Hochalm

Autor Thema: Volksbegehren Artenvielfalt vom 31.01.2019 bis 13.02.2019

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Offline geroldh

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Nur zur Klarstellung: ... Eine Zustimmung zum Volksbegehren ist eigentlich keine Aussage "ich hätte gerne, dass darüber im Volksentscheid abgestimmt wird", sondern "ich möchte, dass dieser Text wortwörtlich Gesetz wird".
Es ist ein konkreter Gesetzesentwurf, der im Landtag eingebracht werden muss, ... Der kann dann ohne Änderung angenommen werden oder nicht. Falls nicht, darf der Landtag zur Volksabstimmung einen Alternativvorschlag unterbreiten.

Ja, so ist es - auch wenn ich vor einigen Tagen "nur" gemeint hatte, das Thema ginge (überwiegend) "in die richtige Richtung"...
Aber es sollte wohl kein "Problem" sein, dass sich der Landtag im Anschluss an das ggfs. erfolgreiche Volksbegehren "auf seinen Hintern setzt" und ein "noch besseres Angebot" herausarbeitet...

Dass nun die Landwirte (u.a. als "Sündenböcke"?) so dermaßen im Zentrum der Diskussion stehen, wie z.B. in diesem Artikel "Chance oder Risiko für Landwirte?" (06.02.2019) angedeutet, finde ich nur bedingt zielführend, da die Landwirte (ebenso wie der "Ottonormalverbraucher") versuchen, sich in dem Konglomerat aus Abgaben und Förderungen, Vorschriften und Wünschen, Realpreisen und Sonderangeboten, etc. (moralisch und wirtschaftlich) zurecht zu finden...

Wie sich die Situation nach dem (erfolgreichen) Volksbegehren darstellt, wird im letzten Drittel des Interviews mit der BR-Landwirtschaftsexpertin in der BR-Nachrichtensendung Rundschau vom 07.02.2019 deutlich: "Im Fokus stehen die Landwirte" (3 Min. / Online bis 14.02.2019)

Entsprechend äußert sich damit auch "unser Landesvater" in einer aktuellen Videobotschaft: Ministerpräsident Dr. Söder zum Volksbegehren Artenvielfalt - Bayern (1:20 Min. / Am 09.02.2019 veröffentlicht)

Lassen wir uns überraschen, in welchem Faschingskostüm uns Markus Söder in diesem Jahr bei der "Fastnacht in Franken" erheitert... - vllt. als "Willi" - oder doch als "Hornisse" ?  ;D

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Re.: Volksbegehren Artenvielfalt vom 31.01.2019 bis 13.02.2019
« Antwort #40 am: So, 10. Feb 2019, 22:04 »
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Offline BFklaus

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Das Selbstverständnis der BBV-Führung wird einem nach dem Lesen dieses SZ-Artikels etwas klarer  ;)

Die "Bauernregeln" der Biermösl Blosn passen eigentlich auch ganz gut zum Thema  #hihi#

Offline Martl

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Da scheint mir bei den "Großkopferten" vom Bauernverband einiges im Argen zu liegen  :(

Mehra sog i ned - nix für unguad  #nichtzufassen#


Gruß
Martl

Offline BFklaus

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Eine weitergehende europäische Kampagne fordert jetzt, dass 50% der Agrarsubventionen für eine nachhaltige Landwirtschaft ausgegeben werden sollen.

Offline kare

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Da scheint mir bei den "Großkopferten" vom Bauernverband einiges im Argen zu liegen  :(



Ach was  :)
https://www.sueddeutsche.de/bayern/bienen-volksbegehren-statistik-bauern-streit-1.4325058

übrigens: der BBV ist nicht der einzige Bauernverband:
http://www.abl-bayern.info/startseite/

Offline BFklaus

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Der von kare verlinkte SZ-Artikel über den Streit zwischen BBV und Bio-Landwirten zeigt u.a. diese Grafik:

Was der BBV daraus macht, ist Schönfärberei auf niedrigstem Niveau.

Dass das Leben der Honigbienen kein Honigschlecken ist, zeigt der Film "MORE THAN HONEY"

Wirklich bedroht sind aber die rund 580 Wildbienenarten, von denen bereits über die Hälfte auf der Roten Liste stehen. Das wird leider von den Initiatoren des Volksbegehrens nicht deutlich genug herausgestellt.

Sehr interessant ist auch kare’s zweiter Link. Dort wurde ich auf die ARD-Dokumentation "Geschichte im Ersten: Akte D (1) - Die Macht der Bauernlobby" aufmerksam. Diese 44 Minuten sollte sich jeder antun, der begreifen will, warum der Wechsel zu einer nachhaltigen Landwirtschaft so unglaublich schwer ist.

Offline Bergautist

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Wirklich bedroht sind aber die rund 580 Wildbienenarten, von denen bereits über die Hälfte auf der Roten Liste stehen. Das wird leider von den Initiatoren des Volksbegehrens nicht deutlich genug herausgestellt.
Die Zahl der Bienenvölker hängt natürlich auch davon ab, wieviele Imker es gibt. Und der Schlussanstieg im Diagramm ist wohl, wie ich irgendwo aufgeschnappt habe, eher der Werbetrommel des Imkerbundes zu verdanken. Von daher wäre diese Form der Gegenpropaganda seitens des BBV doppelt töricht, da das Diagramm nichts mit der Artenvielfalt und der Abnahme der Wildinsektenzahl zu tun hat.

Offline Bergautist

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Sehr interessant ist auch kare’s zweiter Link. Dort wurde ich auf die ARD-Dokumentation "Geschichte im Ersten: Akte D (1) - Die Macht der Bauernlobby" aufmerksam. Diese 44 Minuten sollte sich jeder antun, der begreifen will, warum der Wechsel zu einer nachhaltigen Landwirtschaft so unglaublich schwer ist.

Danke für den Link! Das sollte auch dem letzten die Augen öffnen!