Klobenstein bei Kössen

Begonnen von Kalapatar, 17.01.2023, 18:28

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Kalapatar

Servus Beinand

Wo heute in Europa offene Grenzen zur Normalität gehören, so war das vor nicht allzu langer Zeit eben nicht der Fall. Gerade zwischen den Grenzorten auf Tirolerischer und Bayerischer Seite herrschte trotz heruntergelassenen Schlagbäumen an den Grenzen immer ein reger Austausch. So wurde nach dem Krieg beinahe alles geschmuggelt was nicht niet und nagelfest war. Geschichten von Kindern, deren Hosen mit Zucker, Zigaretten und Kaffee vollgestopft wurden, werden in den grenznahen Orten immer noch gern erzählt. In allen Tälern, durch die die Grenze lief, gab es grüne Pfade, die vornehmlich zum Schmuggeln von begehrten Waren genutzt wurden. Deshalb gab es hier auch den bekannten Schmugglerweg zwischen dem österr. Kössen und dem bayer. Schleching.
Die Tiroler Ache hat hier eine tiefe Klamm entstehen lassen, die ,,Entenlochklamm".
Heute kaum noch vorstellbar: Die an der Stelle nur knapp 12 Meter breite Schlucht wurde in den Jahren 1906 und 1907frei gesprengt. Vorher betrug die Breite der Entenlochklamm an der schmalsten Stelle nur 3,40m. Das hatte zur Folge, dass sich Baumstämme nach Unwettern hier verkeilten, was wiederum für zahlreiche Hochwasser im Kössener Talbecken sorgte.

Und da gibt es natürlich auch eine bekannte Sage über den ,,klobigen Stein":

Einst ging eine ältere Frau ganz alleine von Kössen in Richung Marquartstein und vertiefte sich dabei im Gebet. Im engen Achental löste sich plötzlich ein mächtiger Felsbrocken vom Achberg und rollte mit voller Wucht auf die Straße, wo sich die alte Dame befand. Vor Schreck und Graus blieb sie wie angewurzelt stehen und rief: "O Mutter Gottes, hilf, i bitt!". Wie durch ein Wunder sprang der große Stein entzwei. Die alte Frau stand zwischen den zwei Teilen des geklobenen (gespaltenen) Felsbrockens und blieb vollkommen unverletzt.
Der Sage nach wurde nach diesem Ereignis eine Wallfahrtskirche gebaut, damit sich die Leute noch lange an dieses Wunder erinnern sollen. In der Sage wird ermahnt, stets an starkes und frommes Vertrauen zu glauben und Gebete an die Mutter Gottes zu richten. (Quelle: Wikipedia, Chiemgau Tourismus,...)

Vielleicht zum Schluss noch etwas "Profaneres":
Das Gasthaus am Klobenstein hat erst wieder am Karfreitag geöffnet! Und wenn man zum Geburtstag einen Giesswein Gutschein geschenkt bekommt, dann kann man diese "Einkaufstour" in Kössen leicht mit der "Klobenstein Runde" verbinden!

Viele Grüße, Kalapatar




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