Grießbachklamm (Loferer Steinberge)

Begonnen von Reinhard, 14.09.2022, 18:55

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Reinhard

Der Kirchbergstock, auch Kalksteinmassiv genannt, ist laut Alpenvereinseinteilung ein Randgebiet der Loferer Steinberge. Auf ca. 1400 m entspringen mehrere Bäche, die sich zum Griesbach vereinigen. Dieser durchfliest im unteren Bereich eine schöne Klamm - die Griesbachklamm. Diese war auch heute das Ziel einiger roBergler.

Wir fuhren also zu viert nach Erpfendorf, Fahrtzeit eine knappe Stunde ab Rosenheim. Während der Anfahrt regnete es leicht, doch als wir am Wanderparkplatz Grießbachklamm ankamen, war es schon wieder trocken. Parkgebühr 6 Euro.

Dann begann der schöne, etwas feuchte und zunächst schattige Weg durch die wildromantische Klamm. Einige Hängebrücken mussten überquert werden. Auch an den Engstellen ging es über gut begehbare Stege nur sanft ansteigend.

Griesbachklamm1.jpg

Es ging an einem größeren Feld mit vielen Steinmännern vorbei. Teilweise erinnert diese Stelle sehr an das Wimbachgries in den Berchtesgadener Alpen. Hier ein Bild vom Wimbachgries Oktober 2017:


Wimbachgries

Auch ein mannsgroßer Holzschuh erregte unserer Aufmerksamkeit.

Griesbachklamm2.jpg

Später verließen wir die Klamm und stiegen nun auf einem steilen, aber schönen Waldsteig über viele Wurzeln hinauf zur Angerlalm. Eine schöne Alm, fast wären wir dort eingekehrt, aber auf Wim43's Empfehlung gingen wir noch 20 Minuten bei inzwischen sonnigen Wetter (Föhn) weiter zur Huberalm.

Huberkreuz.jpg
Das Huberkreuz (rechts), ein Gipfelchen über der Huberalm.

Hier ließen wir uns mit Weißbier, Brotzeit, Kuchen und Kaffee die verdiente Pause genießen.
Leider war heute auf unsere Anfrage die ausgezeichnet trompetenspielende Wirtin nicht da, sie musste heute im Tal arbeiten.

Zum Abstieg gab es nochmal den Blick hinüber zum Wilden Kaiser mit der Ackerlspitze.

Bei-der-Huberalm.jpg
Bei der Huberalm


Schwammerl.jpg
Diesen Pilz entdeckten wir beim Abstieg. Leider habe ich vergessen, wie er heißt ...

Vielen Dank an Wim43, der uns heute diese schöne Tour vorschlug - eine Klamm, ein schöner Bergsteig, zwei urige Almen und schöne Aussichten ergaben einen tollen Wandertag. Auch mit dem Wetter hatte wir Glück: Nach der Klamm kam die Sonne heraus, die uns fast wieder zurück bis zum Parkplatz begleitete.

maisalm

Ich glaube es ist ein Schopftintling  #gruebeln#
Gruß maisalm

Wim43

Die Grießbachklamm, ein Genuss auf gut ausgebauten Pfaden:

P1070136.JPG#.JPG.RO.JPG

P1070148.JPG#.JPG.RO.JPG

P1070169.JPG#.JPG.RO.JPG

P1070181.JPG#.JPG.RO.JPG

P1070205.JPG#.JPG.RO.JPG




Wim43

Mit Erreichen des Almgebiets der Angerlalm durften wir die Aussicht bei zunehmend hochsommerlicher Föhnlage genießen...

Die liebevoll geschmückte Angerlalm
P1070231.JPG#.JPG.RO.JPG

Die Loferer Steinberge vom Angerlkreuz
P1070237.JPG#.JPG.RO.JPG

Wilder und Zahmer Kaiser im Hintergrund
P1070247.JPG#.RO.JPG

Unsere Einkehrstation: die sympathische Huberalm
P1070261.JPG#.JPG.RO.JPG

Letzter Blick vor dem Abstieg
P1070267.JPG#.JPG.RO.JPG






Reinhard

Anbei noch die Karte der Wanderung.
Ca. 700 Höhenmeter und 12 Kilometer.

Griesbachklamm.jpg

Wim43

Wir sind auf unserer Wanderung und auch im Netz auf unterschiedliche Schreibweisen gestoßen:
Grießbachklamm o. Griesbachklamm. Das Wort Gries bedeutet u.a. grober Sand und schotteriges Gelände, meist gebildet durch einen Bach- oder Flusslauf. 

Sie wird oftmals verwechselt mit der Gießenbachklamm in Kiefersfelden.


Infothek

Für alle, welche diese Tour gerne nachgehen wollen, haben wir sie heute mit allen wichtigen Informationen in die roBerge-Tourendatenbank eingegeben.

Grießbachklamm mit Almenrunde


#vielspass#



Foto: Wim43

eli

Servus beinand!

Habe mit großem Interesse eure Wanderung durch Grießbachklamm verfolgt! War zwar schon öfter in den Kalkbergen dort unterwegs, aber diese Wasserfälle sind mir leider ausgekommen. Allerdings ist mir beim Grübeln eine höchst einsame Wasserfall - Tour direkt gegenüber eingefallen, die fast völlig unbekannt bisher ist: die Mühltalbach- bzw. Laßtalwanderung. Start ist da in Reiterdörfl, 2 - 3 km ostwärts von Erpfendorf und führt auf sehr anspruchsvollem Steig durch die Haßlerschlucht letztlich, von Süden kommend, auf das Fellhorn. ( 1765 m )   Im oberen Teil warten dann, kurz unter der Gipfelplatte, mehrere Kletterstellen II - III. Da war dann für den eli Schluss mit lustig und ich habe deshalb mit dem Hochgrieß - Gipfel ( 1504 m)vorlieb genommen.  
Irgendwo habe ich gelesen, dass dieser Steig inzwischen noch mehr verwildert ist und große Absturzgefahren birgt!! Eine Herbsttour wirklich nur für Geübte!

Ich hänge mal ein Foto an, das ich bei einer Skitour auf die Steinplatte gemacht habe, da erkennen Kenner  #hihi# in etwa den Aufstiegsverlauf hoch zum Fellhorn.

Hawedere

eli

Steinplatte - Skitour aaa.jpg



Werbung ausschalten