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Autor Thema: Achental-Radweg am 17.06.2021 (Chiemgauer Alpen)  (Gelesen 482 mal)

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Offline Reinhard

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Das Achental wird von der Tiroler Achen durchflossen, die in ihrem Verlauf ab der Quelle fünf verschiedene Namen trägt und schließlich mit dem einzigartigen Achendelta in den Chiemsee mündet. Der deutsche Anteil des Achentals war das vorgestrige Ziel mit insgesamt sieben netten Leuten von roradln.de

Es gibt auch auf chiemsee-chiemgau.info eine Beschreibung mit GPS-Track, aber Kurt von roradln.de hatte für uns einige schöne Varianten eingebaut.
Aufgrund der Länge der Rundtour und der vielen interessanten Eindrücke schreibe ich diesen Bericht in zwei Teilen.

Treffpunkt war der Pendlerparkplatz bei der A8 nahe Übersee. Zuerst ging es nach Norden, um nach einem kleinen Bogen durch den Heinrichwinkel am Badestrand entlang zu fahren. Hier konnten wir einige Paddler beobachten, zu denen im Hintergrund der Wilde Kaiser mit einigen Schneefeldern eine schöne Kulisse abgab:

 
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Inzwischen radelten wir wieder Richtung Süden, nun dem Achental entgegen. Eine kurze Pause gab es am ehemaligen Torfbahnhof der Kendlmühlfilze, welches mit ca. 900 Hektar zu den größten Hochmooren Süddeutschlands zählt. Der Torfabbau wurde in den 1980er-Jahren eingestellt. Das Naturschutzgebiet weist eine äußerst artenreiche Fauna (Frösche, Libellen, seltene Vögel) und Flora (z.B. Wollgras, Pfeifengras, Rauschbeere oder der fleischfressende Sonnentau) auf. Für Interessierte ist das Museum "Torfbahnhof Rottau" ab sofort jeden Samstag und Sonntag geöffnet, www.museum.torfbahnhof.de.

Die alte, schon recht verblichene Sonnenuhr am ehemaligen Torfbahnhof:

 
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Weiter ging es nach Übersee mit seiner sehenswerten Pfarrkirche St. Nikolaus, die wegen ihrer Größe auch Dom des Achentales genannt wird. Dann durchquerten wir durch schattigen Mischwald den Westerbuchberg, der während der letzten Eiszeit als Insel aus dem See ragte. Hinter Rottau ging es dann in das eigentliche Achental, und wir durchfuhren Piesenhausen, dessen Name mir bisher nur von der Piesenhausener Hochalm (auf dem Grat zwischen Hochplatte und Kampenwand) ein Begriff war.

Neugierig beäugte uns dieser Bauer in Piesenhausen:

 
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Nach Grassau immer auf guten Radwegen den Bergen entgegen:

 
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Leider mussten wir wegen einer Umleitung hinter Marquartstein kurzzeitig auf eine Autostraße ausweichen. Nachdem wir Schleching durchfahren hatte, bot sich uns für den heißen Tag eine besondere Erfrischung - Wassertreten im Alpbach:

 
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Fortsetzung folgt!

Offline Reinhard

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Re: Achental-Radweg am 17.06.2021 (Chiemgauer Alpen)
« Antwort #1 am: 17.06.2021, 23:02 »
Achental-Radweg - Teil 2 von 2:

Weiter ging es auf schönen Radwegen durch grüne Wiesen bis hinter Ettenhausen, wo wir dann südlichsten Punkt der Tour erreichten. Die Gipfel von Breitenstein und Geigelstein im Blickfeld, gelangten wir über eine weite Schleife auf den Achendamm. Zwischendurch, auf der Höhe von Schleching, legten wir direkt am Ufer der Tiroler Ache einen Zwischenstopp ein. Das Wasser ist hier im Uferbereich recht flach und kann zu einem kleinen Erfrischungsbad benutzt werden. Hier schweift auch der Blick über den breiten Fluss weit hinauf zu dem felsigen Gipfel der Gscheuerwand (siehe Foto). Diese lässt sich übrigens auf einer Forststraße bis wenige Meter unterhalb des Gipfels auch mit dem Mountainbike erreichen:

