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Autor Thema: Preissprung am Wanderparkplatz  (Gelesen 1095 mal)

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Offline steff

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Preissprung am Wanderparkplatz
« am: 14.07.2021, 23:52 »
Morgen im OVB

München – Wer sein Auto künftig am Fuße von Deutschlands höchstem Gipfel parken will, muss tief in die Tasche greifen. Denn die Zugspitzbahn hat die Gebühren auf ihrem Parkplatz kräftig angehoben. 17 Euro kostet das Ticket für vier Stunden ab sofort, jede weitere Stunde einen Euro mehr –nur, wer auch die Bergbahn nutzt, bekommt danach zehn Euro wieder zurück. Der Appell der Zugspitzbahn ist klar: „Kommen Sie mit der Bahn“, heißt es auf der Internetseite. Denn der Parkplatz, der auch von vielen Eibsee-Besuchern rege genutzt wird, ist an sonnigen Tagen regelmäßig überfüllt. In den sozialen Netzwerken wird die deutliche Preiserhöhung hitzig diskutiert. Während die einen von Abzocke sprechen, zeigen andere Verständnis und sagen, das sei immer noch zu wenig, um den Dreck der Rucksacktouristen zu entsorgen.

Nicht nur an der Zugspitze wird das Parken für Wanderer in diesem Jahr teurer. An vielen Ausflugs-Hotspots ziehen die Preise an. In Schönau am Königssee kostet das 24-Stunden-Ticket seit dem ersten Mai acht statt fünf Euro. Im Wanderparadies Samerberg im Kreis Rosenheim stiegen die Preise ebenfalls im Mai von drei auf fünf Euro. Und auch am Walchensee, etwa am Kesselberg oder am Westufer, wo das Parken bisher kostenlos war, sollen bald Ticketautomaten stehen.

„Wir mussten das einfach ordnen“, sagt etwa der Kocheler Bürgermeister Thomas Holz. Rund um den Walchensee sei die Situation in den vergangenen Jahren nicht mehr tragbar gewesen. „Die Besucher sind mit ihren Autos bei den Anwohnern in der Einfahrt gestanden und haben sämtliche Rettungswege zugeparkt.“ Deshalb habe sich der Gemeinderat dazu entschlossen, die bestehenden Parkplätze zu ertüchtigen und über 300 neue Schilder aufzustellen. „Das kostet natürlich. Genauso wie die Entsorgung der Hinterlassenschaften, die mancher Ausflügler hier lässt“, sagt Holz. Deshalb verlangt die Gemeinde Kochel für das Parken auf ihrem Gebiet künftig sechs Euro am Tag plus zwei Euro Tageskurbeitrag. Die Gemeinde Jachenau, die für das andere Ufer des Walchensees zuständig ist, zieht mit. Sobald die Mikrochips für die Parkautomaten geliefert werden, soll es losgehen. „Wir hoffen, dass sich die Situation dadurch verbessert“, sagt Holz.

Auch am Samerberg klagten die Anwohner über die überfüllten Wanderparkplätze. Doch das sei nicht der Grund gewesen, warum die Gemeinde die Gebühren um 66 Prozent angehoben hat, wie Bürgermeister Georg Huber erklärt. Es seien die Kosten zum Erhalt der Wanderwege, dem Herrichten der Loipen, für das Naturschwimmbad und nicht zuletzt den Betrieb der Hochriesbahn, für die die zusätzlichen Einnahmen verwendet würden. „Natürlich war die Verärgerung über die höheren Gebühren groß“, sagt Huber. Aber dass es deswegen auch zu Einbußen kommen könnte, nimmt die Kommune in Kauf. Für Stammgäste wurden neue Jahreskarten eingeführt. Außerdem finanziert die Gemeinde mit den Einnahmen einen eigenen Wanderbus, der zum Beispiel für einen Euro vom Rosenheimer Bahnhof zum Samerberg fährt. Huber hofft, den Verkehr so etwas entzerren zu können.

Auch beim Alpenverein, in dem viele Bergsportler organisiert sind, ist ein gewisses Verständnis für die Preiserhöhungen vorhanden. „Wir können nachvollziehen, dass es eine Parkraumbewirtschaftung braucht“, sagt Sprecher Thomas Bucher. Vielleicht werde der ein oder andere so dazu bewegt, öffentlich anzureisen. „Solange die Kommunen mit Maß arbeiten, sehen wir da kein Problem“, sagt Bucher. „Das wird sich einpendeln, schließlich wollen die Kommunen ja auch Gäste haben. Denn auch der Tagestourismus ist ein Wirtschaftsfaktor.

Quelle: ovb-online.de

Offline MANAL

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #1 am: 15.07.2021, 00:45 »
Wenn es so weitergeht muss man sich ein E-Radl anschaffen um das Stück vom letzten bezahlbaren/kostenfreien Parkplatz zum Startpunkt zurückzulegen.

