Dummy

Autor Thema: Bergtouren und Corona  (Gelesen 5868 mal)

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Online RaF

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #60 am: 05.04.2020, 11:08 »
Ich find diese ganze Diskussion aktuell hier sehr toll wie es abläuft, bin echt begeistert und erhält mir meinen Glauben, daß der Großteil der Leut halt doch vernünftig & denkend ist. Das mit dem "keine anspruchsvollen Touren" etc. seh ich absolut klar ein - wo ich aber zumindest am Hinterfragen bin, ist wo in vielen Berichten das "nur im engen Umkreis" eigentlich herkommt bzw. definiert ist. Ich hatte hier gestern auch Kontrollen bei mir um die Ecke gesehen, mich befragte dann aber trotz ausländischem Nummernschild keiner. Trotzdem würde mich eben die "rechtliche" Grundlage wirklich mal interessieren. Die Verordnung zur Ausgangsbeschränkung ( https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-152/ ) gibt das nicht her und ich fand auch in den zeitlich nachfolgenden offiziellen Dokumenten nichts entsprechendes...

Und mein persönliches PS: je weniger mögliche "offene Grünbereiche" man zur Verfügung stellt, umso mehr ballt sich ja alles in den Vorhandenen...das ist doch irgendwie kontraproduktiv? Ich seh es hier direkt vor der Haustür ( gutes Stück abseits einer zusammenhängenden Siedlung ): da gibt's jetzt im unter-minutentakt eine laaange Kette von Joggern, Spaziergängern und Mountainbikern (wahrscheinlich auch manche von Euch ;) ). Sei Allen von Herzen gegönnt, aber deshalb versteh ich eben das mit oben nur begrenzt und bin da recht d'accord mit der Almrausch und Ihrem Unbehagen. Als nächstes fühlt sich hypothetisch ein Freiherr von C.K. dann berufen, endlich eine Möglichkeit zu haben seine "Jagdgebiete" für den freien Zutritt zu sperren und vergisst das, danach aufzuheben? ( soll jetzt keine Inspiration sein... nur abgeleitet von manchen Interviews )

roBerge.de

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« Antwort #60 am: 05.04.2020, 11:08 »

Offline Kaiser

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #61 am: 05.04.2020, 16:24 »
Hi raf,
Als Österreicher in Tirol lebend hab ich mich da wir härtere Massnahmen haben etwas tiefer damit beschäftigt. 
Basis ist bei euch vermutlich euer infektionsschutzgesetz. (Bei uns covid19 Gesetz). Verordnungen müssen damit konform sein. In eurem Fall ist das so das die verordnung sport erlaubt und damit punkt. Sollte sich Hr. Söder vor die Kamera stellen und sagen. Ich will nicht das jemand in die Berge fährt, dann ist das genauso relevant als würde das von dir kommen. Lösung wäre die verordnung ändern. Diese muss dann aber wieder den infektionsschutzgesetz entsprechen und natürlich muss alles verfassungskonform sein.
Ähnlich wie bei uns. In Tirol ist es durch die Quarantäne Verordnung etwas schwieriger. Da darf die Verhältnismässigkeit angezweifelt werden. Bei uns haben schon Leute Strafen bekommen weil sie zum nächsten Supermarkt gefahren sind der aber in einer anderen Gemeinde liegt. Ich würd es da auf ein Verfahren ankommen lassen. Wird sicher eingestellt in der ersten Instanz. 
Vorsichtig zu sein ist sicher das Gebot der Stunde und man muss es nicht darauf anlegen, aber besonders in Zeiten wie diesen muss man kritisch sein. Übrigens sind alle Verordnungen zeitlich befristet. Ein vergessen des zurücknehnens sehe ich damit nicht.
Lg.
Kaiser

Offline MANAL

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #62 am: 05.04.2020, 21:37 »
Mehrere Bergunfälle am Wochenende.
https://www.all-in.de/schwangau/c-polizei/mehrere-bergunfaelle-am-wochenende_a5060553

Wenn ihr schon nicht kapiert was im Moment auch hier in Bayern los ist macht doch nicht Touren wo man so verunglücken kann dass die Bergwacht anrücken muss!!! Wie dumm muss man sein?

