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Autor Thema: Kurabgabe in Kochel auch Tagesausflügler  (Gelesen 787 mal)

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Offline rB-Infothek

  • roBergler
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Kurabgabe in Kochel auch Tagesausflügler
« am: 23.04.2021, 21:15 »
Heute in "mtb-news.de" gefunden:

Zitat
Die Gemeinde Kochel hat eine Kurabgabe eingeführt, welche auch Tagesausflügler zu zahlen haben. Zu zahlen beim Betreten der Gemeindeflur zum Zwecke der Freizeitgestaltung.
Das ist kein Aprilscherz. Ich habe keine Ahnung, wie so etwas kontrolliert werden soll, aber die Prüfung durch das Innenministerium hat wohl grünes Licht gegeben. Das wurde schon mal im Dezember diskutiert und jetzt wohl umgesetzt.


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« am: 23.04.2021, 21:15 »

Offline efs

  • roBergler
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  • Geschlecht: Weiblich
Re: Kurabgabe in Kochel
« Antwort #1 am: 24.04.2021, 07:49 »
Die neue Kurabgabesatzung ist hier im Detail zu finden:

https://gemeinde.kochel.de/index.php?id=0,34

Liebe Grüsse efs

Offline Bergautist

  • Cirsium palustre
  • roBergler
  • Beiträge: 605
Re: Kurabgabe in Kochel auch Tagesausflügler
« Antwort #2 am: 24.04.2021, 19:39 »
Heute in "mtb-news.de" gefunden:

Zitat
Die Gemeinde Kochel hat eine Kurabgabe eingeführt, welche auch Tagesausflügler zu zahlen haben. Zu zahlen beim Betreten der Gemeindeflur zum Zwecke der Freizeitgestaltung.
Das ist kein Aprilscherz. Ich habe keine Ahnung, wie so etwas kontrolliert werden soll, aber die Prüfung durch das Innenministerium hat wohl grünes Licht gegeben. Das wurde schon mal im Dezember diskutiert und jetzt wohl umgesetzt.


Info beim Münchner Merkur

Mal gut, dass das Kaff eher uninteressant ist. Ansonsten können sich Kläger gegen die Verordnung gute Chancen ausrechnen, da das freie Betretungsrecht der Natur unverhältnismäßig eingeschränkt wird.

Was machen eigentlich Busreisende, die den Wegezoll tatsächlich bezahlen wollen? Stelle ich mir doch sehr umständlich vor, auch wenn die Zahlstelle per ÖPNV erreichbar sein sollte. Sieht so aus, dass hier die Autofahrer eindeutig bevorzugt werden, die können den Zoll direkt mit der Parkgebühr abdrücken.

Offline MANAL

  • roBergler
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Re: Kurabgabe in Kochel auch Tagesausflügler
« Antwort #3 am: 25.04.2021, 00:19 »
Irgendwo drehen die alle komplett durch. Die Parkgebühren sind eh schon teuer und außerhalb der Ausflügler-Stoßzeiten ein Witz wenn kaum was los ist. Aber eine Kurtaxe pro Person zusätzlich abzukassieren, auf sowas sind nicht einmal die ansonsten geschäftstüchtigen Tiroler gekommen. Da fehlt's doch echt.

Offline mh

  • roBergler
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Re: Kurabgabe in Kochel auch Tagesausflügler
« Antwort #4 am: 27.04.2021, 09:20 »
Ja, sie drehen wirklich alle durch - jetzt hat wirklich das letzte Kaff mitgekriegt, dass man mit Parkgebühren oder frei erfundenen Gebühren Kohle machen kann, wenn schon keine Urlauber kommen. Parkplätze, die seit jeher kostenlos waren, springen urplötzlich von 0 auf 5-7 Euro o.ä. Ich finde Parkgebühren grundsätzlich okay, aber ein bisschen Verhältnismäßigkeit darf schon noch sein. Ich würde mir nur eins wünschen (wird natürlich nicht eintreffen): Corona ist vorbei, die Gastronomie in MB und TÖL macht wieder auf - und alle gemobbten Münchner und "München-Umländer" bleiben weg (weil angepisst und nachtragend). Ich wette, die genau gleichen Landräte und Bürgermeister, die jetzt so über die Ausflügler klagen und Maßnahmen zum Verkrätzen derselben ausdenken, sitzen dann alle beim Reiter und beim Söder und wollen Beihilfen, weil es ihnen ja soooo schlecht geht....

