Neueste Beiträge

#1
In Zusammenarbeit mit der DAV Sektion Landshut und den Wirtsleuten der Geraer Hütte hat terra-hd kurzfristig zur Winterruhe noch eine Fotowebcam an der Geraer Hütte hinterlassen. Die Geraer Hütte liegt im Valser Tal, einem Seitental des Wipptals und gehört zu den Zillertaler Alpen. Die Hütte liegt direkt unterhalb der mächtigen Abstürze des Olperers (3476m) und des Fußstein (3380m) und ist ein wichtiger Stützpunkt für alpine Touren in dieser Gegend.

Der Kamerastandort wurde vorab nicht besichtigt, aus diesem Grund ist der Blickwinkel über den ersten Winter etwas eingeschränkt... Im Frühling wird jedoch ein Weitwinkelobjektiv angebracht oder eine alternativer Montagestandort vorbereitet, um ein wenig mehr der atemberaubenden Landschaft einfangen zu können.

Da die Stromversorgung der Hütte im Winter deaktiviert ist, versorgt sich die Kamera selbst mittels eigenem kleinen Photovoltaik-Modul und ist per LTE ans Internet angebunden. Im Dezember und Januar bekommt die Geraer Hütte maximal 1 Stunde Sonne pro Tag ab, während Schlechtwetterperioden wird das Bildintervall automatisch an die jeweilige Situation angepasst, um Energie einzusparen. Zu diesem Zweck kommt hier wieder die bekannte Spezial-Elektronik von terra-hd zum Einsatz.

Quelle: terra-hd.de

wc_geraer.jpg
#2
Falzaregopass und Lagazuoi - Teil 1

Die zweite Berg-Unternehmung unsere Kurzurlaubs führte uns auf den Lagazuoi, ein 2835 m hoher Gipfel in der Fanesgruppe der Dolomiten. Auch hier gibt es viele Fotos, sodass ich den Bericht auf zwei Beiträge aufteile.

Wir starteten mit dem Bike 4 km nördlich von Cortina. Dort wurden übrigens 1956 die Olympischen Winterspiele durchgeführt. Auch 2026 ist der Ort zusammen mit Mailand Austragungsort der XXV. Olympischen Winterspiele.

Die Auffahrt erfolgte erst einmal durch Cortina hindurch und dann auf die Passstraße zum Falzaregopass (2105 m). Da die Straße meist flach, durchgehend asphaltiert und ca. 16 km lang ist, handelte es sich um keine schwierige Fahrt. Zwischendurch konnten wir einen Blick ins Tal werfen.

Cortina und Monte Cristallo.jpg
Cortina und der Monte Cristallo (3221 m).


Mit der Gondelbahn ging es dann hinauf in den Gipfelbereich des Lagazuoi. Man kann die 650 hm auch durch einen Tunnel aus dem 1. Weltkrieg auf- und absteigen, doch braucht man hierzu einen Helm und Stirnlampe, hatten wir nicht dabei.

ZitatDer Berg ist bekannt für seine Stollen aus dem Ersten Weltkrieg. Diese zu besichtigen, war auch das Ziel unseres Ausflugs. Im Ersten Weltkrieg war der Lagazuoi ein heiß umkämpfter Berg, lag er doch genau an der Front, an der sich österreichische (Kaiserjäger) und italienische Soldaten einen erbarmungslosen Stellungskrieg lieferten.Um feindlichem Artilleriebeschuss zu entgehen, begannen beide Heere in den Felswänden Stollensysteme anzulegen und verlagerten somit sowohl Stellungen als auch Versorgungsräumlichkeiten in das Berginnere. Später wurden von den Italienern und den Österreichern Minenstollen in den Berg gebohrt und ganze Felsbänder abgesprengt, um die gegnerischen Stellungen zu vernichten. Die hellen Schuttkegel am Kleinen Lagazuoi rühren ursächlich von den Minensprengungen 1915 bis 1917 her.
Quelle: Wikipedia


Einige Fotos der österreichischen Stellungen (zum Vergrößern anklicken):

Lagazuoi1.jpg

Lagazuoi2.jpg

Lagazuoi3.jpg

Lagazuoi4.jpg


(Fortsetzung folgt)
#3
Ramseider Steig zum Riemannhaus gesperrt

Der Weg 413 zum Riemannhaus ist ab dem Fürstenbründl, aufgrund von drei Hangrutschungen, wo kein Durchgang möglich ist, gesperrt. Wann der Steig wieder begehbar sein wird ist derzeit noch nicht bekannt.

