig, und auch um den Steig besser zu finden bin ich links / ostseitig den Steilgrashang hochgestiegen und habe dann nach unten rückwärts nachgeschaut, wo der alte Steig heute in der eingedrückten Botanik (Buchen-Gestrüpp) endet.
Als Tipp würde ich empfehlen (bzw. würde ich es das nächste Mal probieren), den Bachgraben nach rechts / westseitig zu verlassen und unweit von diesem unter höheren Bäumen den eher erdigen Hang zu erklimmen bis auf den dort noch gut sichtbaren Steig getroffen wird. Durch die Geländesteilheit (und anderer "Schmutzeffekte") hilft ein GPS nur bedingt (Referenz?), der klassische Bergsteiger mit Erfahrung(!) ist bereits gefragt.

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Oberhalb des kleinen (Trocken)Bachgrabens, wenn der Perl-Steig in den Steilhang hinein führt, macht er seiner Definition noch alle Ehre: Dort ist bereits etwas behauener Fels zu erkennen, die "ausgetretene" Spur ist heute einige Zentimeter "tiefer gelegt".

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Auf der Gras-Schulter über dem Obersee (und dem Wanderweg): Diesem Stoamandl kann der Schneedruck wenig anhaben, jedoch gleich hinter mir hat eine Gewitter-Sturmböe erst Anfang Juni zwei Bäume über den Steig gelegt - bitte Handsäge mitnehmen.

Diesen Beitrag mit den aktuellen Bedingungen im Einstiegsbereich zu schließen, wäre sicher "zu kurz gesprungen", daher anschließend mein Erlebnis, aus dem vielleicht noch einiges Nützliches heraus zu lesen ist, denn ich denke, jede/r Nachahmer/in dürfte in ähnliche Herausforderungen "hinein laufen":

Es dauert nicht lange (ca. 800 m), bis dieser "Steig" die Schwindelfreiheit (sowie Konzentration und Trittsicherheit) einfordert. Geschickt nutzt die Spur natürliche, schmale Geländekanten und hat sogar kleine, geschlagene Stufen zu bieten. Überwiegend im Zick-Zack-Verlauf wird Höhe gewonnen, wobei wohl stellenweise die ein oder andere Kehre über die vielen Jahre "verloren" gegangen ist. Aufmerksamkeit und Übung im "Geländelesen" wird gefordert.
Dann habe ich einen Verhauer rechtzeitig bemerkt (um die 1000 m): Eine (besser sichtbare) Spur - sicher auch von Gämsen benutzt - führt geradeaus in eine mit wenigen Bäumen durchsetze Grünfläche - und verläuft sich dort bald. Möglicherweise war diese Stelle unser damaliges "Verhängnis", sich etwas gegenseitig auf den Partner verlassend, wurde (visuell) nicht genauer hinterfragt und dann in "einfacher" Fall-Linie "den Steig suchend" weiter aufgestiegen, es einfach nicht besser zu wissen und sich anschließend im Gelände zu verfranzen.
Nun aber vorgewarnt, bin ich wieder etwas zurück, um doch den (aktuell) eher unscheinbaren Links-Knick zu erkennen, dann ist die Tritt-Spur auch wieder schöner sichtbar - manchmal bestätigt noch eine gehauene Stufe den richtigen Verlauf oder ein kleines Stoamandl, dass hier (kürzlich?) wieder jemand entlang ist...
Das höher wachsende und die eher zarte Spur verdeckende Gras, die Eigenwilligkeit von Gämsen die kürzere und steilere Verbindung zu nehmen, aber auch das Ausweichverhalten von (neuen) Hindernissen sowie die "Unkenntnis" der wenigen Begeher, der "Original-Route" folgen zu können, führt im (oberen) zweiten Drittel (etwa auf 1300 m) wohl bei allen "Erstbegehern" zur Ratlosigkeit.
:-[ Na toll - und in gewisser Weise scheint der (individuelle) "Point-of-no-Return" gefühlt irgendwo viel tiefer unten zu liegen...

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Irgendwo mitten in der Walchhütten-Wand um die Mittagszeit: Der Ausblick kann sich sehen lassen.

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Eine Stunde später etwas weiter oben: Durch die Tageshitze ist mein Wunsch dort unten in das klare (Trink)Wasser einzutauchen beinahe riesig...

