Tipps zur Eingabe

Wer-war-wo dient der Eingabe kürzlich gegangener Touren.

Inhaltsbeispiele
(nichts muss, einiges kann)

Wegzustand (trocken, nass)
Schneeverhältnisse (Pulver)
Lawinenlage
Tendenz
Wetter
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Einkehrmöglichkeiten
Höhenmeter, Kilometer
Dauer
Flora, Fauna
Besonderheiten

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Sellrain mit Kind 8.-10.8.22

Begonnen von Chtransalp10, 11.08.2022, 12:56

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Chtransalp10

Wieder mal, diesmal mit dem zweitältesten Enkelind, ins geliebte Sellrain gefahren.
Im Taleingang noch viele Baustellen, wegen des neuen Kraftwerkes im Kühtai. Eine wilde Umleitung direkt in Sellrain, Ampelregelung, kurze Wartezeiten.
Wir parken in St. Sigmund, 5 Euro/Tag, ab 2 bis zu 10 Tagen kostet es dann 10 Euro...
Wir laufen gemütlich das Gleirschtal hinein, rechts und links sind einige tiefe Mureneinschnitte zu sehen, wo im Frühjahr (?) viel Wasser und Geröll den Berg hinuntergeschossen ist. Diese Murenspuren sind auch immer wieder über der Fahrstraße ( dem Wanderweg bis zur Materialseilbahn der Hütte) zu sehen. Da war sicher schweres Gerät notwendig, um die Straße wieder befahrbar zu machen. Nach 3 gemütlichen Stunden sind wir auf der Pforzheimer Hütte. Leider war es am Montag recht bewölkt, windig, so dass wir die Hängematten vor der Hütte nur kurz genießen konnten. Die Hütte hat eine neue Pächterin seit Mai, es muss sich noch einiges einspielen... Über die Preise sage ich jetzt nichts... natürlich ist es mühsam und teuer, Lebensmittel bis da hoch zu bringen, aber...... Die Hütte war total ausgebucht, viele junge Leute, die die Sellrainer Hüttenrunde gehen - und manchmal schon erstaunt sind, wie anspruchsvoll die ist - "da steht nichts im Internet.."

Am Dienstag ist es wolkenlos, morgens schon15 Grad warm. Wir verlassen um 8.30 Uhr die Hütte, wie alle anderen auch. Frühstück gibt es von 7 bis 8 Uhr. Wir laufen Richtung Gleirschjöchl ( das ist der normale Weg zur Schweinfurter Hütte) und biegen dann ins Walfeskar zum Zwieselbacher Rosskogel ab. Wie immer wunderschön, kleine Wasserläufe, glitzernde Felsen - und ein steiles Kar! Aber gut zu gehen, weil es trocken war.
Gipfelsee.jpg
Am Grat oben der schönste Blick auf den Gipfelsee des Zwieselbachers - den ich noch NIE ohne Schnee und Eis gesehen habe.. Aber diesen Sommer ist es soweit..

Wir gehen in dieser Steinwüste noch bis kkurz unter den Gipfel, die letzen 30 Höhenmeter sparen wir uns, Helena möchte nicht - und ich sehe so viele Menschen am Gipfel, dass ich auch denke, es ist da oben zu eng... und zu steil für ein kleines Mädchen. Aber wir bleiben am großen Steinmann, der unweit der Scharte steht, wo es ins Fideriskar geht ( der alpine Weg zur Schweinfurter Hütte)
Wir gehen den gleichen Weg wieder zurück, genießen die Hochgebirgslandschaft und setzen uns am unteren Gedenkstein noch lange in die Sonne.
Wieder eine ausgebuchte Hütte, kein Wunder, bei diesen Verhältnissen.

Unser 3. und letzter Tag schenkt uns nochmal wunderbare Landschafteindrücke: Wir steigen von der Hütte sanft bergauf, den Wegweisern "ZU DEN SEEN" nach, und kommen an zwei kleine Gletscherseen inmitten von Geröll und Felsblöcken. Eine archaische Landschaft - und keine Menschenseele hier außer uns..
Seen 3. Tag.jpg

Dann wandern wir auf kleinen Pfaden noch ein Stück weiter taleinwärts, eine riesige Schafherde kommt neugierig näher, die sich nur mit Mut vom Weg drängen lässt.
Schafe.jpg

Wir steigen steil ab bis zum milchigen Gleirschbach, der sprudelnd durch kleine Canyons zischt. Dann über eine schmale Holzbrücke auf die rechte Bachseite, an der oberen Gleirschalm vorbei, wir sind wieder unter der Hütte. Ab jetzt den Aufstiegsweg von vorgestern talauswärts, kleiner Abstecher noch zur Lourdes-Kapelle und Freude an den über 40 Haflingern, die vor der sehr gut bewirtschafteten Gleirschalm weiden. Endlich gibt es die geliebten Kasspatzen für Helena!!

Info für Sellrainer-Hüttenrunde-Interessierten:
Der Weg vom Westfalenhaus über die Zischgenscharte ist inzwischen sehr schwierig geworden. Die Steinchen im Kar sind weitgehend weg, die Seilsicherungen für den Abstieg nach Auskunft einiger Wanderer zu weit oben ( besonders für kleinere Menschen). Die Sektion hat eine "Umleitung" über das Schönfeldjoch ausgeschildert und markiert. Diese Alternative wird aber noch nicht so richtig angenommen...ist aber technisch einfacher!



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