Quelle: Alpenvereinaktiv
#4

Die Doaglalm

Das Wetter meint es dieses Wochenende nicht gut mit uns ...
Für alle, die eine kurze und einfache Wanderung in den Bayerischen und Chiemgauer Alpen suchen, mit kleiner Anfahrt, haben wir hier ein paar Tipps zusammengestellt.

Nußlberg - Zu einer reizvollen Wallfahrtskapelle
Großer Madron - Der große Bruder des Petersbergs
Mitterberg - Kinderwandern ab Maier-Alpe
Spitzingscheibe - Unscheinbare Graskuppe mit schöner Aussicht
Maisalm
Familienwanderung auf die Tregler Alm
Doaglalm auf dem Samerberg
Wildbichler Alm
Feldlahnalm ab Oberwössen
Branderalm bei Ruhpolding
Hohe Asten ab Flintsbach

Hinweis:
Einige Almen könnten bereits geschlossen haben!
Nicht alle genannten Touren bieten eine Einkehr.
#5
Drei Zinnen - Teil 2

Das Zinnenjoch wird auch Lavaredo-Scharte genannt. Von ihr aus eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die vielen Gipfel der Dolomiten bzw. Sextener Dolomiten, Pragser Dolomiten und der Cristallogruppe.

Zinnenjoch Blick Nordost.jpg
Blick nach Nordosten und Norden über den Rienzboden. Ganz rechts in der Mitte die Dreizinnenhütte.

Über einen einfachen Weg durch eine kleine Senke stiegen wir dann hinauf zur Dreizinnenhütte.

Dreizinnenhütte mit Toblinger Knoten.jpg
Dreizinnenhütte mit Toblinger Knoten

Wikipedia schreibt:
ZitatDer Toblinger Knoten (italienisch Torre di Toblin) ist ein 2617 m s.l.m. hoher Berg in den Sextner Dolomiten in Südtirol. Er war im Gebirgskrieg 1915–1918 von strategischer Bedeutung und wurde mit zahlreichen Stellungen ausgebaut. Reste der damaligen Militärwege werden heute als beliebte Klettersteige genutzt.

Auf der Hütte genehmigten wir uns eine Brotzeit und eine lange Fotopause.

Bödenseen.jpg
Die Bödenseen unterhalb der Drei-Zinnen-Hütte mit Blick zu den Deferegger Alpen


Paternkofel und Zinnen.jpg
Blick von Hütte auf die Drei Zinnen, links der Paternkofel.

Der Rückweg erfolgte hinunter in den Rienzboden, vorbei an drei nahezu ausgetrockneten Seen und von dort ca. 150 Höhenmeter bergauf zu der kleinen bewirtschafteten Langalm. Diese ließen wir rechts liegen.

Zinnen von Osten.jpg
Die Drei Zinnen von Osten.

Ab der Langalm waren es noch ca. 40 einfache Minuten hinüber zur Auronzohütte. Von ihr fuhren wir die Autostraße hinab bis zum Stellplatz des Wohnmobils.

Unterm Strich eine der landschaftlich schönsten Touren, die ich je gegangen bin. Ein Schweizer, den wir antrafen, meinte, die Dolomiten wären eindrucksvoller als "seine" Schweizer Berge.
Der erwartete Menschauflauf hielt sich in Grenzen, da wir unter der Woche unterwegs waren und die Hauptsaison bereits beendet. Im Sommer ist die Wanderung - auch unter der Woche - sicher nicht zu empfehlen.

