Perlsteig (Obersee - Halsköpfl)?

Begonnen von AlexH, 19.08.2025, 21:47

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Bergler

Servus geroldh,

was für ein Bericht – und was für ein Erfolg!! Herzlichen Glückwunsch, dass der Perlsteig im dritten Anlauf über die historische Originalroute geklappt hat. Ich habe deine drei Beiträge hier mit wachsender Begeisterung gelesen.  #danke1#

Besonders gefreut hat mich, dass sich der Ost-Schwenk aus der Historischen Karte tatsächlich als der entscheidende Punkt herausgestellt hat – genau an der Stelle mit dem täuschenden Grasband, das optisch "in die Luft" zu führen scheint. Dass du dem inneren Drang, einfach geradeaus weiterzusteigen, so knapp widerstanden hast, zeigt, wie schmal der Grat zwischen Erfolg und erneutem Verhauer dort oben tatsächlich ist. Und dass du am Ende über den Brunnen und die alte Walch-Hütte bei 1520 m rausgekommen bist – nicht über den Rotofen wie bei den ersten beiden Versuchen – bestätigt ja, dass es sich wirklich um zwei unterschiedliche Ausstiege handelt.
Der Vergleich mit dem Escape-Room trifft es meiner Meinung nach ausgezeichnet – genau diese Mischung aus Kombinationsgabe und Geländelesen macht den Bericht auch für uns Lesende so spannend, selbst ohne die Route selbst zu kennen.
Deine Erklärung zu den Fotos leuchtet mir völlig ein – danke, dass du das so ausführlich begründet hast, das nehme ich gerne so an. Und dein Hinweis zum GPS ("dieselben Orientierungsfähigkeiten wie vor Jahrhunderten") ist mir noch lange im Kopf geblieben.
Dein Fazit zur ungewissen Zukunft des Steigs macht mich ein bisschen nachdenklich – aber dein Schlussgedanke mit der jüngeren Generation und der Handsäge gibt mir tatsächlich etwas Hoffnung. Vielleicht trägt dein Bericht ja selbst dazu bei, dass sich jemand findet.
(Zu einem Detail aus deinem Bericht schicke ich dir noch eine PN.)
Ganz herzlichen Dank, dass du diese ganze Erkundung mit uns geteilt hast – von der ersten Vermutung vor über einem Jahrzehnt bis zum jetzigen, vollständigen Durchstieg. Das war eine wirklich schöne Geschichte, live mitzuverfolgen.

Beste Grüße

Bergautist

Jetzt bin ich endlich auch dazu gekommen, diesen gelungenen Bericht komplett zu lesen und kann der Einschätzung von @Bergler nur voll zustimmen. Eigentlich würde auch mich das Nachmachen reizen, beschränke mich aber doch lieber auf naheliegende Ziele wie den Pölven und den Pendling (fangen ja wenigstens auch mit P an).

@geroldh: Was die Bildgröße anbetrifft, sollten wir nochmal miteinander reden. Es ist technisch durchaus möglich, aber leider nicht mehr ganz einfach, aus den Originalen größere Bilder mit mehr Details und weniger Bytes zu erzeugen!

Zeitlassen

Dank an alle Beteiligten!
Was für ein Abenteuer, eine wunderschöne Tour!
Wäre nicht eine Wasseralmübernachtung hilfreich?

geroldh

#hallo#
Auch von mir ergeht ein großes #danke1# für die wirklich bereichernden und sehr konstruktiven Rückmeldungen an @Bergler. Seine Hinweise, insbesondere zum (skizzierten) Steigverlauf auf der Historischen Karte, waren für mich förmlich der Schlüssel zum finalen "Erfolg" #victory#.

Ich wünsche ihm, aber auch allen anderen (ro)Berglern, die sich diese alte Route zutrauen, dass sie beim Durchstieg ihre (anstrengende) Freude darin haben - und vor allem gut durchkommen (genug Wasser mitnehmen!). Wie erwähnt, wäre eine Bergung daraus mit größerem Aufwand (und Kosten) verbunden.


#sleep# Grundsätzlich wäre eine Übernachtung auf der bewirtschafteten Wasseralm (in der Röth) naheliegend - und würde den Tourentag (ggfs. mit Zeitlimit durch die letzte Bootsfahrt ab Salet), ungemein verkürzen.

Zu berücksichtigen ist jedoch, dass diese (einfache) Hütte über "nur" 64 Schlafplätze (Lager) verfügt und als beliebter, eigentl. zentraler, Stützpunkt (Paketbuchung) der "Hüttenrunde Gipfelwege um den Königsee" gilt - entsprechend hoch dürfte die Reservierungsnachfrage sein.

In dieser Konsequenz ist also auch die eigene Vorab-Buchung erforderlich - und mit dieser Festlegung steckt man in gewisser Weise in einem "Abhängigkeits-Dilemma" im Zusammenhang mit dem Perl-Steig, der hinsichtlich dem Sicherheitsaspekt wirklich(!) optimale (Wetter-)Bedingungen erfordert.

Allerdings könnte ein mehrtägiger Aufenthalt auf dieser Hütte, z.B. im Zusammenhang mit der Besteigung der Teufelshörner, eine gewisse zeitliche Flexibilität für einen Durchstiegsversuch(!) des Perl-Steigs als "kleine" Tagestour bringen.
Auch wenn eine Hütten-Übernachtung nicht allzu viel Zusatzgepäck erfordert, so ist der Perl-Steig NICHT als Hütten-Zustieg zu empfehlen - außer für Leute, die genau wissen was sie können und auch eigenverantwortlich tun.


Abschließend noch eine passende Zugabe:

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Eine Jagdhütte mit Trinkwasserbrunnen wird direkt am Abzweig zum Röthsteig erreicht, so dass die bewirtschaftete Wasseralm (in der Röth) auf 1423 m unbeachtet bleiben kann.

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Bereits unten auf der (oberen) Fischunkel angelangt, geht der Blick zurück auf den Röthbachfall, der mit ca. 470 m Fallhöhe als der höchste Wasserfall Deutschlands gilt.

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Spätnachmittags hat die (untere) Fischunkel mit der Fischunkelalm die Ruhe wieder zurück, ein kurzes Bad im Obersee (613 m) ist eine wahre Wohltat und bringt etwas Körper-Frische zurück.

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Die Fischunkelalm wird mit dem Boot versorgt, das gegenüberliegende Bootshaus wurde kürzlich erneuert und hat dadurch seinen "Insta-Charme" verloren...

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Vom Fischunkelalmweg geht der Blick zurück auf die Fischunkelalm, in deren Bereich geht die sog. Talwand entlang des Obersees in die Landtalwand über.