Da der Perl-Steig in allen historischen (Zeitreise-)Karten (1900-1966) nicht durchgängig dargestellt ist, denke ich mir, dass es früher bereits weniger ausgeprägte Variante(n) gab und mindestens die Routenkenntnis der damaligen Begeher jedes heutige "Wandernavi" kompensierte.
Durch meine eigene Vorbereitung auf diese Tour - mit informativ-technischer (Daten-)Grenze - ist mir bewusst, dass im Gelände vermutlich eher nach links, also ostseitig, zu orientieren ist, sofern das nicht dargestellte Stück "eher geradlinig" verläuft: Der Ausstieg des "Steigs", ggfs. gemäß Karte an einem "Brunnen" (bis 1966) bzw. einer Quelle vorbei, führt durch die heute verfallene (und vermutlich nun eingewachsene) Walchalm hindurch.

:P Doch über mir steilt sich das Gelände als grünes Felsband und unübersichtlich auf, es wird meiner Meinung nach in der Karte durch die Höhenlinien bzw. Reliefzeichnung nicht aussagekräftig genug dargestellt, eine Routenkenntnis wäre nun wirklich hilfreich. Mein Eindruck ist, nach links-oben eher in einen Trichter bzw. Sackgasse hinein zu steigen und dort ggfs. umkehren zu müssen, um dann einen zweiten Versuch angehen zu dürfen. Könnte es sein, dass die "Original-Route" hier vielleicht das Hindernis rechts ausholend umgeht? Auch der aufkommende Durst beeinflußt meine Entscheidung dahingehend, es 50:50-Joker-mäßig direkter nach oben, leicht nach rechts zu einem Graben ausweichend zu versuchen.
Dieser Graben steilt auch auf, bietet aber trotz der Hitze bzw. Trockenheit noch einen Wasserfaden zum Auffüllen der Trinkflasche, dann halte ich mich rechts / westlich des Grabens und arbeite mich die steile, felsdurchsetzte Botanik empor, bald auf ca. 1500 m unter einer "roten Wand" stehend. Kommt mir irgendwie bekannt vor: Hier waren wir bereits vor einem Jahrzehnt und links von dieser, der Graben wird nun schwächer, führt eine Gams-Spur weiter nach oben. Nun eher linkshaltend, kompassmäßig genau in Südrichtung, steige ich weiter auf, um auf einer kleinen Gelände-Schulter (ca. 1610 m, in älterer Karte als Rotofen bezeichnet) den markierten Wandersteig zu treffen.
Als Tipp würde ich nun empfehlen (bzw. so würde ich es das nächste Mal probieren), sich dennoch weiter nach links-oben zu orientieren und prüfen, ob es dort vielleicht einen "Schlupf" im Gelände gibt, ggfs. sind an Felsen noch alte Sicherungseinrichtungen oder gehauene Tritte sichtbar, die dann den (Original-)Verlauf bestätigen würden.

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Die kleine "Rote Wand" (von mir so bezeichnet) am "Alternativ-Ausstieg": Diese ist vom Perl-Steig aus nicht sichtbar, hinter mir liegen nach der Graben-Querung (Trinkwasser) eine steile botanische Kraxelei (T5).

Je nach dem wie ich durchkomme und es die Zeit erlaubt, wollte ich mindestens den Bereich der Walchalm von oben her erkunden, um dort Anzeichen des früheren Verlaufs zu finden bzw. das Gelände zu erkunden. Anschließend wäre die Idee gewesen via dem Sagerecksteig zur Saletalm abzusteigen, doch bei diesen Wetterbedingungen habe ich keine Motivation mehr für einen weiteren Aufstieg (auch wenn's nur ca. 100 m wären), um am Halsköpfl vorbei zu kommen. Nun möchte ich mich nur noch bergab orientieren und so marschiere ich, die Wasseralm in Sichtweite rechts unbeachtet lassend (aber die Hütte am Abzweig hat einen Brunnen!) den Röthsteig hinab (darin gibt es am Spätnachmittag mit der senkrecht einstrahlenden Sonne wahre "Saunabedingungen"...). Unten im Bereich der Fischunkelalm ist es bereits einsam, das letzte Touristenboot ist abgefahren und so kann ich nach einem erfrischendem Bad im Obersee entspannt den weiteren Rückweg antreten (inkl. kurzem Plausch mit den "patroulierenden" Rangern).

