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Schneeschuhe

Schneeschuhe haben sich zu gefragten Wintersport-Artikeln entwickelt, mit denen man die verschneite Bergwelt bequem zu Fuß erkunden kannst. Diese leichten Fortbewegungsmittel sind so konstruiert, dass sie das Einsinken im Tiefschnee verhindern. Schneeschuh-Wandern ist heute eine beliebte Outdoor-Aktivität, die für passionierte Wintersportler und Familien mit unvergesslichen Naturerlebnissen verbunden sind. Die einfachen Schneeschuh-Konstruktionen aus Holz wurden mit der Zeit durch leichte Hightech-Modelle aus Aluminium und Kunststoff ergänzt. Da findet jeder den Schneeschuh, der am besten zu ihm passt.

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Schneeschuhe - Empfehlungen und Erfahrungen?

Begonnen von MANAL, 26.02.2017, 23:44

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efs

Servus,

ich bin im Internet auf Crossblades gestossen. Das ist wohl ein Mittelding zwischen Schneeschuh und Tourenski, das von einem Schweizer entwickelt wurde. https://www.crossblades.ch/de/produkte

Ich selber gehe Schneeschuhwandern und Skitouren. Und im ersten Moment dachte ich, dass so ein Mittelding nix gscheits ist weil's weder das eine noch das andere richtig kann......
Nach dem ich bissl rumgegoogelt habe, kann ich mir gut vorstellen, dass die Softboot Variante  für manche Einsatzzwecke gut geeignet ist, gerade für das Roberge Gebiet mit wechselnden Geländeformen wie Wald, flachem Almengelände, kurzen Abfahrten, Schnee oft erst in höheren Lagen. Für Spitzstein und Co kann ich mir das gut vorstellen. Gerade wenn der Schnee erst ab Reichenau liegt... Kann man zu Fuss hochgehen, dann die Blades anziehen und den Hang runtergleiten (Ski fahren würde ich das nicht nennen). Für anspruchsvolles Alpines Gelände halte ich sie aufgrund fehlender Harschkrallen für ungeeignet. Wobei ich gesehen habe, dass man passende Harscheisen dazu bekommen kann.

Ich würde die gerne mal testen. Hat jemand schon mal Crossblades ausprobiert? Kennt jemand einen Verleih in Deutschland der die hat?

Danke & viele Grüsse efs, die immer noch sehnsüchtig auf Schnee wartet  #schnee2# #rodel1# #schneemann#

(P.s. Ich habe keinerlei Kontakte zu der Firma Crossblade und das ist keine Werbung)

BFklaus

Zitat von: efs am 10.01.2020, 06:39
Hat jemand schon mal Crossblades ausprobiert? Kennt jemand einen Verleih in Deutschland der die hat?
Da lassen offenbar alle Händler und Verleihstationen die Finger davon ;), was mich nicht wundert, weil die Dinger doppelt so teuer und doppelt so schwer wie Schneeschuhe sind. Ein weiterer Versuch, die eierlegende Wollmilchsau zu erfinden #hihi#.

kazwei

Bei den Schneeschuhen kann man eigentlich nicht viel falsch machen ... solange man nicht, wie ich, zum Wildfutter-Austragen die Billigschlapfen von Aldi/Hofer verwendet.

Zuerst einmal braucht es einen stabilen Bergschuh.
Der muss von der Bindung des Schneeschuhs so fest gehalten werden, dass man den Schneeschuh gut aufkanten kann. Meistens geht man ja nicht senkrecht zum Hang, sondern quer zur Fallinie.

Ganz schlimm ist es, wenn sich unter den Fersen ein Schneekeil aufbaut. Wenn der Schneeschuh dafür nicht anfällig ist, hat man sicher einen Vorteil.

Keine Wanderstöcke verwenden, sondern richtige Schistöcke. Die Schneeteller können gar nicht groß genug sein.

MANAL

32 Schneeschuhtouren seit März 2017 haben meine MSR Revo Ascent hinter sich. Bei einer Sichtkontrolle entdeckte ich einen ersten Schaden an den Krallen des rechten Schneeschuhs.
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Eine Niete welche die Bindung mit der Kralle verbindet ist verschwunden, die Kralle eingebogen und an der Nietbohrung eingerissen. Die zweite Niete an der anderen Kralle hat aber alles noch zusammengehalten und ich konnte die Tour noch zu Ende gehen.

