Schneeschuhtour auf dem Kalkstein am 27.01.
 

       

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Schneeschuhtour auf dem Kalkstein am 27.01.

Begonnen von MANAL, 29.01.2024, 23:40

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MANAL

Den Kalkstein zwischen Wilden Kaiser und Loferer Steinberge habe ich sowohl von Westen von Habach, als auch von Osten von St. Adolari mit Schneeschuhen bestiegen. Auf Karten ist mir noch eine weitere Anstiegsmöglichkeit von Erpfendorf im Norden aufgefallen. Das wollte ich mir mal genauer anschauen.

Eigentlich war es schon vergangenes Wochenende geplant, aber Stauungen auf der A8 und A93 haben mich abgeschreckt. So also dieses Wochenende.

In der Zwischenzeit hat das Wetter ganze Arbeit geleistet und aus dem schönen Winter bereits einen Frühling gemacht. Hatte bei der Anfahrt schon gewisse Zweifel ob ich überhaupt Schneeschuhe benötige. Aber besser welche dabei haben und sie nicht nutzen, als keine dabei zu haben und sie zu benötigen.

Start ist in Erpfendorf. Gegenüber von der Kirche gibt es an der Straße kostenfrei Parkplätze (die vor der Kirche sind nur für Kirchenbenutzer). Und gleich am Parkplatz  (634m) folge ich den Schildern zur Huberalm. Zuerst auf den Straßen durch den Ort und am Hang geht es auf einen Pfad in den Wald rein, später auf einer Fahrstraße an Wiesenhängen hoch und der Jageralm vorbei und danach wieder in den Bergwald rein. Etwas später zweigt rechts an einem Wegweiser ein Pfad ab und es geht dann etwas steiler durch einem urigen Wald aufwärts. Weiter oben trifft man auf einen anderen Pfad an dem man rechts weitergeht. Komischerweise steht auf dem Wegweiser in der Gegenrichtung "Kein Wanderweg". Keine Ahnung was da nicht passt und wohin der andere Weg nach Erpfendorf geht. 
Es geht dann noch etwas im Wald aufwärts bis es flacher wird und man an einem Fahrweg die offenen Almflächen der Huberalm erreicht. Hier liegt dann zum ersten Mal etwas Schnee, aber die Schneeschuhe braucht es hier nicht. Nicht einmal Grödel wären bisher nötig gewesen.

Man folgt weiter einem Pfad der sich noch die Grashänge hochwindet bevor man die schön gelegene (und aktuell geschlossene) Huberalm (1080m) erreicht. Ich biege vor der Alm nach rechts ab und steuere dann recht direkt durch die Grashänge das Kreuz mit Bankerl auf der Huberhöhe (1146m) ab. Alternativ könnte man auch den Rücken von Norden her auf einem Pfad besteigen.

Hier mache ich erstmal eine gemütliche Pause und genieße die Ruhe und schöne Aussicht ins Tal, rüber zum Wilden Kaiser und  zu Fellhorn und Steinplatte. Nach Süden sehe ich die sanften Gras- und Waldbuckel des Kalksteins. Von hier erkenne ich auch, dass doch noch einiges an Schnee rumliegt. 

Nach der Pause gehe ich südwärts über den Buckel weiter und komme recht bald auf schneebedeckte Wiesen bei der ich froh bin, dass ich Schneeschuhe dabei habe. Ich stapfe damit weiter Richtung Grödingalm und nehme auf dem Weg dorthin noch den Götschenkogel (1209m) mit. Hier gibt es an der Nordseite wohl als einzige Stelle der ganzen Tour eine geringe Lawinengefahr bei entsprechenden Bedingungen, weil man dort an Hänge kommt die 30° übersteigen. Aber bei geeigneter Wegwahl findet sich hier auch recht sicheres Gelände.
Bereits beim Aufstieg zu diesem Buckel kommen die Schneeschuhe wieder weg weil der Gupf weitgehend schneefrei ist.

Vom Götschenkogel sehe ich bereits die Grödingalm und die nächsten Grasbuckel südöstlich davon. Der Weg bis kurz vor der Grödingalm ist schneefrei, dann stapfe ich kurz wieder mit Schneeschuhen an der Alm vorbei. Über den Bach drüber geht es wieder ohne Schneeschuhe den nächsten Grasgupf rauf. Je weiter man hochkommt desto schwieriger wird es schneefrei durchzukommen, aber für Schneeschuhe lohnt es sich nicht wirklich. Der Gipfel (bzw. der flache Grashaufen) hat eine Höhe von ca. 1285m.  

Von diesem gehe ich südwärts weiter wo ich die Schneeschuhe wieder anlege und auf teils richtig unsympathischen Bruchharsch stoße. Ich wandere hier über flache Kuppen bis zum Wanderweg zwischen Heisenalm und Bruggwirtsalm den ich bereits von den Touren aus Habach zum Baumooskogel kenne. Man könnte entsprechend weiter bis zum Baumooskogel noch gehen.

Mir reicht es aber und die Tage sind auch noch nicht so lang. Deshalb geht es jetzt auf dem Fahrweg abwärts Richtung Heisenalm. Viel ist hier wohl nicht los, außer den tiefen Löchern eines Fußgängers (der muss sich ganz schön gequält haben) ist keine Spur vorhanden. Der Bruchharsch macht auch mich nicht sonderlich glücklich, aber dennoch besser als zu Fuß. Bei der Heisenalm (1207m) setze ich mich noch auf eine Bank in die Sonne und genieße die Ruhe. 

Ich folge dann noch ein Stück den Weg runter Richtung Habach bis ich zur Abzweigung Richtung Erpfendorf/Huberalm/Angerlalm komme. Dort folge ich dann dem Fahrweg über die Grödingalm wo ich vorhin über den Grasgupf abgebogen bin. Den Weiterweg folge ich jetzt dem Weg unterhalb des Götschenkogels. Hier liegt noch überall Schnee, also lasse ich die Schneeschuhe an. Erst an der Nordecke um den Götschenkogel ist es schneefrei wo ich sie kurz wieder ausziehe, danach kommen sie wieder dran bis kurz vor der Angerlalm. Ab da ist dann fast überall zu wenig Schnee. Von der Angerlalm (1102m) geht es dann über den Mooswaldweg weider runter nach Erpfendorf. Der Abstieg ist dann wieder völlig schneefrei.

Insgesamt 15 Wegkilometer und ca. 850 Höhenmeter für die ich mit Pausen 5 Stunden unterwegs war.

Fazit: Einfach Runde über das im Winter traumhafte Schneeschuhgelände des Kalksteins. Auch die gewählten Auf- und Abstiegsmöglichkeiten von Erpfendorf sind bei sinnvoller Spurenwahl von unten an lawinensicher. Die Tour lässt sich beliebig variieren. Sei es nur bis zur Huber- und Angerlalm oder die Erweiterungen zu diverse Buckel und Almen oder bis zum Baumooskogel oder gar dem Höhepunkt des Kalksteins mit dem Kirchberg sind je nach Wunsch möglich.

MANAL

Noch ein paar Fotos von der Tour.

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Auf der Huberhöhe, dem ersten Gipfel.

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Am namenlosen höchsten Gupf. Man sieht die ganze Kette an Grasbuckel über die der Aufstieg erfolgt ist.

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Wunderschönes Schneeschuhgelände.

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Selbst bei eher magerer Sicht eine schöne Tour.

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Einzig die Schneequalität lässt zu wünschen übrig.