* Bezüglich "(ur)altem Steig": Neben Trittstufen gibt es noch unten eine Felswand mit "Steinritzungen" - dort meine ich u.a. folgende Information erkannt zu haben:
" HANS PONEZ 1580 "

Fazit: Sind aller guten Dinge wirklich "drei"? Jedenfalls würde ich (irgendwann) noch einen dritten Anlauf für den Original-Verlauf des Perl-Steig's benötigen... #gruebelgruebel#
Vor etwa einem Jahrzehnt hatte ich mal zufällig im Internet einen Begehungsbericht (mit einigen Fotos) der hiesigen DAV Sektion gesehen, die dort eine Gruppentour durchgeführt hatte - es muß(te) dort also irgendwie komplett mit vergleichbarem Aufwand und Schwierigkeit hindurch gehen...

#vorsicht# Das Gelände ist dort definitiv sehr anspruchsvoll und nur für die wenigsten Bergler geeignet - ungesicherte Kraxelfähigkeiten im T6- bzw. UIAA II-Bereich (der Reserve wegen) sollten daher bereits zur Übung gehören. Diesen steilen Steig zu pflegen dürfte sehr aufwendig sein - und auch nicht ungefährlich, u.a. verläuft genau unterhalb der Touristen-"Wanderweg" - so dass "mit der Einrichtung des Nationalparks" dessen Aufgabe verständlich ist. Eine Pflege würde auch einen offizielleren Charakter bedeuten - gerade ohne verbaute Seilsicherungen hat er aber seinen ursprünglichen Reiz - und damit sicher in der Folge mehr Leute anziehen, die den gegebenen Bedingungen nicht gewachsen wären. Ein möglicher Rettungseinsatz wäre eigentlich nur mit der "Longline" aus der Luft praktikabel...
Vom Ausblick bzw. der Landschaft her ist es jedoch "schade", dass diese Route (zwei Rundtour-Möglichkeiten gäbe es, jedoch meist Bootgebunden via Salet) und die eindrucksvolle Perspektive nur wenigen "Verrückten" bleibt. Eine "korrekte" häufigere Begehung des Perl-Steigs würde diesen sicher besser für die nächste Generation erhalten, doch auch bei den Berchtesgadenern dürfte er zunehmend in Vergessenheit geraten. :(

PS: Vielleicht füge ich die nächsten Tage hier noch einige Fotos ein (auch dies ist mit etwas Aufwand verbunden...), im Rahmen der Beschreibung anderer erkundeter alter Steige, die ich mal als "Burgstallsteig" (ja, noch einer...) sowie "Holzknechtsteig" (es sind eigentl. zwei) bezeichnen würde.

PPS: Nach wie vor wären von anderen Begehern ihre (ergänzenden) Rückmeldungen nützlich. #danke1#
#94
Hab's zufällig gesehen... ;)

Der "Nationalpark Berchtesgaden" hat heute Vormittag den neuen Steig in die OSM-Karte eingetragen - und damit wird er bald bzw. zur "Eröffnung" auch in den von dieser Datenbank abgeleiteten Online-Karten sichtbar.
Im Zuge dessen wurden auch die alten, nicht mehr existenten Wegabschnitte entfernt, also gelöscht ("abandoned:highway" wäre hier ggfs. ausreichend gewesen, um die Historie festzuhalten und damit der nächste "Mapper" diesen noch sichtbaren Verlauf nicht wieder neu einzeichnet...).

Somit düfte es nun auch nicht lange dauern, bis eine entsprechende Pressemitteilung heraus gegeben wird. 


Nachtrag:
Die Mitteilung in der Presse ist offenbar schneller als die auf der Seite des Nationalparks selbst... Das Wochenende hat wohl gerufen? ;)

Nach Felssturz im Wimbachtal: Neuer Steig öffnet zwei Wochen früher (03.07.2026, 16:04 Uhr)

ZitatNach dem ... Felssturz im vergangenen Jahr (5. Aug. 2025) ist der neue Steig im hinteren Wimbachtal zum Trischübel-Pass schneller fertiggestellt worden als geplant. Wanderer können den anspruchsvollen Pfad im Nationalpark Berchtesgaden ab sofort begehen.
...Auf rund 600 Metern Länge überwindet der neue Steig gut 200 Höhenmeter. Dabei wurden 25 Meter Stahlseil und zehn Trittbügel verbaut. ...
Für die Tourenplanung ist wichtig: Der neue Weg bleibt, wie schon der alte Steig, insgesamt als ,,roter" und damit ,,mittelschwerer" Steig eingestuft. Dennoch weist er abschnittsweise Schwierigkeiten auf. So müssen Wanderer im oberen Teil eine drahtseilversicherte und absturzgefährdete Steilstufe durchsteigen. ...

#95
Berggasthof Streichen wurde wieder eröffnet.