Offline Bergautist

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #63 am: 05.04.2020, 22:34 »
Mehrere Bergunfälle am Wochenende.
https://www.all-in.de/schwangau/c-polizei/mehrere-bergunfaelle-am-wochenende_a5060553

Wenn ihr schon nicht kapiert was im Moment auch hier in Bayern los ist macht doch nicht Touren wo man so verunglücken kann dass die Bergwacht anrücken muss!!! Wie dumm muss man sein?


Klar doch, wir sind alle Deppen! #ostern1#

Frank Steiner

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #64 am: 06.04.2020, 00:06 »
Wenn ihr schon nicht kapiert
Mit wem genau redest Du gerade...? Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand hier im Forum dafuer plaediert hat, schwierige und bei den Restschneebedingungen offenbar teilweise gefaehrliche Kletter- oder Wandertouren zu unternehmen. Es waren sich eher alle einig, das man momentan nur Touren deutlich unterhalb seiner Leistungsgrenze und ohne gefaehrliche Stellen unternehmen sollte. Zumindest auf den Teil der Touren aus dem Zeitungsartikel, die mir bekannt sind, trifft das leider nicht zu. 
Also warum gehst Du die Leute hier im Forum an? Und falls Du diejenigen meinst, die da verunglueckt sind oder im Moment derart risikoreiche Touren unternehmen: ich glaube, die lesen hier gar nicht mit...

Offline Reinhard

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #65 am: 06.04.2020, 00:21 »
Mit wem genau redest Du gerade...?

Also als ich den Beitrag las, war mir eigentlich klar, dass niemand aus dem Forum gemeint ist. So hatte ich es verstanden, und so gut kenne ich Manal inzwischen.

Ich kenne leider doch einige, wenn auch wenige Leute hier aus Rosenheim persönlich (keine registrierten User), die ab und zu mal hier reinschauen. Diese (Wenigen) gehören leider zu der Gruppe, die Ihr ansprecht. Vielleicht fühlt sich ja der eine oder andere angesprochen.

Offline wim43

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #66 am: 06.04.2020, 09:10 »
Es stimmt mich schon nachdenklich, wie sich einige hier im Forum immer wieder auf den Schlips getreten fühlen  #gruebelgruebel#.

Ich kann Reinhard nur zustimmen, ich kenne Manal zwar nicht persönlich, aber sein Aufschrei war eindeutig adressiert.

Offline MANAL

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #67 am: 06.04.2020, 13:28 »
Ich möchste mich entschuldigen falls sich hier jemanden persönlich angegriffen fühlt der sich in dieser unangenehmen Zeit vernünftig verhält. #sorry#

Wie schon angesprochen hat sich mein Kommentar direkt auf den Artikel bezogen in denen die Bergwacht an diesem Wochenende Einsätze durchführen musste. Mich macht diese Uneinsichtigkeit und Rücksichtslosigkeit nicht sprachlos, sondern wütend.

Wenn ich hier jemanden direkt anspreche zitiere ich den schon dass er weiß wer gemeint ist.  ;)

Wenn man sich im Moment schon in die Berge begibt dann sollte man sich auf Touren beschränken bei denen eine Bergrettung praktisch auszuschließen ist, d.h. solch einfache Touren wählen bei denen auch wenn es dumm läuft keine Hilfe notwendig ist und wenn doch (man kann auch Pech haben) dann so, dass es ohne großen Aufwand geht (z.B. Nähe von Forstwegen, dann geht die Bergung unkompliziert). Man sollte so planen, als gäbe es keine Bergrettung. Dann würde man sich vielleicht mehr Gedanken darüber machen.

Natürlich hat man auf solch einfachen Touren die Gefahr, dass alles überlaufen ist und die Distanzproblematik anfängt. Hier kann man evtl. auch noch auf andere Zeiten ausweichen (z.B. frühmorgens, spätabends, unter der Woche) um dem zu entgehen.

Offline BFklaus

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #68 am: 06.04.2020, 14:38 »
Man sollte so planen, als gäbe es keine Bergrettung.
Da stimme ich hundertprozentig zu.
Auch außerhalb von Corona-Zeiten kann so eine Planung Sinn machen, wenn man nämlich in Gebieten ohne Mobilfunknetz unterwegs ist.