Zuhause ein Blick auf die Kralle am anderen Schneeschuh. Dort war das gleiche Schadensbild noch in der Entstehung:
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(Filesize: 315.37 KB, Dimensions: 1280x720, Views: 2440)


Was ist passiert? Die Niete hat sich durch die jahrelange Belastung am eingebogenen Teil abgewetzt und der abgebogene Kopf löst sich regelrecht auf. Dadurch drückt der NIetrest in die Bohrung und erzeugt damit sogar den Riss.


Ich habe jetzt Abhilfe geschaffen und die Stelle mitsamt Scheiben verschraubt. Da die anderen noch existenten Nieten an den Krallen über kurz oder lang auch rausfallen und die Bohrung vielleicht sogar einreißen lassen habe ich alle vier Nieten durch Schrauben ersetzt.

So sieht es danach aus:
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So auf der Oberseite:
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Diese Schraube und Beilagscheiben habe ich genutzt. Vorne die alte Niete.
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Jeder der einen MSR-Schneeschuh hat der die gleiche Vernietung hat sollte mal schauen wie es bei ihm ist. Je eher man die Niete erneuert oder ersetzt desto weniger die Gefahr, dass sich an der Bohrung ein Riss bildet.

Eine Tour bin ich nach der Reparatur gegangen, alles ging ohne Probleme und war schön fest. Bin auf jedem Fall nach wie vor völlig zufrieden mit den MSR Revo Ascent. Letztens konnte er am Schafreuter sogar im direkten Vergleich mit einem Tubbs Flex zeigen dass er bei windgepressten Pappschnee deutlich weniger aufstollt. Während mein Bergpartner fast bei jedem Schritt ordentlich Schnee mit seinem Tubbs aufgesammelt hat, hat der MSR Revo Ascent fast keinen Schnee eingesammelt. Ein gravierender Unterschied. Aber auch der MSR kann bei pappigen Schnee stollen wie ich eine Woche zuvor im Rofan gemerkt habe.

BFklaus

Harschkrallenbruch scheint ein altbekanntes Problem bei MSR-Schneeschuhen zu sein. Das hatten wir in einem früheren Beitrag schon mal diskutiert. Dabei wäre das Problem konstruktiv sehr einfach zu lösen, indem die Bohrungen vom Blechrand weg versetzt und ggf. verstärkt würden. Und wenn schon Nieten verwendet werden, dann solche, die ein Leben lang halten.
Es ist ein Armutszeugnis für MSR, dass Kunden aus lauter Verzweiflung zu solchen Bastellösungen greifen müssen. Ich würde aber wenigstens selbstsichernde Muttern verwenden und/oder einen Schraubensicherungskleber (z.B. Loctite 290).

Kaiser

Hi,
Das Material ist gebrochen und da helfen die Schrauben nicht. Da ist kein Querschnitt mehr vorhanden wo die Kraft hin kann.
Als mtb ler kenne ich diese Geräte nicht aus der Praxis. Aber die 2 krallen vorne zu trennen ist tatsächlich eine schlechte Idee. Sonst würde sich der Fluss besser verteilen. Welches Material wird hier verwendet? Alu ist halt um die 10er Potenz auf Ermüdung anfälliger.

MikeT

Hallo zusammen,
ist zwar schon ewig her aber wir haben mal bei einem Freund die Dinger rausgenommen aus dem gleichen Grund.
Die sind ja insgesamt nur durch 4 Nieten gehalten worden. Glatt geklopft und aus dem alten Blech eines Edelstahlgrills die Dinger mit der Vorlage mühsam ausgesägt. Löcher gebohrt ( 4 mal Nieten 2 mal Dorn) und die Krallen ueber einen Holzklotz langsam angepasst. Hat super gehalten nur mussten die Dinger noch mal raus weil der Schnee daran kleben blieb wie Hölle. Aber jetzt der geniale Teil! Er hat die 2 Teile dann mit alten Pfannen zur Teflonbeschichtung geschickt. Mehrkosten waren etwa 10 Euro... Mit Edelstahlschrauben und Schraubensicherung festgezurrt... Danach ausser dem höheren Gewicht perfekt. Werden noch existieren wenn der Rest des Schneeschuhs schon zersetzt ist...  :laugh:
VG Mike

MANAL

Wer aktuell Schneeschuhe sucht wird bei Bergzeit fündig. Dort gibt es den "alte" MSR Revo Ascent (mit der alten Bindung) für 180 EUR im Angebot. Bei den aktuellen Preisen und der Verfügbarkeit aus meiner Sicht ein hervorragendes Angebot, auch wenn man damit die alten Riemenbindung bekommt.