Die Wanderung ist sehr leicht und weist keine Schwierigkeiten auf. Wir hatten durchgehend einen fast wolkenlosen Himmel, allerdings betrug die Temperatur nicht mehr als ca. 10 Grad.
Ca. 420 Höhenmeter (mit MTB 1100 hm), 9.7 km (ohne MTB), Gehzeit ohne Pausen ca. 4 Std.
#6
Vom Bockstein kannte ich bisher im Mangfallgebirge genau 2, den am Breitenstein und den am Bocksteinlift (Wendelstein). Den am Breitenstein scheint es nun gleich dreimal zu geben. Der mir einzig bekannte liegt dort, wo er seit mindestens 1808 bis 2006 lag:
1-Bockstein_alt.jpg  
Schaut man in die aktuelle OSM, stellt man verwundert fest, dass der Gipfel nach Süden, auf die andere Seite des Wanderwegs hoch von der Bucheralm gewandert ist. Aktuelle Höhe: 1542 m! Und der alte Bockstein hört nun auf den Namen "Breitenstein-Westgipfel".

Wer jetzt auf die Eigenmächtigkeiten der OSM schimpft, es kommt noch besser. Auch der BayernAtlas wollte sich nicht lumpen lassen und ging gleich in die Vollen. Dort liegt der neue Bockstein noch weiter südlich auf 1514 m Höhe, der alte Bockstein wurde zum reinen 1575 m hohen Messpunkt mit Kreuz herabgestuft.

Zwei neue Bocksteine! Das war für mich natürlich ein gefundenes Fressen, um sich das mal vor Ort anzuschauen! Also ging es ab Bushaltestelle am Feilnbacher Rathaus erst einmal hoch zur geöffneten, von mir sehr geschätzten Hubertushütte. Denn der Chef dort ist selbst Bergsteiger und kennt sich aus! Außerdem bekomme ich dort die bis jetzt ungeschlagen beste Erbsensuppe bei akzeptablen Getränkepreisen!

Nach dem obligatorischen Besuch des Breitensteins, der war vor wenigen Tagen noch weiß - heute fand sich nicht einmal ein Schneerest, ging es weiter zum alten Bockstein, Bild siehe oben. Von dort dann Abstieg zum Wanderweg runter zur Bucheralm. Man sieht dann schon den OSM-Bockstein:
2-OSM-Bockstein.jpg
Der war relativ leicht zu besteigen. Eine Aussicht gibt es, nur nach Osten hin verstellen ein paar Bäume den Blick. Ansonsten nichts Besonderes, und viel Platz hat es dort auch nicht. Man ahnt von dort aus aber schon, wo der BayernAtlas-Bockstein liegt, nämlich ganz hinten in der Verlängerung des Grats hinter den Bäumen:
3-BA-Bockstein.jpg
Der Grat scheint abrupt abzufallen. Dann meinte ich aber eine sehr ausgesetzte Spur im linken Steilhang zu erkennen, mit der ich den Grat dann umging. Im Nachhinein würde ich sagen, dass der Weg über den Grat einfacher gewesen wäre. Der restliche Gratverlauf war einfach und der BayernAtlas-Bockstein im Bildzentrum schnell erreicht:
4-BA-Bocksteingipfel.jpg
Dort fand ich auch einen Gipfelkreuzversuch:
5-Gipfelkreuzversuch.jpg 
Dazu hatte mir der Chef der Hubertushütte vorher schon erzählt, dass da eine Privatperson vor ein paar Jahren ohne Erlaubnis ein Gipfelkreuz aufstellen wollte. Da der Berg einer anderen Privatperson gehört, wurde das natürlich unterbunden. (Vielleicht klappt es ja dann doch irgendwann einmal, nachdem der BayernAtlas hier eifrig Schützenhilfe geleistet hat.)

Zurück ging es die Rinne hinter der Kreuzverankerung weglos hinunter, um dann nach höhenneutraler Querung auf ca. 1500 m in Richtung Osten wieder auf einen Wanderweg zu stoßen.