Frank Steiner

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #69 am: 06.04.2020, 14:52 »
Wenn ich hier jemanden direkt anspreche zitiere ich den schon dass er weiß wer gemeint ist.  ;)
Ja, sorry,  dann nix fuer ungut  :)

Frank Steiner

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #70 am: 06.04.2020, 14:57 »
Auch außerhalb von Corona-Zeiten kann so eine Planung Sinn machen, wenn man nämlich in Gebieten ohne Mobilfunknetz unterwegs ist.
Da greife ich dann meine Frage von oben nochmal auf: Wie macht ihr das denn generell, nicht nur in Corona-Zeiten, wenn eine Tour lange Zeit durch ein Gebiet ohne Handyempfang fuehrt? Sowas gar nicht gehen? Oder nicht alleine gehen? Oder zu Hause eine Karte mit der geplanten Route hinterlegen und vorwarnen, dass man sich evtl. erst abends wieder meldet (so mach ich das meist, versuche aber wenn moeglich, zwischendurch dochmal irgendwo aufzusteigen, um mich kurz zu melden)?
Ansonsten hab ich meine ACME Signalpfeife dabei fuer's Notsignal, die man zumindest viele Kilometer weit hoert (leider ist man selbst danach taub). Ob das im Zweifel was bringt, weiss man natuerlich auch nicht...

Online eli

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #71 am: 06.04.2020, 14:59 »
Servus beinand!

Etliche Wochen habe ich mich, oft schweren Herzens, aus dieser so emotional geführten Diskussion bewusst heraus gehalten, - abgesehen von einer privaten PN -  doch nun muss ich mich einfach, weil im humanistischen Geist erzogen,  dazu äußern:
Die Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenzen in der Freiheit des Anderen, darüber herrscht in diesem Forum sicher Konsens.
- Ich kann nur dann Toleranz erwarten, wenn ich selbst bereit bin, andere Meinungen zu tolerieren. Fair und offen miteinander umgehen bedeutet, auch Verantwortung für den Anderen, meinen Mitmenschen zu übernehmen.

- Rücksicht nehmen bedeutet , auch einmal bewusst zu verzichten und sich verantwortlich zu fühlen für den Nächsten, die Bergwacht und das BRK, die Polizei und unsere  überforderten Pflegekräfte . Und das heißt in der Konsequenz für uns Bergfreunde:

- Wenn ich schon auf eine einsame, "rundherum ja so sichere Bergtour" nicht verzichten will, dann doch wenigstens nicht noch attraktive, Begehrlichkeiten weckende Bilder hier im Forum hochladen. Von wegen wohl dosierter Selbstein (-über ) schätzung.

- Wenn ich schon mit Grausen auf überlaufene Hotspots hinweise, dann vielleicht auch einmal darüber nachdenken, ob mein selbstgerechtes - und gefälliges  Schulterklopfen , das in der  in den letzten Jahren so häufig praktizierten, dozierenden Art so manchen einsamsten Jägersteig in unberührter Natur als das Nonplusultra auch noch für die gegenwärtige Lage darstellt, dem Ernst der Lage angemessen ist. ( Puuh , schrecklicher Satz T4 + , aber ich persönlich kann das ja, eh klar! )

Leben und leben lassen, aber einfach auch mal für überschaubare Zeit verzichten können und sich vernunftbetont und rücksichtsvoll verhalten!

Zum Schluss noch ein Gedicht von Theodor Storm, das man in beide Richtungen interpretieren kann, bewusst deshalb ausgewählt!

                           "Der eine fragt, was kommt danach,
                             der andere fragt nur,
                             ist es recht,
                             und also unterscheidet sich
                             der Treue von dem Knecht."

eli

PS: Für die Freiheitsrechte des Einzelnen kämpfe ich übrigens seit über 45 Jahren , öffentlich!





Offline schneerose

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #72 am: 06.04.2020, 15:01 »
Man sollte so planen, als gäbe es keine Bergrettung.

So sollte man immer planen!!! Coronakrise hin oder her!

Offline Franky

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #73 am: 06.04.2020, 15:15 »
Man sollte so planen, als gäbe es keine Bergrettung.


So sollte man immer planen!!! Coronakrise hin oder her!