Gibt sowohl die Herren (25), als auch die kleinere Damen (22) Version:
https://www.bergzeit.de/msr-herren-revo-ascent-25m-schneeschuhe-gray/
https://www.bergzeit.de/msr-damen-revo-ascent-22w-schneeschuhe-dark-cyan/

PS: Das soll keine Werbung für Bergzeit sein und ich habe keine Beziehungen zu dieser Firma. Finde nur das Angebot sehr gut, da aktuell Schneeschuhe kaum zu bekommen sind und wenn zu astronomischen Preisen. ;-)


Ergänzung von roBerge:
Sollte jemand bei Bergzeit bestellen, dann bitte den Link auf dieser Seite benutzen:
https://www.roberge.de/index.php/topic,6679.msg45121.html#msg45121
Dadurch wird Euer Einkauf nicht teurer, aber roBerge erhält eine kleine Provision zur Deckung unserer laufenden Kosten.
Vielen Dank!  (auch an MANAL)

MANAL

Ich hole nochmal meinen Beitrag von vor einem Jahr hoch mit der gebrochenen Kralle am Revo Ascent. Als ich mir vorhin das Bergzeit-Angebot und die neueren Modelle angesehen habe ist mir aufgefallen, dass man das Design um die Krallen grundlegend geändert hat. Die krallen sind jetzt nicht mehr einzeln, sondern hängen miteinander über den Winkel zusammen. Sieht insgesamt robuster aus und dürfte sicher mit den bekannten Brüchen bei dem alten Design zusammenhängen. Damit sollte die größte Schwachstelle des Schneeschuhs behoben worden sein.

Ein Screenshot aus dem MSR-Werbefilm des 2018er-Modells (https://www.youtube.com/watch?v=0S_BFErCDkk#) zeigt dies deutlich im Verbleich zu den Fotos von meinem älteren Modell:
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Zitat von: MANAL am 26.02.2020, 23:30
Zuhause ein Blick auf die Kralle am anderen Schneeschuh. Dort war das gleiche Schadensbild noch in der Entstehung:
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(Filesize: 315.37 KB, Dimensions: 1280x720, Views: 2440)


Was ist passiert? Die Niete hat sich durch die jahrelange Belastung am eingebogenen Teil abgewetzt und der abgebogene Kopf löst sich regelrecht auf. Dadurch drückt der NIetrest in die Bohrung und erzeugt damit sogar den Riss.

Nebenbei bemerkt hat sich vor ein paar Touren eine der angebrochenen Krallen komplett abgelöst. Durch das Tape ist er nicht abgefallen und ich habe ihn nicht verloren.
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Auch hat sich eine weitere Niete auf der Halteplatte gelöst.
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Die fehlende Kralle war bei den letzten Touren kein Problem, die dürfte nur bei stark vereisten und steilen Passagen notwendig werden. Wie sich die eine fehlende Niete ausgewirkt hätte kann ich nicht sagen, ich bin damit keine Tour gegangen.

Gestern habe ich beides wieder repariert. Bei der abgefallenen Kralle habe ich ein neues Loch gebohrt (musste einen Fräser nehmen um durch dieses harte Metall zu kommen!) und damit die Kralle an der gleichen Schraube wieder befestigt.
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Die fehlende Niete habe ich analog wie die anderen Nieten durch eine Schraube samt Scheiben ersetzt. Gesichert habe ich wiederum alles mit Eishockey-Tape, das seine Robustheit und hoch Klebekraft bei Kälte und Nässe an den alten Befestigungen gezeigt hat. Die alten Klebestellen habe ich mit einer weiteren Schicht überklebt und damit zusätzlich verstärkt.