Dies war eine reine, absturzgefährliche Erkundungstour, die nicht zum Nachmachen geeignet ist!
#7
Sonstiges / Puzzle zwischendurch
Infothek - Gestern um 14:05
Um die Wartezeit auf das nächste Bergrätsel zu verkürzen, gibt es hier ein 80teiliges Puzzle zu lösen.
Fertig aufgelöst, zeigt es einen Spruch. Mit "OK" wird gestartet. Bedienung erfolgt mit der Maus. Viel Spaß!  :)

#8
Die traditionelle Bergmesse findet am 25.09.2022 um 11:30 Uhr auf der Hochries statt.
Veranstalter sind der Trachtenverein Grainbach und die Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins. Die Veranstaltung findet nur bei gutem Wetter statt.
#9
Mit einem Freund war ich jetzt ein paar Tage in den norditalienischen Provinzen Südtirol und Belluno mit dem Wohnmobil unterwegs. Unter anderem hatten wir auch zwei Bergtouren in den Dolomiten unternommen, die schon lange auf der Wunschliste meines Spezls standen.

Die erste führt uns letzten Montag zu den weltbekannten Drei Zinnen.

Wir fuhren in der Früh mit dem E-Bike vom Campingplatz bei Misurina Richtung Auronzohütte hinauf. Hier fiel schon weit unten, beim Lago d'Antorno, der erste Blick auf das Zinnen-Massiv:

Lago d Antorno.jpg
Lago d'Antorno

Durch die Auffahrt mit dem Rad sparten wir uns die Gebühr für die Mautstraße (PKW 30 Euro, Wohnmobil 45 Euro) und konnten während der Auffahrt den über 500 m langen Stau vor der Mautstraße locker überholen.  #hihi#

Da es nahezu 0 Grad hatte, kehrten wir kurz auf einen Kaffee in der Auronzohütte ein. Schon hier konnten wir die beeindruckenden und monumentalen Dolomiten mit ihren vielen felsigen Zacken bewundern. Teile der Dolomiten gehören seit 2009 völlig zurecht 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Auronzohütte.jpg
Auronzohütte

Von der Auronzohütte wanderten wir am Fuß der Großen und Kleinen Zinne ohne Höhenunterschied zur Lavaredo Hütte. Hier trennte sich die Spreu von Weizen, für Kinderwägen und Turnschuhtouristen war hier Schluss.

Wir stiegen in einer knappen halben Stunden hinauf Richtung Zinnenjoch, dabei fiel immer wieder der atemberaubende Blick auf die senkrechten Abstürze der Kleinen Zinne:

Kleine Zinne.jpg
Kleine Zinne

Auf dem Zinnenjoch erinnert eine Gedenktafel an den Papst Johannes Paul II. Karol Wojtyla:

Gedenktafel Zinnenjoch.jpg
Gedenktafel Zinnenjoch
Die Übersetzung lautet in etwa:
"Hier halte ich in Gebet und Meditation an
Sei nicht ängstlich"



Blick vom Zinnenjoch zurück zur Lavaredohütte.

Zinnenjoch.jpg
Lavaredo


(Fortsetzung folgt)
#10
Das Alpenvereinswetter bis 25. September 2022 (Quelle DAV):

Das kommende Wochenende bringt weitere Niederschläge, weswegen die Tourenmöglichkeiten etwas eingeschränkt sind.

FR: recht sonnig, Nullgradgrenze steigt auf 3000m
SA: schwach föhnig, nachmittags hohe Wolken
SO: Schauer, schwache Kaltfront, wechselhaft, teils böiget Süd- und später Westwind


Zum ausführlichen Bergwetterbericht des DAV



Webcams

zur roBerge-Webcamkarte



Individuelle Wetterberichte von bergfex.de/at:

Wendelstein  Tegernsee  Berchtesgaden  Mittenwald  Aschau Samerberg  Walchensee  Tirol  Schneeberichte Tirol



Werbung ausschalten