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Autor Thema: Gamsknogel-Zwiesel-Überschreitung am 18.11.2016  (Gelesen 924 mal)

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Offline BFklaus

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Der Jochbergparkplatz war recht gut belegt. Ich würde also nicht allein auf den Gipfeln stehen, so viel war klar.

Zumindest auf der Winteraufstiegsroute begegnete ich niemand, nicht mal einer Gams. Der Weg war mangels Schnee und der fehlenden Schispur nicht einfach zu finden. In Höhe der ehem. Rinnerauer Alm verließ ich  den Winterweg, wanderte auf ungespurten Schneeresten Richtung Kohleralm und bog kurz davor auf den Steig zum Gamsknogel ab. Der war gut gespurt und teils völlig schneefrei.

Im Anstieg hat man schöne Rückblicke auf die Kohleralm und Inzell bis zum Chiemsee (Foto 01). Oben war richtig Leben. Zeitweise mussten wir uns zu fünft den schneefreien Gipfel teilen. Auch ein Hund war kurz mal da. Der Föhn kam jetzt ordentlich in Fahrt. Ich suchte mir lieber ein windstilles Plätzchen mit nordseitiger Ausrichtung. Die Sicht zu den Berchtesgadenern war einwandfrei (Foto 02).

Nach einer Brotzeitpause brach ich Richtung Zwiesel auf. Der Steig am Grat entlang ist derzeit gut zu begehen, alle kritischeren Passagen sind schnee- und eisfrei. Foto 03 zeigt den Gratverlauf zwischen Zwiesel und Gamsknogel.

Am Zwiesel-Gipfelkreuz angekommen (Foto 04) hatte der Föhn Sturmstärke erreicht. Trotz strahlendem Sonnenschein hielt ich es dort nicht lange aus. Ich stieg ab in die Nähe des Zennokopfs (Foto 05), wo ich mich hinter einem größeren Felsvorsprung versteckte. Dick eingepackt trank ich den Rest meines heißen Tees. Nach einer viertel Stunde kapitulierte ich vor dem Föhn und stieg zur windstillen Zwieselalm ab.

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« am: 18.11.2016, 18:52 »