Der Gesamtzustand der Schneeschuh ist nach 36 Touren und 4 Jahren in denen ich sie überhaupt nicht geschont habe noch in Ordnung (Foto von der Unterseite):
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Viele Kratzer und Abnutzungen, auch die Halteriemen sind etwas verbraucht. Obwohl schon seit dem zweiten Winter einer eingerissen ist habe ich ihn nicht ausgetauscht, da er auch weiterhin gehalten hat. So labbrig diese Gummiriemen wirken, haben sie dennoch eine hoch Robustheit. Die schwarzen Tapes sind zur Sicherung über die fünf Schrauben die ich für die Nieten ersetzt habe. Die Schrauben haben das Jahr bombenfest überstanden.

Sollte ich mal das neuere Modell mit der neuen Bindung irgendwo im Angebot bekommen werde ich vermutlich zuschlagen und die jetztigen Schneeschuhe in den Ruhestand schicken und als Zweitschuhe nutzen falls mal Freunde ohne Schneeschuhe mitkommen wollen. Für gelegentlichen Einsatz werden die noch ewig halten. Wenn ich sie weiter benutzen würde würden sie aber sicher auch noch ein paar Jahre durchhalten. Evtl. muss aber dann früher oder später der eingerissene Riemen ausgetauscht werden. Ich warte einfach mal ab ob es das neue Modell irgendwann mal günstig gibt. Wenn man keine Not hat welche zu kaufen ist das auch ganz praktisch.

Überhaupt ein Tipp für alle so ein Eishockeytape. Eishockeytape hat die positive Eigenschaft sich auch miteinander besser zu verkleben und alles sehr gut zusammenzuhalten. Man muss nur sichergehen, dass beim Verkleben alles trocken ist dann hält der Kleber sobald man Druck auf das Tape gibt. Zusätzlich verbinden sich Kleber, Tape und Untergrund wenn man alles erwärmt (z.B. Föhn) und zusammendrückt. Eishockeytape haftet auch auf textilen Untergründen und kann so auch Flickstellen auf Textilien zusammenhalten. Zusätzlich könnte man es auch mit vernähen.
Hockeytape oder auch Schlägertape genannte bekommt man in jedem Hockeyshop, so in Rosenheim z.B. beim Haager Hockey.

efs

Servus Manal,

danke für den interessanten Beitrag.
Hier meine Erfahrung mit MSR Lighning Ascent als Vergleich:

2012 gekauft, er ist 9 Jahre alt. Mindestens 100 Schneeschuhtouren gegangen, teils wildes Gelände manchmal auch Steinkontakt oder Überqueren von Teerwegen.

Immer noch top Zustand. Ich musste bisher weder reparieren noch Schrauben nachziehen. Momentan sind die kleinen schwarzen Clips etwas ausgeleiert. Dadurch halten die Riemen nicht mehr so gut. Ich habe sie mit dem Föhn war gemacht und dann mit einer Zange zusammengedrückt. Geht ganz gut. Ansonsten nach der intensieven Nutzung in einem super Zustand. Dennoch überlege ich mir das neue Modell zu kaufen wegen der Paragon Bindung. (Bin auch nimmer die Jüngste und das Bücken ist nicht mehr so einfach wie mit 20  :) ).

Der MSR (Lighning Ascent) ist nach meiner Erfahrung besonders für alpines und hochalpines anspruchsvolles Gelände sehr gut geeignet, da er besonders bei Hangquerungen eine enorme Stabilität bietet.

Liebe Grüsse efs

P.s. Falls jemand Interesse an dem o.g. gebrauchten Schneeschuh in super Zustand hat, gerne melden.


MANAL

Danke für deine Erfahrungen zu deinem Modell. Man sieht, dass man dort das Design der Zähne bereits früher anders und robuster hatte. Das bespannte Deck scheint bei dir über die Jahre durchgehalten zu haben? Da hatte ich so Befürchtungen, dass es vielleicht irgendwann einreißt. Beim Revo Ascent ist es ja eine robuste Plastikplatte die zwar viele Kratzer hat aber noch völlig intakt ist.

Am meisten dürfte den Schneeschuhen die kurzen Schneefreien Stücke auf Schotterwege zusetzen. Da kommen vermutlich die unschönsten Spitzenbelastungen auf das gesamte Gestell.