Was mich an den Parkgebühren stört ist, dass man zu Zeiten in denen wenig los ist (Werktage, Schlechtwetter, Randzeiten usw.) nicht mit den Preisen runtergeht. Das wäre ja auch eine Lenkungsmethode um gegen die problematischen Stoßzeiten vorzugehen.

Offline schneerose

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #2 am: 15.07.2021, 08:06 »
Was mich an den Parkgebühren stört ist, dass man zu Zeiten in denen wenig los ist (Werktage, Schlechtwetter, Randzeiten usw.) nicht mit den Preisen runtergeht. Das wäre ja auch eine Lenkungsmethode um gegen die problematischen Stoßzeiten vorzugehen.

Also diese Argumentation erschließt sich mir überhaupt nicht.
Wer so flexibel ist, sich unter der Woche einen Tag frei nehmen zu können oder nicht mehr arbeitet, würde damit belohnt.
Wer an starre Arbeitszeiten gebunden ist oder die Familie mit schulpflichtigen Kindern, bei denen es eben nur am Wochenende geht, dürfte die hohen Parkgebühren berappen. #gruebelgruebel#
Also fair ist anders… (Und nein, das hat nix mit Neid zu tun. Ich gehör schließlich auch zu denen, die durchaus mal kurzfristig einen Tag frei nehmen können. ;))

Offline BFklaus

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #3 am: 15.07.2021, 10:09 »
Die Arbeit der massiven Tourismusförderung der letzten Jahre in den betroffenen Gemeinden trägt jetzt Früchte #prost#.
Mit den Preissteigerungen für Parkplatzgebühren versucht man nun gegenzusteuern.
Natürlich erfindet jede Gemeinde das Rad neu. Ruhpolding beispielsweise wird nach und nach alle Wanderparkplätze mit 8 €/Tag bepreisen (bisher kostenlos!). Davon bekommt man dann 4 € in Naturalien in der Ruhpoldinger Gastronomie zurück erstattet. Mit "Bürgerkarte", die man derzeit kostenlos von der Verwaltung bekommt, reduziert sich die Parkgebühr auf 4 €/Tag: Rückerstattung durch Verfressen, s.o. #essen1#

Offline MANAL

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #4 am: 15.07.2021, 14:13 »
[Also diese Argumentation erschließt sich mir überhaupt nicht.
Wer so flexibel ist, sich unter der Woche einen Tag frei nehmen zu können oder nicht mehr arbeitet, würde damit belohnt.
Wer an starre Arbeitszeiten gebunden ist oder die Familie mit schulpflichtigen Kindern, bei denen es eben nur am Wochenende geht, dürfte die hohen Parkgebühren berappen. #gruebelgruebel#
Also fair ist anders… (Und nein, das hat nix mit Neid zu tun. Ich gehör schließlich auch zu denen, die durchaus mal kurzfristig einen Tag frei nehmen können. ;))

Das liegt ganz daran was der Zweck der Parkgebühren ist. So wie es sich liest will man damit die Touristenmassen lenken. Und das kann man erreichen indem man Zeiten in denen es überfüllt ist teurer macht als Zeiten in denen weniger los ist. Damit könnte man auch sehr früh oder sehr spät am Tag günstigere Preise anbieten um einen Teil der Urlauber zu motivieren entsprechend früher oder später zu kommen. Oder halt diejenigen die flexibel sind gleich auf andere Tage ausweichen zu lassen. Warum sollte man an einem beispielsweise ruhigen Montag genauso viel zahlen wenn der Parkplatz nie voll wird und die Wirte am Ort froh wären wenn mehr Urlauber an solchen Tagen kommen?

Sinnvoll wäre natürlich auch die Variante die überteuerten Tickets bei einer Einkehr oder Einkauf im Ort zumindest teilweise vergütet zu bekommen. Dann relativieren sich die zu hohen Parkgebühren und die Wirtschaft vor Ort hat auch was davon.

Es ist halt die Frage ob man Lenken will, die lokale Wirtschaft fördern will oder einfach nur abkassieren mag. Ein Großteil des Andrangs ist ja auch hausgemacht. Je mehr ich den Fun- und Erlebnisfaktor der Region steigere und je besser man die Straßeninfrastruktur ausbaut desto mehr Touristen zieht man an. Dass man den eh schon maroden ÖPNV parallel dazu komplett vernachlässigt verstärkt das ganze noch weiter. Mit den Ausbau der Tunnels am Autobahnende der A95 wird der Stau nicht weniger. Er wird nur verlagert und die gute Anbindung noch mehr anlocken. Irgendwann kann man dann auch 30 EUR für ein Parkticket am Eibsee verlangen...

Offline Ampfinga

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #5 am: 15.07.2021, 17:22 »
Servus!

