Hochalm

Autor Thema: Hochstaufen am 9.8.2019 (Chiemgauer Alpen)

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Offline Bergautist

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Hochstaufen am 9.8.2019 (Chiemgauer Alpen)
« Antwort #0 am: Sa, 10. Aug 2019, 20:21 »
Nachdem die Zeit bei der Staufenüberschreitung neulich (https://www.roberge.de/index.php/topic,9812.0.html) für den Hochstaufen nicht mehr gereicht hatte, wurde dieser heute als Extratour in Angriff genommen. Der Aufstieg erfolgte von der Padingeralm aus über den Goldtropfsteig (Bild 1). Beim Goldtropfsteig geht es stets steil zur Sache, großartige Kletterkünste sind aber nicht gefordert. Dafür weiß die Umgebung umso mehr zu begeistern (Bild 2). Keine Ahnung, woher der Steig seinen Namen hat. Jedenfalls tropfte der Schweiß in Strömen, fehlt jetzt nur noch das Gold. ;)

Nach einem ersten Gipfelbesuch und Einkehr im Reichenhaller Haus ging es dann den verpassten Westgratabstieg (Bild 3) hinunter bis zu der Stelle, an der ich seinerzeit nach Bad Reichenhall abstieg. (Erstaunlicherweise gab es auf dem kurzen Stück auch noch einige kleine Gegenanstiege zu bewältigen.) Dort wartete ich dann auf zwei Bergfreunde, die einen längeren Aufstieg gewählt hatten. Zurück ging es ein zweites Mal auf den Hochstaufen (Bild 4) mit Zweiteinkehr im Reichenhaller Haus (2 Liter Getränke durfte die Hüttenmannschaft dort allein für mich abrechnen!).

Der Rückweg ist üblicherweise als "Abstieg über die Steinernen Jäger" bekannt. Die bekommt man aber nicht zu sehen, wenn man über die Buchmahd absteigt (Bild 5).

Welcher von beiden Steigen der schwierigere ist, vermag ich nicht zu sagen. Zwar kam mir der Abstieg über die Buchmahd schwieriger vor. Aber richtig beurteilen kann man das wohl nur, wenn man die Runde mal in umgekehrter Richtung gemacht hat.

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Hochstaufen am 9.8.2019 (Chiemgauer Alpen)
« am: Sa, 10. Aug 2019, 20:21 »
  


Offline geroldh

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Wie kürzlich an anderer Stelle angemerkt, war ich in all den Jahrzehnten noch nie am Staufenmassiv unterwegs. Kurzfristig hatte sich nun die Möglichkeit ergeben, zu einer Tour dorthin mitzufahren.

Nach der Anfahrt über Inzell hatten wir an der Padingeralm (660 m; ca. 8:30 Uhr) oberhalb von Bad Reichenhall geparkt. Nach etwas Forststrasse zum Eingehen zweigt auf 733 m der Bartlmahd-Steig ab, der bereits seit einigen Wochen von den Winterschäden freigeschnitten ist. Im angenehm schattigen Wald folgen wir diesen gut hergerichteten Weg hinauf zum Punkt 1386 m. Dort verlassen wir ihn, um auf dem anspruchsvolleren „Blauen Steig“ anfangs entlang der Höhenlinie, zwischendurch ca. 120m absteigend, zum Wanderweg unterhalb der Zwieselalm zu queren.
An der Zwieselalm (1387 m) schauen wir uns etwas um – die „Liegewiese“ ist gerade von einer Gruppe Ziegen belegt – und steigen anfangs noch zwischen Bäumen, dann durch Latschengassen zum Grat des Hinterstaufens hinauf. Wenig später bietet der Gipfel des Zwiesel (1782 m; ca. 12:00 Uhr) den angenehm luftigen Raum für eine umfangreiche Mittagspause.

Der etwas niedrigere Zennokopf ist schnell erreicht, dahinter führt der Mittelstaufensteig südseitig in die Roßkarscharte (ca. 1450 m) hinunter und dann ebenso überwiegend südseitig den Hendelbergskopf (1613 m) im Mittelstaufen-Kamm hinauf. Die Entfernung ist nicht allzu groß, aber die Sonne zerrt mir förmlich die Energie aus dem Körper hinaus. An zwei schattigen Stellen (Felsnordseite) machen wir Rast und ein weiteres Mal beim Zusammentreffen mit Bergautist am Abzweiger (ca. 1590 m) zum Bartlmahd-Steig. Der Weiterweg zum Reichenhaller Haus (ca. 1750m; ca. 15:30 Uhr) wird mit eingedicktem Blut etwas mühsam, doch dann steht im schattigen Bereich der Terasse ein erfrischend kühles Helles im Krügerl vor mir – erstaunlich, wie schnell dieses isotonische Kaltgetränk „verdunsten“ kann...

Inzwischen am Spätnachmittag wird es ruhiger am Berg, wir schauen noch zum Gipfelkreuz des Hochstaufen (1771 m) hinauf und steigen dann auf anspruchsvollem Steig sehr gemütlich ostseitig zum „Steinernen Jäger“ hinab. Auf etwa 1280 m verlassen wir den nun bewaldeten Gratbereich und steigen südseitig dem Parkplatz an der Padingeralm entgegen, wo noch eine hopfige Erfrischung auf uns wartet...
Auch wenn ich den Gedanken für die Staufen-Komplett-Überschreitung damit nicht aufgebe, so war diese Tour eine wertvolle Erfahrung, um einen Eindruck von der Steigbeschaffenheit zu erhalten, vor allem aber, um sich für die Kompletttour einen kühleren Tag zu wünschen...