Benediktenwand via Maximiliansweg - 17.06.2014

Begonnen von StefanMuc, 17.06.2014, 17:58

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StefanMuc

Servus,

heute ging es nochmals raus in die Berge. Da ich aufgrund der Grillerei vom Vorabend nicht den erholsamsten Schlaf hatte, entschied ich mich nicht all zu weit zu fahren.
Mir geisterte immer einmal wieder die Besteigung der Benediktenwand durch die rauhe Nordseite im Kopf herum, mit dem Maximilansweg gibt es auch eine leichte Variante, die geschickt die Schwachstellen der Wand ausnutzt.

So marschierte ich gegen 7 Uhr vom Alpenwarmbad los, für den Aufstieg wählte ich spontan den Weg am Lainbach entlang. Das ich damit den übelsten Forstraßenhatscher gewählt hatte, war mir unbewusst. Jedenfalls zieht sich der Anstieg recht monoton über die breite Forststraße Richtung Tutzinger Hütte.

Am Ende der Straße gab's dann wenigstens einen Steig, zur Freude schaute auch die Sonne hervor und ich erreichte so in einigen Kehren die freie Fläche vor der Tutzinger Hütte. Beim Blick in die Wand konnte ich mir noch nicht vorstellen, dort ohne größere Schwierigkeiten hindurchzusteigen.



Topo von der Webseite der Tutzinger Hütte, Weg "K" ist der Maximiliansweg


Der Maximiliansweg zweigt vom normalen Ostaufstieg an einem Geröllband ab, welches auf dem Weg ausläuft. Hier steigt man auf über das Geröll Richtung "Einstieg", welcher von ein paar Gedenktafeln geziert wird.




Dann geht es - auf sehr deutlichem Steig - zuerst westwärts hinauf. Erreicht man die Schlucht, windet sich der Steig in Serpentinen hinauf, ein paar Mal muss man zulangen, aber insgesamt halten sich die Schwierigkeiten in Grenzen.




Bald zeigt sich ostseitig das Gipfelkreuz der Benediktenwand.



Der Steig wird nun steiler und zum Teil auch ausgesetzt. So wandert man einem Überhang mit Gedenktafel entgegen, man weicht westseitig aus und steigt im gestuften Fels über den ersten Überhang.



Dann steht man an der Schlüsselstelle. Recht luftig gilt es ein kurzes Wandl zu erklimmen, der bauchige Fels ist dabei überall recht abdrängend.



Hier probierte ich herum, zuerst versuchte ich es mittig, weit oben greifend, aber keine gescheiten Tritte. Die Ausgesetztheit war da auch nicht gerade unterstützend. Also weiter rechts, hier hängt ein alter Haken mit Schlinge. Ich versuchte mich hinzumogeln, gab aber auch diesen Versuch auf.
Nach ein paar Flüchen trat ich den Rückzug an. Ich stieg wieder herab. Da fiel mir etwas westlich eine Rinne auf. Also hinüber und mit ein zwei Zügen ging es leicht hinauf. Na prima!




So stieg ich einfach über Schrofen aufwärts und erreichte oberhalb der Schlüsselstelle die grasige Rampe, welche Richtung Gipfelkreuz leitet.

Hier abwärts liegt die Schlüsselstelle, ich komme von oberhalb und bin etwas abgestiegen:




So geht es nochmals ansteigend, aber einfach hinauf zum Gipfelkreuz.





Fazit:
die reinen Kletterschwierigkeiten halten sich sehr in Grenzen, ein paar IIer sind in meinen Augen dabei. Die Schlüsselstelle ist laut Topo die einzige IIer Stelle der Tour, das ist in meinen Augen aber definitiv ein IIIer.
Mit Umgehung dieser Stelle ist die Tour gut machbar (für den routinierten Geher). Die Wegfindung bereitet keine Schwierigkeiten.


Stefan

Zeitlassen

Keine Steinböcke?  >:D
Oder Alpenüberquerer München-Venedig?  ;D

Schöne Tour! #int#

StefanMuc

Servus Zeitlassen,

in der Tat habe ich zwei Burschen am Gipfel getroffen, die die Alpen überqueren wollen. Steinböcke habe ich diesmal keine gesehen.


Stefan

Infothek

Von der Variante "Maximiliansweg" auf die Benediktenwand rät die Benediktbeurer Bergwacht derzeit (Stand 08/2022) ab, weil sie mittlerweile ziemlich mit Latschen zugewachsen sei.

Zwerch


wastl

servus
als ich noch in Sichtweite der Benewand wohnte ca. 200x auf dem Gipfel, einigemale auch über den Maxe, der Aufstieg über den Ostaufstieg und Abstieg über den Westaufstieg war mir lieber, es gab mehrere Vorteile für mich, einmal sind es die Blumen, sowie die Aussicht und was noch ein großer Pluspunkt die Steinböcke, ich habe einige Orte gefunden wo Sie sich häufig aufhalten und natürlich im zunehmenden Alter Gelenkschonender, (zuvor hatte ich in den 80 ziger Jahren eine verrückte  Idee und habe mein MTB zum Gipfelkreuz über den Telegrafenweg größtenteils  getragen und bin dann den Westaufstieg zur Tutzinger Hütte abgefahren.

gruß wastl



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