Ich mische mich ungern ein. Aber ich finde es sollten während der Corona Pandemie keine größeren Ausflüge, wo man mit dem Pkw, Fahrrad oder sonstiges Kfz eine längere Anfahrt hat, nicht unternommen werden. Keiner von euch weiß ob er das Corona Virus hat und somit unbewusst verteilt. Es kann immer mal was passieren. Und damit gefährtet man andere. Und schlimm wäre es, wenn man Ärzte und Plegepersonal unbewusst infiziert.

Es gibt ja den Bußgeld Katalog:

Zitat
§ 1 Abs. 4 VO   Verlassen der eigenen Wohnung ohne Vorliegen triftiger Gründe   Person, welche die Wohnung ohne triftigen Grund verlässt   150,00 Euro


Meiner Meinung nach ist eine Bergwanderung / Ausflug kein trifftiger Grund.

Seit mir nicht Böse, aber das ist meine persönliche Meinung dazu. Und ich spreche damit keine bestimmte Person  / Personen an.

Frank Steiner

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #74 am: 06.04.2020, 17:45 »
Meiner Meinung nach ist eine Bergwanderung / Ausflug kein trifftiger Grund.
Das ist allerdings von "hoechster bayerischer" Stelle klargestellt worden:
Zitat
Man werde jetzt keine weiteren Einschränkungen machen, sagte Söder gestern nach einer Kabinettssitzung. „Das wäre jetzt das falsche Signal“, betonte er. Erlaubt seien Aufenthalte an der frischen Luft, und das gelte „natürlich auch für einen Ausflug, wenn man den machen sollte“, so der Regierungschef. Söder appellierte aber an alle, das in „vernünftiger Form“ zu machen.
Und die Frage, was eine vernuenftige Form ist, wird hier ja schon ausfuehrlich diskutiert.

Offline BFklaus

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #75 am: 06.04.2020, 18:32 »
Servus beinand!

Etliche Wochen habe ich mich, oft schweren Herzens, aus dieser so emotional geführten Diskussion bewusst heraus gehalten, - abgesehen von einer privaten PN -  doch nun muss ich mich einfach, weil im humanistischen Geist erzogen,  dazu äußern:
Die Freiheit des Einzelnen findet ihre Grenzen in der Freiheit des Anderen, darüber herrscht in diesem Forum sicher Konsens.
- Ich kann nur dann Toleranz erwarten, wenn ich selbst bereit bin, andere Meinungen zu tolerieren. Fair und offen miteinander umgehen bedeutet, auch Verantwortung für den Anderen, meinen Mitmenschen zu übernehmen.

- Rücksicht nehmen bedeutet , auch einmal bewusst zu verzichten und sich verantwortlich zu fühlen für den Nächsten, die Bergwacht und das BRK, die Polizei und unsere  überforderten Pflegekräfte . Und das heißt in der Konsequenz für uns Bergfreunde:

- Wenn ich schon auf eine einsame, "rundherum ja so sichere Bergtour" nicht verzichten will, dann doch wenigstens nicht noch attraktive, Begehrlichkeiten weckende Bilder hier im Forum hochladen. Von wegen wohl dosierter Selbstein (-über ) schätzung.

- Wenn ich schon mit Grausen auf überlaufene Hotspots hinweise, dann vielleicht auch einmal darüber nachdenken, ob mein selbstgerechtes - und gefälliges  Schulterklopfen , das in der  in den letzten Jahren so häufig praktizierten, dozierenden Art so manchen einsamsten Jägersteig in unberührter Natur als das Nonplusultra auch noch für die gegenwärtige Lage darstellt, dem Ernst der Lage angemessen ist. ( Puuh , schrecklicher Satz T4 + , aber ich persönlich kann das ja, eh klar! )

Leben und leben lassen, aber einfach auch mal für überschaubare Zeit verzichten können und sich vernunftbetont und rücksichtsvoll verhalten!

Zum Schluss noch ein Gedicht von Theodor Storm, das man in beide Richtungen interpretieren kann, bewusst deshalb ausgewählt!

                           "Der eine fragt, was kommt danach,
                             der andere fragt nur,
                             ist es recht,
                             und also unterscheidet sich
                             der Treue von dem Knecht."

eli

PS: Für die Freiheitsrechte des Einzelnen kämpfe ich übrigens seit über 45 Jahren , öffentlich!

