Hochalm

Autor Thema: Felstouren im II. und III. Grad

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Offline rB-Infothek

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Felstouren im II. und III. Grad
« Antwort #0 am: Sa, 15. Jun 2019, 22:32 »
In der Reihe "Rother Selection" ist jetzt die 3. Auflage des Bandes "Münchner Bergtouren" erschienen, der nicht nur sorgfältig aktualisiert wurde, sondern auch einen neuen, passenderen Titel erhalten hat. Der Band heißt nun: Felstouren im  II. und III. Grad (Untertitel: "46 Routen zwischen Salzburg und Oberstdorf").
Versierte Bergsteiger kennen sicher schon die eine oder andere Tour.

Das komplette Inhaltsverzeichnis steht in der roBerge-Bibliothek:
Felstouren im II. und III. Grad

Der Bergverlag Rother stellt den roBerge-Usern ein Exemplar zur Verfügung. Wir verlosen es unter allen, die in dem Board Wer war wo einen Beitrag über eine neu begangene Tour eingeben. Bitte beachtet dazu die Hinweise zu diesem Board.

Die Verlosung endet in ca. 10 Tagen!

 #vielglueck#


Online Reinhard

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Re.: Felstouren im II. und III. Grad
« am: Do, 27. Jun 2019, 20:09 »
Die Aktion "Felstouren im II. und II. Grad wurde jetzt abgeschlossen.
Es freut uns, wieder einmal einen unserer eifrigsten Schreiber aus der Lostrommel gezogen zu haben.
Es ist GeroldH, dem wir herzlichst gratulieren.

 #glueckwunsch#
GeroldH, der Bergverlag Rother wird Dir das Buch in Kürze zusenden. Lass uns kurz wissen, wenn es angekommen ist.

Alle anderen Teilnehmer nicht verzagen, zwei Aktionen laufen derzeit noch, eine weitere kommt in Kürze hinzu.


Offline geroldh

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Re.: Felstouren im II. und III. Grad
« am: So, 07. Jul 2019, 11:39 »
Zitat von: rB-Infothek
... ist jetzt die 3. Auflage des Bandes "Münchner Bergtouren *" erschienen, der nicht nur sorgfältig aktualisiert wurde, sondern auch einen neuen, passenderen Titel erhalten hat. ...
Zitat von: Reinhard
... Lass uns kurz wissen, wenn es angekommen ist. ...


#fruehling3#  Das „Kraxelbuch“ hat mich diese Tage erreicht - und ist ganz nach meinem Gusto!  #victory#
#dankeschoen# dem Bergverlag Rother für die Bereitstellung des Buches und roBerge.de für die Verlosungsaktion.


Ich war gespannt auf das Buch – aufgrund des Inhaltsverzeichnisses und der für die 1. Auflage (2012) bereitgestellten Übersichtskarten sollte ich einige Touren bereits kennen – denn mich interessierte v.a. mit dem Kapitel „Sichern – ja oder nein?“ wie hier mit diesem Thema umgegangen wird. Das Risiko und die Sicherheit sind Punkte mit denen ich mich öfter auseinandersetze, die aber auch im Bekanntenkreis immer wieder thematisiert werden.

Gleich beim Aufschlagen des Buches, den Kurzportraits der beiden Autoren auf der Einband-Klappeninnenseite (bzw. auch dem Vorwort), werde ich damit konfrontiert – ist der Erstautor, von dem es mit „Ackerlspitze und Hochgrubachspitzen, Überschreitung“ (Buchauszug Tour-Nr. 12) auch bei roBerge einen Tourentipp gibt – im Folgejahr seines Buches bei einem Bergunfall am Wettersteingrat ums Leben gekommen.