 
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In Staudach-Egerndach  war eigentlich unser Mittagessen geplant. Da die geplante Gaststätte allerdings nach 30 Minuten schließen wollte, entschlossen wir uns, später woanders einzukehren. Wie sich dann herausstellt, war diese Entscheidung goldrichtig. Doch zuerst hieß es erst einmal, die nächsten acht Kilometer auf dem Radweg entlang einer Autostraße bis zum Bergener Moos zu fahren. Etwas eintönig zwar, aber für diesen Strecke gibt es leider keine Alternative.

Ab Bergen hielten wir uns wieder nach Norden und erreichten schließlich über Grabenstätt den Tüttensee. Man durchquert zu ihm ein schattiges Wäldchen, in welchem sich, direkt am Ufer eine kleine Waldgaststätte befindet. Diese stellte sich dann als wesentlich bessere Alternative als das Restaurant in Staudach-Egerndach. Die sympathische Seeterrasse befindet sich auf Holzbrettern direkt über dem Wasser, genügend Sonnenschirme decken die Hitze ab, und Essen sowie Bedienung sind 1A. Kein Autolärm stört, da die Parkplätze weit genug entfernt liegen. Das Seebad Tüttensee sollten man auch bei künftigen Achental-Runden unbedingt ins Auge fassen!
Blick von der Gaststätte zu den Liegenwiesen:

 
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Wikipedia schreibt zum Tüttensee:
Zitat
In den 1980er Jahren litt der See unter massivem Nährstoffeintrag durch einen kleinen einmündenden Graben, der landwirtschaftliche Flächen entwässert. Die Fischerei musste eingeschränkt werden. Ein vom Landratsamt 1989 vorgeschlagener 2 ha großer Klärteich konnte aus Kostengründen nicht verwirklicht werden. Der Bund Naturschutz trat 1995 in das Projekt ein und verwirklichte mit öffentlicher Förderung eine wesentlich kostengünstigere Pflanzenkläranlage in Verbindung mit einem Kiesbett auf teils gepachteten, teils angekauften Flächen am See. Zusammen mit einem Rückgang der Nutzung von Düngemitteln auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen erbrachte die biologische Klärung des Zuflusses eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität.


Nach der ausgiebigen Rast umrundeten wir frisch gestärkt den See und wir machten uns auf den Weg Richtung Hirschauer Bucht. Kurz vorher noch einmal ein schöner Blick ins bereits weiter entfernte Achental:

 
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Dann gelangten wir schon an den Rand des riesigen Achendeltas. Das Gebiet steht unter Naturschutz und darf nur an wenigen Orten betreten bzw. durchquert werden. Die Mündung selbst kann man nicht sehen. Hier der Blick von der Vogelbeobachtungsstation in der Hirschauer Bucht über den See Richtung Seebruck.

 
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Auf dem Chiemseeradweg ging es dann zurück zu unserem Ausgangspunkt

 
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Tourdaten: 73 km, ca. 500 hm
Alle Wege sind beschildert und gut befestigt. In der Regel fuhren wir auf Radwegen, wo das nicht möglich war, auf verkehrsberuhigten Nebenstraßen.
Danke an Kurz von roradln.de für die Führung!

Offline hoizlandler

  • roBergler
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Re: Achental-Radweg - de Berg moi vo untn oschaung
« Antwort #2 am: 15.09.2021, 11:51 »
gestern bei feinstem Bergweda moi de Berg  #mountain# vo untn ogschaut. Mitm DTS-Radl  #biken2# schee gmiatlich aufm nördlichen Teil vom Achentalradweg ab Übersee über Rottau, Grassau, Piesenhausen, Marquartstein, Grassau, Feldwies zruck noch Übersee. An de Dammhänge hods a scho vui Herbstzeitlosen gem. Wenig Leit aufm Radlweg. War sehr schee. Merci an Reinhard & friends für den Bericht und de klasse Photos  #danke1# (häd i seiba ned bessa macha kinna  ;)) An schena Gruass vom hoizlandler