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Autor Thema: Franz Hüttl  (Gelesen 1285 mal)

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Franz Hüttl
« am: 12.04.2016, 21:27 »
In unserer Reihe mit kompetenten Autoren der roBerge-Touren stellen wir heute Franz Hüttl vor..

Franz Hüttl, 1940 - 2008, ist vielen Bergfreunden ein Begriff, denn er hat zusammen mit Kurt Pokos viele Jahre die bekannten Tourenvorschläge der Tiroler Tageszeitung betreut.


Foto zum Vergrößern anklicken.

Um Franz Hüttl vorzustellen, ist aus unserer Sicht statt eigener Worte ein Teil des Nachrufs seines langjährigem Weggefährten und Freund Kurt Pokos besser geeignet:

...  kannten sie den Franz doch als einen, der sein ganzes Leben nie krank war, dem bei all seinen Tätigkeiten keine Anstrengung zu groß war, der seine Erfüllung am Berg bis zur Neige auskosten konnte. „Wegen tausend Höhenmeter werd’ ich mir das Leiberl nicht anschwitzen“, war einer seiner markigen Sprüche. Ein Prinzip, das er bis zum Beginn seiner Krankheit durchhielt.

Seine Berufslaufbahn begann er als noch mit Bleibuchstaben hantierender Schrift- und Maschinsetzer in einem Druckhaus und Zeitungsverlag in Innsbruck. Nach der Vereinnahmung der Schwarzen Kunst durch den Computer war er viele Jahre lang als penibler Korrektor dem Druckfehlerteufel auf den Fersen. Was ihm als Jünger Gutenbergs seit seinen Lehrjahren eingetrichtert worden war, die Genauigkeit und bis zur Pedanterie betriebene Perfektion, das übertrug er vom Berufsleben auch in seine Bergsteigertätigkeit.

Wer ihn nicht so genau kannte, durchblickte vielleicht nicht gleich die raue Schale, wer aber mehr mit ihm zu tun hatte, lernte schnell seine Geradlinigkeit in allen Lebensbereichen, seine Handschlagqualität und seine Fachkenntnis zu schätzen.

Das Bergsteigen in all seinen Facetten durchzog sein ganzes Leben. Als exzellenter Skifahrer wurde er schon in jungen Jahren zum erfahrenen Tourengeher, vom Bergwandern kam er zum Klettern und Höhenbergsteigen und mit dem Mountainbike plagte er sich über die höchsten Passstraßen des Himalaja und der Anden. Von Skidurchquerungen in Lappland, im Riesengebirge oder in den heimatlichen Bergen erzählen seine Fotoalben, oder von Alpinrennen mit Langlaufskiern wie z. B. dem Geierlauf – überall war der Franz mit Begeisterung dabei. Ausdauer war immer seine große Stärke. Ungewollt aufhorchen ließ er seine Freunde vor einigen Jahren mit seinem spektakulären und später nachverfilmten 200-m-Absturz vom Finsteraarhorn in der Schweiz, den er mit einigen Blessuren zwar, im allgemeinen aber ohne größere Nachwirkungen überstand.



Unter anderem hat Franz Hüttl zusammen mit Kurt Pokos nachfolgende Führerliteratur veröffentlicht, die wir auch auf roBerge.de vorgestellt haben.

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