Klettern im leichten Fels („Kraxeln“) – fürs (allg.) Bergwandern zu schwer und für die (alpinen) Kletterer zu leicht – übt mit einer grundlegenden Bergerfahrung eine gewisse Faszination aus.
Im Buch wird in einem Kapitel die (schweizer) Wander- und Bergtourenskala vorgestellt, deren Schwierigkeitsgrade neben den unteren drei Bewertungen der UIAA-Kletterskala in den einzelnen Toureninfos verwendet werden. Mit diesem Buch für mich durchaus neu ist die Aufbereitung in „dreimal T6“, die den entsprechenden UIAA-Klettergrad II (dort gibt es eigentl. keine Ab-/Aufwertung mit II- und II+; diese beginnt erst mit UIAA III) entsprechend verbal unterteilt und als (zusammenfassende) Bergtouren-Bewertung im Buch weiter verwendet.
Nur zwei Touren im Buch (Regalpwand Süd/Nord) werden mit "anspruchsvoll" (T5) bewertet, alle anderen Touren haben den Gesamtanspruch "schwierig" (T5/T6), "sehr schwierig" (T6) und "äußerst schwierig" (T6), wobei sich die Schlüsselstelle meißt nur auf eine oder wenige Kletterstellen bezieht, oft liegt die allg. Kraxel-Schwierigkeit einer Tour darunter.
Gemäß dem Buch auf S. 14: "Die nächste, darauf aufbauende Stufe wären alpine Klettertouren im III. Grad wie zum Beispiel Watzmann-Ostwand, Berchtesgadener Weg, oder der Kopftörlgrat auf die Ellmauer Halt." – beides Touren, die ich auch bereits kenne (vgl. roBerge-Forumssuche).

Die Frage „Sichern – ja oder nein?“ wird zusammen mit einem Kapitel „Ausrüstung“ angegangen und führt wie erwartet indirekt zur im juristischen Sprachgebrauch häufig verwendeten Antwort „Es kommt darauf an!“, denn zu individuell sind die Geländeeigenschaften und auch die pers. alpine Erfahrung. Bei den Touren gibt es Hinweise zu Sicherungsmöglichkeiten und zur -eignung, sowie grundsätzliche Empfehlungen – doch das Handeln verbleibt in der alleinigen Verantwortung des/der Tourengänger/s.
"Vollkasko" gibt es bei solchen Touren nicht – die Einschätzung des Geländes und eine mögl. Absicherung erfordert elementare Kenntnisse und ausreichende Erfahrung im Umgang mit Seil und Sicherungsmöglichkeiten. Nicht unbedingt eine "belastbare" Regel, aber bei Routen die ich häufiger begehe - und damit zu wissen glaube, "wie es funktioniert" - da verschiebt sich die "Sicherungsbereitschaft" etwas nach oben...

Die Gefahren von Felstouren können sehr vielfältig sein, im Buch wird in einem eigenen Kapitel ansatzweise darauf eingegangen. Zusätzlich stehen einzelne mögliche Gefahrenpunkte in einer gewissen Wechselwirkung zueinander, z.B. ist im schrofigen und in nicht zu anspruchsvollem Gelände eine (konzentrierte und saubere) Begehung ohne Seil oft sicherer, da dieses die Steinschlaggefahr insbes. für den/die Nachsteiger stark erhöht. Auch benötigt eine gewissenhafte Seilsicherung einen minimalen Zeitaufwand, der sich bei längeren Touren schnell ungünstig aufsummiert und damit neue Gefahrenpunkte entstehen lassen kann.

Kraxeltouren vermitteln mit dem Steigen im leichten Fels ein ursprüngliches bergsteigerisches Erlebnis und schulen meines Erachtens auch den pers. Blick auf das Wesentliche im Leben, oft genug kaum nachvollziehbar, worüber man sich auf dieser Welt alles streiten kann...


* Ergänzung (08.07.2019):
Aus alpinwelt 3/2011 (S. 20-24): Thomas Otto
Der rätselhafte II. Grad - Klassische „leichte“ Felstouren in den Nordalpen (PDF; 1,1 MB)


#pfeilrechts# PS: Ich möchte darüber nicht "streiten" (nur wünschen), aber ich hätte schon gerne die alte Smiley-Auswahl zurück, dann müsste ich mir die passenden Emoticons nach Erinnerung nicht umständlich aus alten roBerge-Beiträgen heraus suchen...  #danke1#