Der einzige Kritikpunkt aus meiner sicht beim Revo Ascent ist neben dem Design der Krallen (das man wohl inzwischen geändert hat) die Verwendung von zu schwachen Nieten. Da könnte man mit massiveren Nieten sicher eine längere Haltbarkeit gewährleisten. Aber es ist halt auch die Frage für welche Lebensdauer die Schneeschuhe ausgelegt sind. Denke mal ein Großteil der Schneeschuhbesitzer ist damit weniger und auch kürzere Touren unterwegs als ich.

efs

Zitat von: MANAL am 22.02.2021, 11:59
Danke für deine Erfahrungen zu deinem Modell. Man sieht, dass man dort das Design der Zähne bereits früher anders und robuster hatte. Das bespannte Deck scheint bei dir über die Jahre durchgehalten zu haben? Da hatte ich so Befürchtungen,

Wenn tatsächlich die Bespannung mal kaputt gehen sollte, kann man die Schneeschuhe bei MSR neu bespannen lassen. Ein toller Service - auch im Sinne von Nachhaltigkeit.

Liebe Grüsse efs

MANAL

Vor einigen Wochen konnte ich die aktuellen MSR Revo Ascent im Angebot kaufen. 200€ war für mich so attraktiv, dass ich gleich zugeschlagen habe. Am nächsten Tag waren sie auch schon weg und der normale Preis 250€ aufwärts...

Nachdem ich sie inzwischen bekommen habe ein paar Eindrücke was sich vom alten Modell zum neuen geändert hat.

  • Als auffälligstes natürlich die neue Bindung. Wie gut sie zu bedienen ist und wie fest man darin sitzt kann ich erst nach einigen Touren sagen. Nach der einen Tour auf der Reiteralm letzte Woche kann ich dazu noch nichts sagen, da braucht man mehr Touren.
  • Was bei der neuen Bindung auf jedem Fall sehr praktisch ist, ist der "Anschlag" für den Schuh nach vorne. Beim alten Schuh war nie ganz eindeutig wie man im Schuh steht. Jetzt geht man einfach rein und macht zu.
  • Die Halterung für den Schuh unter der Sohle wirkt auch steifer und stabiler.
  • Das geänderte Krallendesign habe ich weiter oben schon erwähnt. Mit dem jetztigen Design sehe ich nicht mehr das Problem, dass sich hier Risse bilden könnten.
  • Eine weitere Schwachstelle die behoben wurde findet sich im vorderen Teil wo der Schuh nach oben knickt. Hier kann ich beim alten Modell gewisse Spannungsspuren im Plastik und auch im Metall erkennen. Hier hat man bei der neuen Version ein zusätziches Verstärkungsblech außen rangenietet. Damit ist auch die Spitze deutlich verstärkt.

Damit hat man es geschafft einen eh schon guten Schneeschuh noch weiter zu verbessern indem man alle mir bekannten Schwachstellen verbessert hat. So muss das sein bei einer neuen Version.

Über Erfahrungen bei der Benutzung werde ich wohl erst nächsten Winter was schreiben können. Bei der Tour auf der Reiteralm durch weichen Schnee konnte ich keinen Unterschied zum alten Schuh feststellen (hatte extra in einer Richtung den neuen und in der anderen Richtung den alten an). Interessant wird es sowieso erst wenn man auf hartem Untergrund steilere Stellen aufsteigt oder quert. Auch über die Bedienung der neuen Bindung kann ich noch nichts sagen. Beim ersten Mal muss man eh erst lernen wie man wo zieht. Da kann man erst nach einigen Touren wirklich eine Aussage treffen wie gut oder schlecht das neue System ist.

Vergleichsfoto zwischen beiden (jeweils links die neue Version):

Von oben:
20210504_184213.jpg
* 20210504_184213.jpg
(Filesize: 293.6 KB, Dimensions: 720x1280, Views: 1010)


Von unten:
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* 20210504_184201.jpg
(Filesize: 292.49 KB, Dimensions: 720x1280, Views: 1009)


Nahaufnahme des vorderen Bereichs von unten mit dem modifizierten Krallendesign und dem zusätzlichen Verstärkungsblech am Knick zur Spitze: 
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* 20210504_184125_2.jpg
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Nachaufnahme der neuen Bindung mit dem "Anschlag" für den Schuh nach vorne.
20210504_184033_2.jpg
* 20210504_184033_2.jpg
(Filesize: 126.3 KB, Dimensions: 1280x720, Views: 995)




Reinhard

Da es immer noch nur wenigen Besuchern von roBerge.de bekannt ist, wollen wir heute noch einmal auf unseren Partner schneeschuhe.com hinweisen.
Schneeschuhe.com hat seinen Sitz in Rosenheim und ist einer der größten Schneeschuh-Anbieter Deutschlands.