Oha, volle Breitseite auf mich! #ostern1#
Zusätzlich zu deiner oberlehrerhaften PN krieg ich jetzt auch öffentlich die Leviten gelesen ... #ostern6#

Bis jetzt lief die Diskussion ausgesprochen sachlich, deshalb will ich nicht auf deinem Niveau zurückschießen. Zu den Stichworten Selbstüberschätzung, selbstgerecht, selbstgefällig: Erstaunlich, wie genau du mich kennen willst. T4+ (gibt’s das überhaupt?) bin ich übrigens schon lange nicht mehr gegangen.

Zwei abschließende Gedanken noch:

Wenn Raser schlimme Unfälle verursachen, müssen dann alle Autofahrer aus „Rücksichtnahme“ das Autofahren unterlassen?

„Die Bergwacht, das BRK, die Polizei und unsere überforderten Pflegekräfte ...“ können ihren Aufgaben derzeit nur unter hohem persönlichem Risiko nachkommen, weil ein dramatischer Mangel an Schutzausrüstung vorherrscht. Über die Verantwortlichkeit dafür wurde hier bereits mehrfach geschrieben, einfach mal nachlesen.

Habe die Ehre! #ostern4+

Offline geroldh

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #76 am: 06.04.2020, 18:42 »
#schwitz#  Wahrlich eine herausfordernde Situation derzeit mit diesem "blöden" kleinen Virus, das die ganze Welt zu piesacken versucht...

Grundsätzlich dürften "alle" Argumente - und viele Vernunftweisheiten - hier oder in anderen Beiträgen genannt worden sein. Auch Hinweise bzw. Verknüpfungen auf die Rechtslage gibt es bereits.

Doch völlig ohne Wertung sollte noch darauf eingegangen werden, dass der Begriff "triftiger Grund" - genau genommen wird in der Allgemeinverfügung unter Punkt 4 sogar im Plural "triftiger Gründe" gesprochen, also mind. zwei... #gruebeln# - ziemlich "Kaugummi" ist und damit ein "das kommt darauf an" impliziert.

Es gibt keine abschließende Auflistung von "erlaubten" Gründen, sondern es werden unter Punkt 5 nur häufige und vorrangige Gründe mit Beispielen aufgeführt. Persönlicher Interpretationsspielraum ist damit "auf beiden Seiten" gegeben...

Deshalb versucht man dies noch mit einem "gestellten" Fragen-Antwort-Katalog "Häufige Fragen" (FAQ) zu ergänzen (hier oder hier).

Aber auch damit bleibt die Erklärung und "Eingrenzung" wiederum "unvollständig", ggfs. sogar "unlogisch" und es wird am Ende doch die Verantwortung und die Vernunft eines jedes Einzelnen gefordert: "Wou issn is Hirn?! Da, wo es hingehört. Däss glaabi net!"

Unter HOBBYS UND AUSFLÜGE wird weder darauf eingegangen, was "Bewegung an der frischen Luft" oder gar "Sport" genau meint, jedenfalls außerhalb von (gesperrten) Freizeiteinrichtungen.
Wo hört "Spazieren gehen" auf - und wo fängt eine Wanderung an?

Abschließend noch ein Auszug aus dem Fragenkatalog zum "nachdenken":
Zitat von: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration
...
Darf ich reiten?
Ja. Sport, Spazieren gehen und Bewegung an der frischen Luft sind gestattet. Allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung. Bitte halten Sie Abstand.
...

#gruebelgruebel#  Hmm, nur "Schritt" - oder auch "Trab" oder gar "Galopp" !?  #biken2#  #musik2#

Offline MANAL

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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #77 am: 06.04.2020, 22:00 »
Ja, sorry,  dann nix fuer ungut  :)


Passt scho!  #noproblem#
Danke mal bei allen von uns liegen die Nerven mehr oder weniger blank durch die Situation der letzten Wochen und der Aussicht dass sich alles nicht so schnell wieder einrenkt.  :(

Da greife ich dann meine Frage von oben nochmal auf: Wie macht ihr das denn generell, nicht nur in Corona-Zeiten, wenn eine Tour lange Zeit durch ein Gebiet ohne Handyempfang fuehrt? Sowas gar nicht gehen? Oder nicht alleine gehen? Oder zu Hause eine Karte mit der geplanten Route hinterlegen und vorwarnen, dass man sich evtl. erst abends wieder meldet (so mach ich das meist, versuche aber wenn moeglich, zwischendurch dochmal irgendwo aufzusteigen, um mich kurz zu melden)?
Ansonsten hab ich meine ACME Signalpfeife dabei fuer's Notsignal, die man zumindest viele Kilometer weit hoert (leider ist man selbst danach taub). Ob das im Zweifel was bringt, weiss man natuerlich auch nicht...


