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Autor Thema: Östliches Mangfallgebirge am 20.12.2019  (Gelesen 329 mal)

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Offline Bergautist

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Östliches Mangfallgebirge am 20.12.2019
« am: 22.12.2019, 10:56 »
Wenn man die längste Tour des Jahres (in km) auf den kürzesten Tag des Jahres (OK, das ist eigentlich der 22. Dez., aber der ist auch nur 7 s kürzer!) legen will, bedarf es einer speziellen Planung. Insbesondere Anfang und Ende der Tour sollten in wegsamem Gelände stattfinden, um den Einsatz der Hirnbirn auf ein Minimum zu beschränken.

Da ich diesmal wieder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein wollte, mussten die Züge natürlich auch passend fahren, was ab Aibling unter der Woche kein Problem ist. Nur zahlt man halt ein wenig mehr. Diesmal war es allerdings noch ein wenig mehr. Zwar faseln Politiker gerne von Preissenkungen im ÖPNV, um diesen attraktiver zu machen. Herausgekommen ist aber wieder ein ganz spezielles Weihnachtsgeschenk: Preiserhöhungen um mehr als 4 Prozent schon für den Normalpreis. (Beim MVV in München sind es bei der Tageskarte gar satte 16 %!!! Da lobe ich mir die Firma Berr Reisen aus Bruckmühl, die den Preis für die donnerstägliche Fahrt Aibling-München-Aibling von 8.50 € auf 6.50 € gesenkt hat! Ich frage mich inzwischen, ob der Schienenverkehr nicht eine technische Fehlentwicklung ist, die auf Dauer keiner mehr bezahlen kann!)

Die Tour führte mich von Flintsbach über 7 Berge nach Oberaudorf. Diese 7 Berge sind keine Wanderberge, aber durch Forststraßen so gut erschlossen, dass man die Gipfel, soweit vorhanden, mit nur minimalen Weglosanteilen erreichen kann. Ob das sinnvoll ist, mag allerdings bezweifelt werden. Es flogen allein an einem Berg zwei Birk- oder Auerhähne in sicherer Entfernung an mir vorbei!

Die Wetterverhältnisse waren fast optimal: so gut wie kein Schnee bis auf 1200 m und der Föhn hatte fast alles trockengeblasen, die Schuhe blieben also sauber. Allerdings war es auch der Föhn, der diese Tour stellenweise zur gefährlichsten meines Bergjahres machte (Bild 3). Wenigstens war er schön warm. Während ich daheim bei +2 °C startete, empfingen mich am Bahnhof Rosenheim bereits angenehme +13 °C!

Falkenberg (871 m)
Fast komplett über OSM-Forstwege zu erreichen. Komplett bewaldet, keine Aussicht, nicht zu empfehlen!

Südlicher Mitterberg (1214 m)
Fast komplett über OSM-Forstwege zu erreichen. Aussicht nach Süden, hoher Wildbestand, von Bewanderung wird deshalb abgeraten! Den Mitterberg gibt es in gleicher Höhe noch einmal zwischen Farrenpoint und Rampoldplatte!

Hatscherwand (1181 m)
Die Hatscherwand hat einen Gipfel, der in der amtlichen Karte aber nur in bestimmten Maßstäben angezeigt wird. Erreichbar über OSM-Steig und Forstspuren durch Jungfichtenbestand in bestem Weihnachtsbaumalter. Passabler Ausblick, trotzdem kaum lohnend. Auch der alte Forstweg, der direkt unterhalb der Hatscherwand entlang führt, lohnt nicht, da der Wald den Blick auf die Wand durchgehend versperrt!

Beiwand (1183 m)
Nur der Schlussanstieg ist weglos. Gipfel bebaumt, Aussicht mäßig.

Höhlenstein (1202 m)
Komplett über Forstwege erreichbar. Teilweise bewaldet, Aussicht mäßig. In der OSM derzeit falsch verortet!

Fahrenberg (905 m)
Wiesengupf, gleich neben einem Bauernhof, der in der amtlichen Karte nur in bestimmten Maßstäben angezeigt wird. Aussicht brauchbar, zur Weidezeit höchstwahrscheinlich eingezäunt.

Großer Berg
Berg ohne Gipfel!? Laut amtlicher Karte Geländebereich zwischen Auerbach und Hummelei!

Hier noch ein Nachtrag aus früherer Begehung:

Großer Mühlberg (1222)
Nur weglos über Steilweide oder Waldgrat erreichbar. Gute Aussicht nach Süden. Im Sommer eingezäunt.

Heuberg (888 m)
Von oben her über Forststraße erreichbar. Mäßige Aussichten vom Gipfel, der auch von umliegenden Bergen her kaum sichtbar ist! Scheint Winter-Wildschutzgebiet zu sein (in AV-Karte von 2007 nicht eingezeichnet!). Konnte nur bestiegen werden, weil (zufälligerweise?) die Tore der Wildschutzzäune geöffnet waren. Hohe Wilddichte, von Besteigung wird zu jeder Jahreszeit abgeraten!

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« am: 22.12.2019, 10:56 »