Kleine Anekdote am Rande: Zum Höhepunkt des Corona-Wahnsinns im Jan. fahre ich auf einen Wanderparkplatz bei Lenggries, direkt neben mir parkt eine Ehepaar mit MB-Kennzeichen. Der Parkplatz hat keinen Automat, sondern nur ein Kastl, wo man auf Vertrauensbasis 2€ reinwerfen soll. Ich krame gerade das Geld raus und sage zu meinem Mann "2 Euro sind ja richtig human", da geht nebenan am MB-Auto schon das Geschimpfe los: Für Leute wie uns solle man 10-15 Euro verlangen und das wäre noch zu wenig etcpp. Ich frage ihn, was er jetzt und hier für ein Problem hat (wir sind ja schließlich beide im "fremden" LK und wenn die Lenggrieser so nett sind und nur 2€ wollen, dann ist das doch deren Sache). Wir diskutieren ein bissl hin und her und ich klappe allmählich die Ohren zu. Plötzlich fragt mich der Typ, ob es für die 2€ eine Quittung gibt. Als er hört, dass es nur ein Kastl auf Vertrauensbasis ist, packt er sein Zeug und marschiert los - ohne die 2€ zu berappen! Normalerweise ist mir ja wurscht, was andere machen, aber in diesem Fall habe ich dann schon nachgefragt, wie es zusammenpasst, dass man im eigenen LK 10-15€ fordert, die Lenggrieser aber um 2€ bescheißt. Die preisverdächtige Antwort: "Ich schmeiß doch den reichen Lenggriesern kein Geld nach!" Aha. Ich habe ihm dann gesagt, er sei die lächerlichste Type, die ich seit langem getroffen hätte. Den Rest übernahm seine Gattin, der die ganze Episode unendlich peinlich war. Sie hat dann auch die 2€ eingeworfen. So viel zum Thema "irgendwo drehen alle durch".

Offline MANAL

  • roBergler
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Re: Kurabgabe in Kochel auch Tagesausflügler
« Antwort #5 am: 27.04.2021, 14:55 »
Das ist so eine passende Geschichte die zeigt, dass es Ar...löcher überall gibt.  #hihi#

Parkgebühren nerven natürlich, aber ich kann sie auch verstehen. Wie du sagst sollten die Kosten verhältnismäßig sein. Nur dass man in Kochel mit einer Kurtaxe daherkommt die eher Wegelagerei gleicht ist halt der Gipfel. Gerade Familien werden da ja richtig abkassiert.

Ich kann verstehen, dass man die Preise durch Parken/Maut/Kurtaxe/Wegelagerei erhöht wenn es zu voll wird. Das ist ein legitimes Lenkungsmittel. Aber was mir da fehlt ist, dass man entsprechend auch mal die Preise senkt wenn es leer ist. Warum verlangt man auf dem gleichen Parkplatz wo am Wochenende alles zugeparkt ist an einem ruhigen und leeren Montagmorgen genauso viel? Das hat dann nicht mehr mit Lenkung zu tun. Würde man die Preise staffeln nach Zeit und Wochentag könnte man sicher auch etwas steuern wann die Leute kommen. Kostet der Parkplatz z.B. in der früh vor 8 Uhr oder nach 15 Uhr nur die Hälfte, und dafür zwischen 10-12 Uhr das doppelte oder ist Mo-Do sogar kostenfrei, dann würde mancher eher weniger versierter Tourengegäner seine Tour entsprechend planen und solche übervollen Zeiträume meiden. Auch würde man dann nicht die wirklich ruhesuchenden Wanderer vergraulen.
Ich war vor ein paar Wochen am Freitag um 16 Uhr am Kesselberg und bin zum Herzogstand hoch. Der Parkplatz war nicht voll und ich hatte unterwegs meine Ruhe. Warum sollte man für solche Zeiträume den gleichen Preis verlangen wie an einem sonnigen Sonntagmittag?

Zudem sollten die Preise auch mit dem "Angebot" zusammenhängen. Wenn z.B. ein sauberes Klo vorhanden ist kann man gerne mehr verlangen (z.B. das geheizte Klo beim Wimbachparkplatz oder das mit Klohäuschen in Fall) als wenn gar nichts geboten ist. Aber manche Gemeinden denken nur an das nehmen und nicht an das geben.

Auch könnten die Gemeinden/Landkreise anbieten, das man die immer teurer werdenden Parkscheine in lokalen Läden oder Gasthäuser einlösen kann. Damit könnte man auch von Tagesurlaubern sicher mehr Geld am Ende verdienen und die würden sich durch die teuren Parktickets nicht so verarscht vorkommen.

Wenn der Coronamist rum ist wird sich sicher manches ändern, denn dann sinkt die Anzahl an Besucher in den bayrischen Berglandkreisen wieder deutlich, denn es gibt dann auch wieder deutlich mehr "Konkurrenzgebiete". Vielleicht tut denen der kommende Wettbewerb um die verhassten M-Kennzeichen die dann einfach über die Grenze weiterfahren ganz gut...