Durch Anklicken auf das Bild gelangt man zu schneeschuhe.com. Mit einem Einkauf unterstützt Ihr roBerge.de bei den laufenden Kosten.




MANAL

Eine erste Erfahrung mit der neuen MSR-Bindung meinem Revo Ascent konnte ich jetzt auf meiner Runde über dem Prostkogel sammeln (Tourenbericht hier: https://www.roberge.de/index.php/topic,11920.msg71857.html#msg71857).
Der Schnee hatte meistens einen recht tragfähigen Harschdeckel, teils sogar richtig hartgefroren. Der größte Unterschied der mir dabei zur alten Bindung aufgefallen ist, war die deutlich höhere Stabilität zwischen Bergschuh und Schneeschuh. Die neue Bindung besteht aus der Halteplatte auf der der Schuh ist und der Bindung die ihn gut auf der Halteplatte fixiert. Die Halteplatte selber hat auch eine gute Steifigkeit. Am meisten viel mir das auf beim Queren eines Hanges. Hier konnte ich recht bequem die bergseitigen Kanten des Schneeschuhs in den Harsch rammen und bin dann relativ bequem gestanden. Bei der alten Bindung war das alles etwas flexibler und damit nicht so stabil. Gefällt mir mit der neuen Bindung deutlich besser!
Auch verteilt die neue Bindung die Kräfte über die ganze Schuhoberfläche, bei der alten hat man dann doch an ein paar Stellen die Riemen durch den (harten Hochtouren-) Schuh noch gespürt.

Bin mit dem neuen Schneeschuh mit der neuen Bindung auf jedemfall sehr zufrieden.

efs

Erfahrungsbericht MSR Lighning Ascent mit Paragon Bindung:

ich habe mir - wie MANAL auch - neue MSR Schneeschuhe mit Paragon Bindung gekauft. Im Gegensatz zu MANAL habe ich mich für den Lighning Ascent entschieden, da ich das Vorgängermodell lange Jahre hatte - siehe Erfahrungsbericht weiter oben - und sehr gute Erfahrung mit dem Schneeschuh gemacht habe. Natürlich habe ich sie bei Manfred von Schneeschuhe.com gekauft  :). @Reinhard: leider nicht über den Link weil ich persönlich bei Manfred war. Habe es aber wieder gut gemacht mit einer kleinen Spende für Roberge.

Erster Eindruck: die alte Riemenbindung hat 10 Jahre gute Dienste geleistet. Daher war ich sehr gespannt auf die neue Paragon Bindung. Letzte Woche habe ich sie ausprobiert.
Was mir sofort aufgefallen ist, ist die Regulierung mit dem "Anschlag" wie MANAL schon geschrieben hat. Dadurch weiss man gleich wie weit man nach vorne in die Bindung muss. Das Zumachen der Bindung ist sehr einfach, war aber bei dem Vorgängermodell genau so einfach und schnell. Der grösste Unterscheid ist für mich die gleichmässige und damit bessere Druckverteilung. Bei den Riemen kam es dann doch mal vor, dass man einen Riemen zu fest angezogen hat und dadurch hat es auf den Bergschuh gedrückt und den Fuss abgeschnürt, der dann schnell mal kalt geworden ist. Das kann bei der neuen Bindung nicht passieren. Die Druckverteilung ist sehr gut gelöst. Ich stand sicher und fest in der Bindung. Hat mir gut gefallen.
Allgemeines zum MSR: was MANAL auch sagt, kann ich bestätigen. Ich konnte inzwischen sehr viele verschiedene Schneeschuhmodelle ausprobieren. Der MSR ist er sehr wendig und passt sich den unterschiedlichsten Geländeformen gut an. Er greift auch im vereisten Steilhang zuverlässig und sicher. Im Vergleich zu allen Schneeschuhmodellen, die ich auspobiert habe, bietet er bei Hangquerungen eine unübertroffene Stabilität.
Wie sich die Bindung im schwierigen Gelände und im Dauereinsatz verhält kann ich erst nach mehren Touren sagen.