Natürlich erfindet jede Gemeinde das Rad neu. Ruhpolding beispielsweise wird nach und nach alle Wanderparkplätze mit 8 €/Tag bepreisen (bisher kostenlos!). Davon bekommt man dann 4 € in Naturalien in der Ruhpoldinger Gastronomie zurück erstattet. Mit "Bürgerkarte", die man derzeit kostenlos von der Verwaltung bekommt, reduziert sich die Parkgebühr auf 4 €/Tag: Rückerstattung durch Verfressen, s.o. #essen1#

Halte ich prinzipiell für eine gute Idee, aber es müsste schon eine einheitliche Regelung für die gesamte Region her, nicht in jeder Gemeinde ein eigenes Süppchen...
Wenn die Infrastruktur passt, also z.B. der Parkplatz sauber aufgekiest ist, keine Drecklockern, im Winter geräumt, saubere Klohäuserl und eine ausreichende Anzahl vernünftig bepreister Ladesäulen (an denen man nicht gleich abgezockt wird wenn man 1min. länger als 3h an der Säule steht, z.B. mittels lokaler Ladekarte - ich weiß... aber man kann ja träumen...) dann bin ich gerne bereit dafür auch 8€, oder sogar auch mehr, am Tag zu zahlen.

Servus,
    Da Ampfinga.

Offline BFklaus

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #6 am: 15.07.2021, 19:30 »
... dann bin ich gerne bereit dafür auch 8€, oder sogar auch mehr, am Tag zu zahlen.
Das hab' ich früher für einen sauberen Campingplatz mit Dusche und Meerblick bezahlt #hihi#

Offline efs

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #7 am: 15.07.2021, 22:12 »
Was fehlt an dem Konzept:

- Jahreskarten (wie in BGL) die im Vergleich recht günstig sind.
- gestaffelte Parkgebühren die zu Randzeiten / ausserhalb der Saison günstiger sind (damit kann man auch den punktuellen Andrang entzerren).
- Eine vernünftige Alternative in Form von ÖPNV - zu bergfreundlichen Zeiten (und nicht erst ab 9.00).

Schade, dass die viele Gemeinden nicht weiterdenken können. Oder wollen.
Ich bin wohnortnah viel im Priental unterwegs. Momentan weiche ins Achental aus. Das ist weiter zu fahren und kostentechnisch würde sich das sicherlich auf's gleiche rauskommen. Aber ich bin so sauer, dass ich gerade so gar keine Lust auf das Priental habe.
Und irgendwie hab' ich auch grad gar nicht so recht Lust auf Berge: die Kampenwand wird für Menschenmassen vorbereitet und soll bis 3.00 in der früh für Eventbespassung fahren, die Bergwiesen in Hintergschwendt werden für Parkplätze zubetoniert, die Frasi wird zur Nobelhütte für Menschen, die Natur weder schätzen noch schützen......

Traurig.

Liebe Grüsse efs


Offline MANAL

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #8 am: 13.08.2021, 15:07 »
War man mit der Parkabzocke am Walchensee jetzt "zu erfolgreich"?  #gruebeln#

https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/jachenau-ort28870/weniger-gaeste-walchensee-90915520.html
Zitat
Neue Parkgebühren am Walchensee: Ausflügler bleiben aus - Wirte leiden unter Gästeschwund


Wenn man pauschal für jedes parken einen hohen Preis verlangt erreicht man halt dass die Leute auch nur bei besten Bedingungen dafür bereits sind zu zahlen.

Zitat
Aber gerade „bei mittlerem Wetter“ habe er normalerweise viele Gäste, die nur zum Kaffeetrinken kommen. Für die stehe es nun in keinem Verhältnis mehr, dass sie allein für Maut und Parken zuerst einmal zehn Euro zahlen müssen.


Ich habe ja schon weiter oben vorgeschlagen dass man die Preise nach Andrang staffelt der sich nach Angebot und Nachfrage richtet. Warum muss man an einem Regentag wo eh kaum jemand da ist überhaupt was verlangen? Oder wer am späten Nachmittag kommt wo schon viele wieder weg sind, warum soll der genauso viel zahlen? Diejenigen die Randzeiten oder schlechte Bedingungen nutzen muss man nun wirklich nicht vergraulen.

Alternativ wäre es halt auch möglich dass man die Parktickets in der lokalen Gastronomie oder Läden einlösen kann.

Offline Ampfinga

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Re: Preissprung am Wanderparkplatz
« Antwort #9 am: 13.08.2021, 22:29 »
Servus beinand! :)

Nach der Rückkehr von der Feldlahnalm hing gestern am PP Hammerergraben ein Zettel mit dem Link zu einer Umfrage zur regionalen Besucherlenkung im Achental für eine Bachelorarbeit an meinem Auto. Hab natürlich mitgemacht und dachte mir, dass es dem Mädel vielleicht helfen würde wenn noch mehr mitmachen... Hier der Link:
https://www.survio.com/survey/q/I1G9A9K1D2G3K2L4S

Viele Grüße, da Ampfinga