Der bewegte Berg (Schrofen - Bayerische Voralpen) 13.03.2021

Begonnen von Infothek, 13.03.2021, 20:39

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Infothek

Auf der Topokarte des Bayernatlas https://v.bayern.de/MTF4R sind mir westlich des Schrofen zwei deutlich sichtbare Dolinenlöcher aufgefallen, die wollte ich mir mal anschauen und nebenbei den Schrofengipfel besuchen.
Das Wetter war heut Mittag erstaunlich gut und so hab ich mich kurzentschlossen auf gemacht - gestartet bin ich am Friedhof in Brannenburg und mit dem E-Radl ging es recht flott an zahlreichen Ausflüglern und der Schlipfgrubalm vorbei bis zum Abzweig Schuhbräu - Rampoldalm, dort Richtung Osten einen Pfad bergauf bis zu einem weiteren Forstweg Richtung Bärenmoos und meinem Radeldepot.
Nur wenige Meter im Holz liegen die besagten Dolinen - der Anstieg von hier zum Schrofengipfel erfolgte zunächst weglos durch lichten Wald bis zum Wanderpfad und weiter entlang des Steilabbruchs zum Gipfel.
Die Historie der Felsstürze und Geologie der Felsstürze ist hier recht schön beschrieben:
https://www.researchgate.net/publication/336717915_Historischer_Felssturz_am_Schrofen_bei_Brannenburg

Kurze schöne "Luftschnapprunde" - Der Berg ruft nicht, er kommt! Fragt sich nur wann...


E-MTB & Wanderung, Ca. 10 km, 500 hm


LG Reinhold



am Gipfel


Doline


Auf dem Weg zum Gipfel


Blick zum Petersberg und Maiwand


Markierung zur Bewegungsmessung

Reinhard

Am Schrofen bei Brannenburg gibt es weiterhin eine latente Bergsturzgefahr. Der historische Bergsturz von 1851 hat gezeigt, dass die Hänge dort sehr labil sind, und auch heute noch kommt es immer wieder zu kleineren Felsstürzen und Anbrüchen. Aktuelle Berichte bestätigen, dass frische Abbrüche zu beobachten sind, was darauf hindeutet, dass die Gefahr eines erneuten größeren Bergsturzes grundsätzlich besteht. Die Region bleibt daher ein Risikogebiet, auch wenn konkrete Vorhersagen über Zeitpunkt und Ausmaß eines möglichen Ereignisses nicht getroffen werden können.

Es werden seit dem großen Bergsturz von 1851 verschiedene Schutzmaßnahmen ergriffen, um die Gefahr für die Bevölkerung zu minimieren. Dazu gehören vor allem Wildbachverbauungen, die den Abfluss von Wasser und Schutt kontrollieren und so die Gefahr von Muren und weiteren Bergstürzen reduzieren sollen. Diese Maßnahmen helfen, die Energie des Wassers zu bremsen und Sedimente zurückzuhalten, um eine erneute Katastrophe wie die Zerstörung des Dorfes Gmain zu verhindern.

Aktuell wird die Lage kontinuierlich überwacht, und es gibt regelmäßige Inspektionen der Hänge. Bei akuten Anzeichen von Instabilität werden Warnsysteme aktiviert, um die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren. Dennoch bleibt das Risiko bestehen, da die geologischen Gegebenheiten am Schrofen weiterhin labil sind.

Mehr Info beim www.umweltatlas.bayern.de
https://www.umweltatlas.bayern.de/standortauskunft/rest/reporting/sb_geotope/generate?additionallayerfieldvalue=187R036