Liebe Grüsse von efs, die sich über den Schnee freut  #schnee1# #schnee1# #schnee1# #schneemann# #schnee1# #schnee1# #schnee1#

MANAL

Nach ein paar Touren mit meinen neuen MSR Revo Ascent mit der Paragon Bindung ein weiterer Kommentar dazu.

Inzwischen habe ich verstanden, dass ich zum An- und Ausziehen der Schneeschuhe die Riemen des vorderen (neuen) Bindungsteils nicht mehr auf- und wieder zumachen muss. Nachdem ich es einmal eingestellt habe kann ich mit dem Schuh rein- und rausschlüpfen und muss dann nur noch den einen Riemen an der Ferse anziehen. Damit zeigt sich wohl der große Vorteil dieses Bindungssystems, da man sehr schnell raus- und wieder reinkommt.

Einzig bin ich gespannt wie lange der eine Fersenriemen das auf- und zumachen aushält. Die Erfahrungen von meinen alten Schuhen haben aber gezeigt, dass diese Riemen länger durchhalten als man glaubt. Und ein Austausch ist jetzt auch keine große Sache.

Die seitliche Stabilität des Schuhs und der festere Halt mit der neuen Bindung überzeugen auf jedem Fall. Bin daher sehr zufrieden mit dem neuen Modell.

Reinhard

Servus MANAL,

ich selbst habe auch einen MSR (MSR Lightning Ascent 25). Deine und efs' Ausführungen haben mich überzeugt. Ich habe vor, die alte Riemenbindung auf die Paragon auszutauschen.
Dazu will ich bei schneeschuhe.com nachfragen, ob sie mir diesen Austausch vornehmen würden.
Gebe das Ergebnis dann hier bekannt.

elli pirelli

Schneeschuhe..............

ich habe Schneeschuhe der Marke INOOK, Mod. Odyssey im Einsatz

Sie eignen sich für mich im Verleih besonders für Anfänger. Den Doppelratschenverschluss finde ich besonders praktisch, die Schuhe können wirklich fest in der Bindung fixiert werden.
Es ist ein Vollkunstoff-Schuh, abgesehen von den Alufrontzacken und sechs Spikes und Zurriemen. Der Schuh ist mit seinen ca. 2 kg recht leicht, vielfältig auf Grössen verstellbar und Pflegeleicht.
MANGEL: Die Steighilfe ist zwar sehr praktisch, allerdings verzieht sich der ganze Block nach einem Jahr und somit klemmt dann die ganze Geschichte. Ein freies anheben beim gehen ist nicht mehr ohne weiteres möglich. Hier gibt es Ersatzteile ;-)

lg elli

efs

Meine Erfahrung:
ich habe den TUBBS VRT im Verleih. Sowohl Damen als auch Herrenmodelle. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die BOA Bindung ist gerade für Neulinge einfach, schnell und unkompliziert zu bedienen und die Bindung hält absolut sicher. Sowohl die Harschkralle als auch die Brakes mit Zacken, die über die komplette Seite verlaufen machen den Schneeschuh gerade im alpinen Gelände sicher. Er gibt super Halt in jedem Gelände, bei Hangquerungen und auch im vereistem Steilglände.
Ich habe mal für einen Veranstalter mit TSL gearbeitet, das war eine Katastrophe. Auf den Touren kamen permanent Kabelbinder und Werkzeug zum Einsatz weil das billige Plastig laufend kaputt gegangen ist und die schlechte Verarbeitung immer wieder Probleme gemacht hat. Die Teilnehmer sind aufgrund von schlechten Halt und nicht vorhandener Harschkralle unsicher gegangen und auch mal gestürzt. Mit solch grottigem Material macht das für die TeilnehmerInnen (und für den Guide) keinen Spass. 

Ich persönlich habe den MSR Lightning Ascent - seit dem Winter das Modell mit Paragon Bindung (siehe Bericht) und nach einem intensiven Schneeschuhwinter ist meine Erfahrung habe ich nur gute Erfahrung damit gemacht. Die Bindung ist schnell anzuziehen, hält zuverlässig sicher und fest und die Druckverteilung ist gegenüber den Riemen eine Wohltat.

Und nein, das ist keine Werbung sondern meine Erfahrung.  :)

Liebe Grüsse efs



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