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Autor Thema: 20.5. Scheibenkogel im Kaiserwinkl  (Gelesen 296 mal)

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Offline stromboli

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20.5. Scheibenkogel im Kaiserwinkl
« am: 21.05.2022, 19:20 »
Servus Beinand,

gestern war ich mit einem Freund auf dem Scheibenkogel im Kaiserwinkl. Ausgangspunkt für diese Tour ist ein kleiner Stellplatz etwa zwei km südlich von Schwendt, wo man sein Auto gebührenfrei abstellen kann.
Die Bedingungen waren hochsommerlich und die Temperaturen hatten schon fast tropischen Charakter  #sonne6#. Da kamen wir schon ganz schön ins Schwitzen !
Gut ausgeschildert führt der Anstieg zuerst durch einen schattigen Buchenwald bis zur Kohlalm auf etwa 1200m. Hier trafen wir auf eine  Almhochfläche, die von schönen Lärchenbeständen durchsetzt ist. Bestimmt ist eine Wanderung im Herbst auch sehr reizvoll, wenn diese Bäume ihre goldgelbe Nadelfärbung annehmen.
Nach der Alm war die Steigung zuerst noch recht moderat, bevor es kurz vor Erreichen des Sattels es doch recht steil wurde. Im Schlussanstieg war dann noch ein Schneefeld überqueren. Der direkte Anstieg erschien uns doch zu kritisch, denn der Schnee war trotz der sommerlichen Temperaturen noch recht hart und wir hatten Bedenken abzurutschen.
Daher hieß es, noch einmal einige Meter absteigen. Am  südlichen Rande des Schneefeldes erreichten wir über einige morastige Stellen den Kohllandersattel. Hier oben wehte ein angenehmer, frischer Wind, wir legten eine Trinkpause ein und genossen die herrlichen Blicke auf die Nordwand des Feldberges, den Roßkaiser usw.
Zunächst hatten wir etwas Mühe, den Weg Richtung Scheibenkogel zu finden. Wir mussten zunächst am nördlichen Rand des Schneefeldes etwas abstiegen und konnten uns dann an den rotweißen Markierungen orientieren, die dringend notwendig waren, um sich im oft weglosen Gelände nicht zu verlaufen. Sogar Krokusse konnten wir noch sehen, der Schnee schien sich doch noch recht lange gehalten zu haben.
Die Aussicht auf dem Weg zum Gipfel war jedoch in  alle Richtungen phantastisch. Die Ackerlspitze des Wilden Kaisers grüßte herüber, im Norden waren Geigelstein, Spitzstein und weiter bekannte Chiemgauer zusehen. Und in der Ferne waren die Hohen Tauern, die Loferer und noch viele andere Gipfel und Gebirgszüge zu erkennen.
Am Gipfel gönnten wir uns auf dem Bankerl eine längere Pause. Der Abstieg erfolgte auf direktem Weg, zuerst durch schattigen Wald und später auf einer schönen Almwiese mit herrlicher Gebirgsvegetation, bestehend aus Mehlprimeln, Trollblumen und Orchideen. Wir erreichten bald wieder die Kohlalm, die um diese Jahreszeit noch nicht bewirtschaftet ist. Hier war dann auch die "Gipfelrunde" beendet und schnell waren wir zurück am Auto.
Den Flüssigkeits.- und Elektrolytverlust konnten wir dann in der ersten Wirtschaft, die wir entdeckten, ausgleichen.
Fazit: Eine schöne abwechslungsreiche Wanderung, herrliche Blicke und nicht zu überlaufen.

Viele Grüße

Stromboli