Info auf Samerberger Nachrichten
#96
Datum: 26.06.2026

Ziel: Zireiner See & Bayreuther Hütte

Ausgangspunkt: PP Bayreuther Hütte bei Grünsbach 620 m

Route: Grünsbach - Zireiner Alm - Zireiner Alm Hochleger - Zireiner See - Bayreuther Hütte - Grünsbach 

Wegbeschaffenheit: bis zur Zireiner Alm gute, glatte Forststraße, aber teils steil, ab Zireiner Alm grober Schotter

Gefahrenpotential: Hitze!

Wetter: Sonnig und extrem warm., in den oberen Bereichen erfrischende Winde

Flora/Fauna: schönes Wollgras am See

Hütteninfo: Bayreuther Hütte geöffnet

Sonstiges: auf den Latschberg (Aufstieg 30 Min.) wurde diesmal verzichtet, schöne Blicke auf Sagzahn und Rofanspitze

Link zur MTB-Tour Zireiner See
Link zur MTB-Tour Bayreuther Hütte
#97

Trotz der vorhergesagten großen Hitze machten wir uns auf den Weg für diesen Radlausflug.
Der Vorteil in dieser Situation war, dass der Rucksack verhältnismäßig leicht war, da warme Kleidung und Regenzeug zu Hause bleiben konnte.

  Foto1.JPG

  
Nach der Auffahrt über die Forststraße zur Winkelmoosalm, ging es weiter durchs Heutal und dann runter nach Unken. Hier klinkten wir uns in die ausgeschilderte MTB-Tour ,,Rund um die Reiteralpe" ein. Dieser Beschilderung folgten wir bis kurz vor Ramsau um dann Richtung Schönau abzubiegen, wo wir übernachteten.

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Am nächsten Morgen radelten wir zurück nach Ramsau. Hier folgten wir wieder der bekannten Tourbeschilderung bis Unterjettenberg. Ab hier führte unser Radlweg entlang der Saalach nach Bad Reichenhall, um dort wieder einen beschilderten Weg mit dem Titel ,,Rund um den Hochstaufen" bis Weißbach an der Alpenstraße zu nutzen. Über die Harbachalm erreichten wir Ruhpolding. Jetzt noch der Umweg übers Röthelmoos. Bei diesen Temperaturen waren wir fast alleine auf dem Almgebiet. Nach der Abfahrt Richtung Weitsee hatten wir den Startparkplatz wieder erreicht.

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Datum: 20.06.- 21.06.2026
 Ziel: Schönau am Königssee
 Ausgangspunkt: P Seegatterl (im Sommer kostenlos)
 Route:

Tag 1: Winkelmoosalm- Heutal- Unken- Lofer- Hirschbichl- Hintersee- Ramsau- Schönau
61 km, ca. 1600 Hm
Tag 2: Ramsau- Unterjettenberg- Bad Reichenhall- Weißbach- Ruhpolding- Röthelmoos- Seegatterl
73 km, 1700 Hm

 Wegbeschaffenheit:
Asphalt und Schotter
 Gefahrenpotential: gering
 Wetter:
sehr sonnig und sehr warm
 Flora/Fauna:
 Hütteninfo:
 Sonstiges: 133 km, 3300 Hm

 
#98
Servus @Maiwanderer,

danke für dein dokumentarisches Foto - somit stehen also das alte und das "verhinderte" Kreuz'l nach wie vor zusammen unten in der Halle... :-[

Ich habe sowohl von Markus, als auch von Stefan (beide Stadler's sind nicht miteinander verwandt) "leider" die Rückmeldungen erhalten, daß sie keine Infos hierzu haben.

#gruebeln# Eine Möglichkeit könnte noch die Nachfrage bei der Bergwacht Wasserburg darstellen, die dort unterhalb der Kampen ihre Diensthütte hat.

Mit diesen Versuchen möchte ich es dann auch bewenden lassen, da es ja nicht mein Projekt gewesen ist... :-\

#schade#
#99
Servus Akelei, servus geroldh,

sehr interessant das Ganze  #danke1#

So sahs vor ca. 4 Wochen aus:

#100
Sonstiges / Hochriesbahn
Infothek - 20.06.2026, 16:49
Bei der Hochriesbahn auf dem Samerberg gilt es zu beachten, dass bis Sonntag, 5. Juli zwei Ruhetage gelten: Montag und Dienstag.

Ab dann ist nur noch der Montag ein Ruhetag – weitere Informationen: www.hochriesbahn.de