Ich versuche schwierige Touren möglichst nicht alleine zu gehen, sondern mit Bergkameraden die der Tour ebenfalls gewachsen sind. Wenn einem wirklich was passiert sollte der zweite noch in der Lage sein Hilfe zu holen.

Ansonsten sehe ich im Moment für mich eher das Problem der Autofahrt, das ist auf den Touren der gefährlichste Teil. Es ist schon kurios, im Moment ist viel weniger Verkehr, dafür fahren etliche deutlich riskanter und rücksichtsloser weil sie die leeren Straßen ausnutzen. Etwas, was man auch in Österreich wiederholt feststellt: https://noe.orf.at/stories/3042670/
Vielleicht denke ich auch da gerade etwas extremer nachdem mir im Februar auf der Heimfahrt von einer Bergtour an einer roten Ampel jemand hinten reingefahren ist und mein Auto geschrottet hat. Zum Glück ist niemanden was passiert aber das Auto war ein Totalschaden.

Die schwammige Auslegung der Ausgangsbeschränkung ist denke ich sogar Absicht. So wird jedem noch ermöglichst ins Freie zu gehen um nicht komplett auszuticken. Zudem müssten mindestens Hundebesitzer raus und wenn man die raus lässt kann man es Nicht-Hundebesitzer nur schwer verwehren auch mal rauszugehen. Fachleute (z.B. Virologe Kekulé) hat auch vor der Ausgangsbeschränkung immer darauf hingewiesen dass man die Leute nicht einsperren soll, da Bewegung an der frischen Luft wichtig für Körper und Geist ist. Das Problem ist halt, dass es keine klare Richtlinie gibt und etliche statt mit gesunden Menschenverstand handeln wieder die Regeln so auslegen wie sie es gerade brauchen. Nur weil es rechtlich nicht verboten ist heißt es noch lange nicht, dass es richtig ist. Man sieht ja auch wie Adidas versucht hat die Corona-Regelungen für sich auszunützen obwohl es nicht so beabsichtigt war. Klar, rechtlich wär es in Ordnung, aber moralisch eine Sauerei.

Online RaF

  • roBergler
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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #78 am: 07.04.2020, 12:04 »
nachdem ich ja in meinem anderen Post eher eine etwas Sachen hinterfragende Position hatte ( für mich änderte sich aber durch die gesetzliche Regelung halt eigentlich nichts zum vorherigen, freiwilligen Verhalten - deshalb vielleicht eben das Hinterfragen was das Thema Berg anging ) , verschlägt es mir bei solchen Berichten  aber genauso nur mehr die Sprache...aber fürchte solche Menschen kriegt man mit keinerlei Regelung eingefangen:

https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/mittenwald-ort29073/mittenwald-karwendel-mittenwalder-huette-hoehenweg-corona-quarantaene-bergsteigen-unfall-bergwacht-13643002.html

Offline Bergautist

  • Cirsium palustre
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Re: Bergtouren während der Coronakrise
« Antwort #79 am: 07.04.2020, 16:22 »
nachdem ich ja in meinem anderen Post eher eine etwas Sachen hinterfragende Position hatte ( für mich änderte sich aber durch die gesetzliche Regelung halt eigentlich nichts zum vorherigen, freiwilligen Verhalten - deshalb vielleicht eben das Hinterfragen was das Thema Berg anging ) , verschlägt es mir bei solchen Berichten ( auch wenn yellow press ;) ) aber genauso nur mehr die Sprache...aber fürchte solche Menschen kriegt man mit keinerlei Regelung eingefangen:

https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/mittenwald-ort29073/mittenwald-karwendel-mittenwalder-huette-hoehenweg-corona-quarantaene-bergsteigen-unfall-bergwacht-13643002.html


Sicher unverantwortlich - wenn es stimmt! Aber laut Artikel konnte nicht einmal die Polizei die Quarantäne-Erfordernis bestätigen. Ich würde deshalb mit dem Aufregen noch etwas warten!  #ostern4+